WZ-Klasse 22.21 – Herstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Was der Code 22.21.0 umfasst Der NACE- und WZ-Code 22.21.0 klassifiziert die Herstellung von Halbzeugen aus Kunststoffen.
Diese Klasse umfasst die Unterklasse 22.21.0 (gleiche Beschreibung).
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung inkl. Hinweise (2 Notizen)
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (2 Codes)
Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?
Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.
Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Offizielle Hinweise
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist diese WZ-Position selbst als ex-Position gekennzeichnet.
Zugehörige Codes
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 22.21.0?
Was der Code 22.21.0 umfasst
Der NACE- und WZ-Code 22.21.0 klassifiziert die Herstellung von Halbzeugen aus Kunststoffen. Diese Produkte sind keine fertigen Endverbrauchergüter, sondern werden in weiteren Verarbeitungsschritten eingesetzt. Konkret gehören dazu:
- Platten: Flache, starre Formteile mit einer Dicke ab etwa 0,5 mm, hergestellt durch Extrusion oder Kalandrieren.
Folien: Dünne, flexible Bahnen mit einer Dicke unter 0,5 mm, oft durch Blasfolienextrusion oder Flachfolienextrusion produziert.
Schläuche: Hohlkörper mit rundem oder profiliertem Querschnitt, kontinuierlich durch Extrusion gefertigt.
Profile: Langgestreckte Formteile mit konstantem Querschnitt (z.B. Winkel, U-Profile), extrudierte Produkte.
Die Herstellung umfasst auch direkt zugehörige Schritte wie das Aufschneiden von Bahnen, das Ablängen oder einfache Veredelungen, sofern sie nicht als eigenständige Dienstleistung erbracht werden. Abgrenzung: Was nicht dazu gehört
Die Klassifikation grenzt sich klar zu anderen Aktivitäten ab. Nicht unter 22.21.0 fallen:
- Herstellung von Kunststoff-Verpackungen (22.22): Hier geht es um fertige Beutel, Säcke oder Behältnisse.
Produktion von Rohren und Rohrleitungssystemen (22.23): Diese sind als fertige Montageprodukte klassifiziert.
Herstellung von Kunststoff-Granulat oder -Pulver (20.16): Das sind Ausgangsmaterialien, keine Halbzeuge.
Verarbeitung von Kunststoffen zu Fertigwaren wie Gehäusen oder Automobilteilen (22.2x).
Recycling von Kunststoffen (38.32).
Falls Ihr Unternehmen mehrere dieser Tätigkeiten kombiniert, sind separate Codes für jede eigenständige Aktivität zu verwenden.
Typische Herstellungsverfahren im Überblick
Für die Produktion der Halbzeuge kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz. Die Wahl hängt vom gewünschten Produkt, Material und den Qualitätsanforderungen ab.
- Verfahren
- Anwendung
- Typische Produkte
- Extrusion
- Kontinuierliche Formgebung durch Düse
- Profile, Schläuche, Folien
- Kalandrieren
- Walzen von warmem Kunststoff
- Dicke Platten, Folien
- Blasfolienextrusion
- Aufblasen eines Schlauchs zu Folie
- Flexible Folien, Schrumpffolien
- Gießen
- Ausgießen von Kunststofflösungen
- Dünne Spezialfolien
Extrusion ist das mit Abstand häufigste Verfahren, besonders für Profile und Schläuche. Kalandrieren wird oft für PVC-Platten eingesetzt. Blasfolien eignen sich für verpackungsrelevante Folien.
Häufige Fehler bei der Code-Zuordnung
Bei der Klassifikation unter 22.21.0 kommt es oft zu Verwechslungen. Diese Punkte helfen, Fehler zu vermeiden:
- Fertige Produkte vs. Halbzeuge: Wenn Sie bereits montierbare Rohrsysteme oder verschweißte Verpackungen herstellen, ist 22.21.0 falsch. Der Code gilt nur für unmontierte Halbzeuge.
Veredelung als Dienstleistung: Bedrucken oder Kaschieren als Service für Dritte fällt unter 18.12 (Druck) oder 22.29 (sonstige Kunststoffverarbeitung), nicht unter 22.21.0.
Materialherstellung: Die Produktion von Grundmaterialien wie Granulat ist unter 20.16 klassifiziert, auch wenn es ähnliche Extrusionsanlagen nutzt.
Kombinierte Tätigkeiten: Unternehmen, die sowohl Halbzeuge als auch Fertigprodukte herstellen, müssen mehrere Codes melden.
Im Zweifel prüfen Sie die exakte Produktdefinition und vergleichen Sie sie mit den Amtlichen Erläuterungen zum WZ-Verzeichnis.
Checkliste für die korrekte Einordnung
Nutzen Sie diese Punkte, um zu prüfen, ob 22.21.0 der richtige Code für Ihre Tätigkeit ist:
- Produzieren Sie Platten, Folien, Schläuche oder Profile aus Kunststoff?
Sind diese Produkte Halbzeuge für die Weiterverarbeitung?
Gehören keine montierten Endprodukte wie Rohrleitungen dazu?
Ist die Herstellung von Verpackungen oder Granulat ausgeschlossen?
Erbringen Sie Veredelungen nur im direkten Herstellungszusammenhang?
Wenn Sie alle Fragen mit Ja beantworten, ist 22.21.0 wahrscheinlich korrekt. Bei Nein prüfen Sie die Codes 22.22, 22.23 oder 20.16.
Häufig gestellte Fragen
Was fällt nicht unter den Code 22.21.0?
Nicht inkludiert sind die Herstellung von Kunststoff-Verpackungen (22.22), die Fertigung von Fertigprodukten wie Rohrleitungssystemen (22.23) oder die Produktion von Kunststoff-Granulat (20.16).
Welche Verfahren werden typischerweise verwendet?
Häufige Verfahren sind Extrusion für Profile und Schläuche, Kalandrieren für Platten und Folien sowie Blasfolienextrusion. Die Wahl hängt vom Material und der gewünschten Dicke ab.
Ist die Oberflächenveredelung inkludiert?
Einfache Veredelungsschritte wie Bedrucken oder Kaschieren, die direkt mit der Herstellung verbunden sind, können dazugehören. Separate Veredelungsdienstleistungen sind ausgeschlossen.