WZ-Code 56.11.5 – Eissalons
Eissalons sind Gastronomiebetriebe, die sich auf die Herstellung und den Verkauf von Speiseeis spezialisiert haben.
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung inkl. Hinweise (1 Notizen)
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?
Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.
Ebenfalls relevant für
Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Offizielle Hinweise
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 56.11.5?
Eissalons sind Gastronomiebetriebe, die sich auf die Herstellung und den Verkauf von Speiseeis spezialisiert haben. In Deutschland werden sie amtlich unter dem WZ-Code 56.11.5 geführt. Diese Klassifikation grenzt sie von Restaurants, Cafés oder Imbissbetrieben ab und bringt spezifische betriebliche und rechtliche Anforderungen mit sich. Was bedeutet WZ 56.11.5?
Der Wirtschaftszweig-Code 56.11.5 ist Teil der Systematik des Statistischen Bundesamtes. Er steht für "Herstellung und Verkauf von Speiseeis im eigenen Betrieb". Die übergeordnete Gruppe 56.11 umfasst Gastronomiebetriebe ohne Schankkonzession, also ohne Ausschank alkoholischer Getränke. Eissalons fallen hierunter, sofern sie primär Eis produzieren und verkaufen.
Abgrenzung zu anderen Gastronomieformen
Ein reiner Eissalon unterscheidet sich klar von einem Café oder Eiscafé. Während letztere oft einen Schwerpunkt auf Heißgetränke und Sitzservice legen, konzentriert sich der Eissalon auf die Eisherstellung. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede:
- Betriebsart
- WZ-Code
- Schwerpunkt
- Typische Angebote
- Eissalon
- 56.11.5
- Speiseeis-Herstellung und Verkauf
- Eis, Eisbecher, eventuell Getränke
- Eiscafé
- 56.10.1
- Gastronomie mit Eisangebot
- Eis, Kaffee, Kuchen, Snacks
- Imbiss
- 56.10.4
- Schnellverpflegung
- Snacks, Getränke, eventuell Eis
Betriebliche Anforderungen
Für die Führung eines Eissalons gelten die allgemeinen gastronomischen Vorschriften. Dazu gehören die Gewerbeanmeldung, die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz und die Einhaltung der Lebensmittelhygiene-Verordnung. Besondere Aufmerksamkeit erfordern die Kühlkette und die Hygiene bei der Eisherstellung.
Häufige Fehler bei der Gründung
Unterschätzung der saisonalen Schwankungen (Hauptumsatz im Sommer)
Unzureichende Kühlkapazitäten oder Backup-Lösungen für Stromausfälle
Fehlende Kenntnisse in spezifischer Eis-Hygiene (z.B. Umgang mit pasteurisierten Massen)
Falsche Klassifikation beim Gewerbeamt (z.B. als Café statt Spezialbetrieb)
Rechtliche Besonderheiten
Eissalons unterliegen strengeren hygienerechtlichen Vorgaben als reine Verkaufsstellen für verpacktes Eis. Die Eigenherstellung erfordert Kenntnisse in der Lebensmittelhygiene, regelmäßige Schulungen und oft zusätzliche Equipment-Investitionen. Regional können zudem spezifische Vorgaben für die Wassernutzung (Reinigung) oder Abwasserentsorgung gelten.
Wirtschaftliche Aspekte
Die Rentabilität hängt stark von der Lage, der Saisonalität und der Qualität des Eises ab. Typische Kostenpunkte sind Energie für Kühlung, hochwertige Rohstoffe und personalintensive Produktion. Erfolgreiche Betriebe setzen auf lokale Zutaten, Nischenprodukte (vegan, lactosefrei) oder ergänzende Angebote wie Kaffee oder Waffeln.
Praktische Tipps für Betreiber
Konzentrieren Sie sich zunächst auf eine überschaubare Sortimentstiefe mit hoher Qualität. Investieren Sie in gute Kühltechnik und schulen Sie Personal konsequent in Hygiene. Prüfen Sie vor der Gründung die lokalen Gegebenheiten: Gibt es ausreichend Laufkundschaft? Wie ist die Konkurrenzsituation? Bedenken Sie die Wintermonate – vielleicht mit erweitertem Angebot.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der WZ-Code für Eissalons?
Eissalons werden in Deutschland unter dem WZ-Code 56.11.5 (Herstellung und Verkauf von Speiseeis im eigenen Betrieb) klassifiziert. Dieser gehört zur Hauptgruppe 56 (Gastronomie).
Braucht man eine spezielle Genehmigung für einen Eissalon?
Ja, neben der Gewerbeanmeldung benötigen Sie eine Lebensmittelhygiene-Belehrung nach §43 IfSG und müssen die allgemeinen gastronomischen Hygienevorschriften einhalten. Für die Eisherstellung können zusätzliche Anforderungen gelten.
Kann man in einem Eissalon auch andere Produkte verkaufen?
Ja, typischerweise werden auch Getränke, Kaffee, kleine Snacks oder Waffeln angeboten. Der Schwerpunkt sollte jedoch auf Speiseeis liegen, da sonst eine andere Klassifikation (z.B. Café) möglich ist.