WZ-Klasse 22.23 – Herstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Der WZ-Code 22.23.0 erfasst Betriebe, die Türen, Fenster und ihre Rahmenelemente aus Kunststoffen herstellen.
Diese Klasse umfasst die Unterklasse 22.23.0 (gleiche Beschreibung).
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung inkl. Hinweise (1 Notizen)
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Offizielle Hinweise
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.
Zugehörige Codes
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 22.23.0?
Der WZ-Code 22.23.0 erfasst Betriebe, die Türen, Fenster und ihre Rahmenelemente aus Kunststoffen herstellen. Dazu zählen Fenster, Haustüren, Balkontüren und ähnliche Artikel für Gebäude, solange sie primär aus Kunststoff gefertigt sind. Montage und Einbau gehören nicht dazu – hier geht es nur um die Produktion. Der Code hilft bei der statistischen Erfassung und branchenspezifischen Einordnung. Aber Vorsicht: Nicht alles, was Kunststoff enthält, fällt hierunter. Aluminiumfenster mit Kunststoffanteil oder reine Montagearbeiten sind ausgeschlossen. Was der WZ-Code 22.23.0 genau umfasst
Die Klassifikation konzentriert sich auf die industrielle oder handwerkliche Fertigung von Bauelementen aus Kunststoff. Typische Produkte sind:
- Kunststofffenster mit oder ohne Verglasung
- Kunststofftüren für den Innen- und Außenbereich
- Rahmen, Zargen und Beschläge aus Kunststoff
- Balkon- und Terrassentüren aus Kunststoffprofilen
Vormontierte Kunststoffelemente für den Fassadenbau
Wichtig ist der Fokus auf "Herstellung". Das schließt die reine Montage oder den Einbau vor Ort aus. Auch die Produktion von Kunststoffrohlingen oder Granulaten fällt unter andere Codes.
Häufige Fehler und Abgrenzungsprobleme
Viele Unternehmen ordnen sich falsch ein, was zu Problemen bei Statistiken oder Förderanträgen führen kann. Typische Fehlerquellen:
- Fenster mit Aluminiumanteil: Wenn der Hauptwerkstoff Metall ist, gilt Code 25.12.
Montage und Einbau: Diese Dienstleistungen gehören zu Code 43.32.
Kunststoffbeschläge allein: Deren Herstellung fällt unter 22.29.
Handelsware: Reine Vermarktung ohne Eigenproduktion ist nicht enthalten.
Wenn dein Betrieb sowohl produziert als auch einbaut, musst du beide Tätigkeiten separat codieren. Eine pauschale Zuordnung zu 22.23.0 reicht dann nicht.
Einschränkungen und praktische Hinweise
Der Code ist spezifisch, aber nicht allumfassend. Beachte diese Punkte:
- Kunststoff-Fertigbauteile für Dächer oder Garagentore können auch hier einschlägig sein, sofern es sich um Tür-/Fensterartikel handelt.
Reparatur und Wartung fallen nicht unter die Herstellung.
Kunststoffe im Sinne des Codes sind vorwiegend PVC, aber auch andere Thermoplaste.
Für eine genaue Zuordnung solltest du immer den produzierten Hauptartikel prüfen, nicht das Gesamtgeschäft.
Warum die korrekte Codierung wichtig ist
Falsche Codes verzerren Branchenkennzahlen und können bei behördlichen Meldungen problematisch sein. Richtig genutzt, hilft dir 22.23.0 aber:
- Bei der Zuordnung zu Berufsgenossenschaften und Versicherungen
- Für branchenspezifische Statistiken und Marktanalysen
Bei der Beantragung von Fördermitteln für das verarbeitende Gewerbe
Eine fehlerhafte Codierung kann dagegen zu falschen Beitragsberechnungen oder Ausschlüssen von Förderprogrammen führen.
Wie du den Code richtig anwendest
Orientiere dich am Hauptgeschäftsfeld. Produzierst du überwiegend Kunststofffenster, ist 22.23.0 der richtige Code. Bist du eher im Metallbau tätig, schau dir 25.12 an. Bei gemischter Tätigkeit musst du mehrere Codes nutzen. Im Zweifel hilft ein Blick in das offizielle Verzeichnis des Statistischen Bundesamtes oder eine direkte Nachfrage bei der IHK.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte
WZ 22.23.0 ist klar definiert, aber nicht für jedes Kunststoffbauteil passend. Merke dir:
- Nur Herstellung, kein Einbau oder Handel
- Kunststoff muss der primäre Werkstoff sein
- Typische Produkte: Fenster, Türen, Rahmenelemente
Bei Hybridprodukten aus Metall/Kunststoff entscheidet der Hauptwerkstoff
Mit dieser Einordnung vermeidest du die meisten Fehler und bleibst statistisch korrekt erfasst.
Häufig gestellte Fragen
Was umfasst der WZ-Code 22.23.0?
Der WZ-Code 22.23.0 beschreibt die Tätigkeit 'Herstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen' innerhalb der WZ 2025.