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WZ-Code 64.19.3 – Kreditinstitute des Genossenschaftssektors

Was Genossenschaftsbanken ausmacht Kreditinstitute des Genossenschaftssektors, klassifiziert unter dem WZ-Code 64.19.3, sind Banken wie Volksbanken, Raiffeisenbanken und andere genossenschaftlich organisierte Institute.

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Übersicht

Informationen zu WZ-Code 64.19.3

Vollständige Bezeichnung Kreditinstitute des Genossenschaftssektors
Abschnitt L - Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen
Abteilung 64 - Erbringung von Finanzdienstleistungen
Gruppe 64.1 - Zentralbanken und Kreditinstitute
Klasse 64.19 - Kreditinstitute, ohne Spezialkreditinstitute
NACE Rev. 2.1 64.19.3
WZ 2008 Entsprechung 64.19.3
Kundensystematik 64B (soweit MFI)

Compliance Risk Score

5 von 5 Faktoren bestanden

10 / 10
Wie wir diesen Score berechnen ->
Zuordnung

Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?

Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.

Ebenfalls relevant für

Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis

Vorgänger (WZ 2008)

Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .

Einordnung

Was umfasst der WZ-Code 64.19.3?

Was Genossenschaftsbanken ausmacht

Kreditinstitute des Genossenschaftssektors, klassifiziert unter dem WZ-Code 64.19.3, sind Banken wie Volksbanken, Raiffeisenbanken und andere genossenschaftlich organisierte Institute. Ihr Kernprinzip ist die Mitgliederorientierung: Kunden können oft Teilhaber werden, was Mitbestimmungsrechte und häufig günstigere Konditionen bedeutet. Historisch gewachsen, konzentrieren sie sich stark auf das regionales Geschäft mit Privatkunden, kleinen und mittleren Unternehmen sowie landwirtschaftlichen Betrieben. Über Dachverbände wie den BVR und die DZ Bank sind sie national und international vernetzt, bleiben aber in der Serviceerbringung lokal verankert.

Vorteile von Genossenschaftsbanken

Die genossenschaftliche Struktur bringt mehrere handfeste Vorteile für Kunden und Mitglieder.

Regionale Nähe und persönlicher Service

Filialen sind oft in kleineren Städten und Gemeinden präsent, wo große Privatbanken fehlen. Der Berater kennt häufig die lokalen Gegebenheiten und Kunden persönlich, was zu schnelleren Entscheidungen und maßgeschneiderten Lösungen führen kann.

Mitgliedervorteile und Gewinnbeteiligung

Aktive Mitglieder partizipieren oft durch günstigere Kreditzinsen, höhere Habenzinsen oder eine Dividende auf ihre Geschäftsanteile am Erfolg der Bank. Diese direkte Beteiligung ist ein Alleinstellungsmerkmal.

Stabilität und Sicherheit

Das genossenschaftliche Netzwerk mit seiner institutionalen Sicherungseinrichtung gilt als sehr robust. Einlagen sind doppelt abgesichert: gesetzlich und durch den zusätzlichen Schutzmechanismus des Bundesverbands.

Fokussierung auf Kernzielgruppen

Für Mittelständler, Freiberufler, Landwirte und Privathaushalte bieten sie oft spezialisierte Beratung und Produkte, die auf deren Bedürfnisse zugeschnitten sind, was bei universal ausgerichteten Großbanken manchmal zu kurz kommt.

Nachteile und Grenzen

Trotz der Stärken gibt es Situationen, in denen andere Institute passender sein können.

Eingeschränktes Produktportfolio

Im Vergleich zu großen Privatbanken oder Direktbanken kann das Angebot an exotischen Anlageprodukten, internationalen Dienstleistungen oder hochspezialisierten Firmenfinanzierungen begrenzter sein.

Regionale Fokussierung als Limit

Für Unternehmen mit stark internationaler Ausrichtung oder Privatpersonen, die häufig ins Ausland reisen, ist das Filialnetz zwar deutschlandweit über die Verbünde nutzbar, kann aber im globalen Vergleich an Grenzen stoßen.

Abhängigkeit von der Mitgliedschaft

Die attraktivsten Konditionen sind oft an eine Mitgliedschaft geknüpft. Wer diese nicht eingehen möchte, erhält möglicherweise kein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis.

Digitale Angebote

Während viele Genossenschaftsbanken ihre Digitalisierung vorantreiben, sind reine Online-Banking-Anwendungen und deren User Experience manchmals nicht so umfassend oder modern wie bei technologiegetriebenen Direktbanken. Genossenschaftsbanken vs. Sparkassen: Der Praxisvergleich

KriteriumGenossenschaftsbankenSparkassen

  • Rechtsform & TrägerGenossenschaft (Mitglieder)Öffentlich-rechtlich (Kommunen)
  • HauptauftragFörderauftrag für MitgliederGewinn- & Gemeinwohlauftrag
  • Typische KonditionenOft vorteilhaft für MitgliederOft standardisiert, regional angepasst
  • Regionale VerankerungStark, oft ländlichSehr stark, flächendeckend
  • Internationale PräsenzÜber Verbünde (z.B. DZ Bank)Über Verbünde (z.B. DSV-Gruppe)

Die Wahl hängt stark vom Einzelfall ab: Wer Mitbestimmung und Mitgliedschaft sucht, ist bei Genossenschaftsbanken oft besser aufgehoben. Wer den Fokus auf breite kommunale Verfügbarkeit legt, findet bei Sparkassen eine Alternative.

Typische Fehler im Umgang mit Genossenschaftsbanken

Diese Punkte sollte man bedenken, um Enttäuschungen zu vermeiden.

Die Mitgliedschaft nicht verstehen: Man wird Miteigentümer. Das bringt Rechte, aber auch eine gewisse Bindung.

Nur auf den Namen hören: Nicht jede "Volksbank" oder "Raiffeisenbank" hat exakt dieselben Konditionen. Immer das konkrete Angebot vor Ort prüfen.

Digitale Erwartungen nicht abklären: Wer Wert auf eine hochmoderne App oder spezielle Online-Services legt, sollte dies vor einem Wechsel konkret erfragen.

Internationale Geschäfte unterschätzen: Für komplexe Auslandsgeschäfte kann die Kooperation mit Partnerbanken nötig sein, was den Prozess verlangsamen kann.

Für wen lohnt sich eine Genossenschaftsbank?

Diese Gruppen profitieren meist besonders.

Privatpersonen mit lokalem Bezug: Die die Filialnähe und persönliche Beratung schätzen.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Die eine hausbanknahe, flexible Betreuung benötigen.

Landwirte und Freiberufler: Für die es oft spezielle Beratungsangebote gibt.

Menschen, die Mitbestimmung schätzen: Die nicht nur Kunde, sondern Teil einer Gemeinschaft sein wollen.

Für rein digitale Nutzer, Anleger mit Fokus auf komplexe internationale Produkte oder Großkonzerne kann andere Banktypen passender sein. Checkliste: Die passende Genossenschaftsbank finden

Kläre deine primären Bedürfnisse ab: Brauchst du eher Kredite, Altersvorsorge oder ein tägliches Girokonto?

Vergleiche Konditionen für diese konkreten Produkte bei mindestens zwei Genossenschaftsbanken in deiner Region.

Frage nach den Bedingungen und Vorteilen einer Mitgliedschaft. Wie viele Geschäftsanteile sind nötig? Gibt es eine Dividende?

Teste die digitale Nutzbarkeit: Wie gut funktionieren Online-Banking und App im Alltag?

Vereinbare ein unverbindliches Gespräch mit einem Berater, um ein Gefühl für den Service zu bekommen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Genossenschaftsbanken und Sparkassen?

Genossenschaftsbanken sind Mitglieder- und eigentümergeführt, während Sparkassen öffentlich-rechtliche Institute mit kommunaler Trägerschaft sind. Genossenschaftsbanken konzentrieren sich stärker auf Mitgliedervorteile, Sparkassen auf den öffentlichen Auftrag.

Kann jeder Kunde bei einer Genossenschaftsbank werden?

Ja, grundsätzlich steht Genossenschaftsbanken allen offen. Für einige Geschäftsbereiche oder Vollmitgliedschaft kann eine Mitgliedschaft erforderlich sein, die meist durch Zeichnen von Geschäftsanteilen erworben wird.

Sind Einlagen bei Genossenschaftsbanken sicher?

Ja, Einlagen sind durch die gesetzliche Einlagensicherung und zusätzlich durch den institutionalen Schutz des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) abgesichert.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Genossenschaftsbanken und Sparkassen?

Genossenschaftsbanken sind Mitglieder- und eigentümergeführt, während Sparkassen öffentlich-rechtliche Institute mit kommunaler Trägerschaft sind. Genossenschaftsbanken konzentrieren sich stärker auf Mitgliedervorteile, Sparkassen auf den öffentlichen Auftrag.

Kann jeder Kunde bei einer Genossenschaftsbank werden?

Ja, grundsätzlich steht Genossenschaftsbanken allen offen. Für einige Geschäftsbereiche oder Vollmitgliedschaft kann eine Mitgliedschaft erforderlich sein, die meist durch Zeichnen von Geschäftsanteilen erworben wird.

Sind Einlagen bei Genossenschaftsbanken sicher?

Ja, Einlagen sind durch die gesetzliche Einlagensicherung und zusätzlich durch den institutionalen Schutz des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) abgesichert.