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WZ-Code 22.12.9 – Herstellung von sonstigen Gummiwaren a. n. g.

Der WZ-Code 22.19.0 (Herstellung von sonstigen Gummiwaren) ist eine Unterkategorie der Klassifikation der Wirtschaftszweige und erfasst Betriebe, die Gummiwaren produzieren, die nicht unter andere, spezifischere Codes...

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Übersicht

Informationen zu WZ-Code 22.12.9

Vollständige Bezeichnung Herstellung von sonstigen Gummiwaren a. n. g.
Abschnitt C - Verarbeitendes Gewerbe
Abteilung 22 - Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren
Gruppe 22.1 - Herstellung von Gummiwaren
Klasse 22.12 - Herstellung von sonstigen Gummiwaren
NACE Rev. 2.1 22.12.9
WZ 2008 Entsprechung 22.19.0
Kundensystematik 220

Compliance Risk Score

5 von 5 Faktoren bestanden

10 / 10
Wie wir diesen Score berechnen ->
Zuordnung

Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?

Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.

Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis

Vorgänger (WZ 2008)

Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .

Offizielle Hinweise

Umsteigeschlüssel

Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.

Einordnung

Was umfasst der WZ-Code 22.12.9?

Der WZ-Code 22.19.0 (Herstellung von sonstigen Gummiwaren) ist eine Unterkategorie der Klassifikation der Wirtschaftszweige und erfasst Betriebe, die Gummiwaren produzieren, die nicht unter andere, spezifischere Codes des Abschnitts 22 fallen. Typische Beispiele sind Gummibänder, Gummidichtungen, Gummiprofile oder Gummifüße. Der Code dient primär statistischen Zwecken, hat aber auch Relevanz für die Amtliche Statistik, die Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie bei der Unternehmensanmeldung. Entscheidend ist die Abgrenzung zu Codes für Reifen, Schläuche oder pharmazeutische Gummiartikel. Was fällt unter den WZ-Code 22.19.0?

Die Herstellung von sonstigen Gummiwaren umfasst ein breites Spektrum an Produkten, die aus vulkanisiertem Gummi oder Weichkautschuk gefertigt werden. Der Code fungiert als Auffanggruppe für Gummiwaren, für die keine eigene, detailliertere vierstellige Klassifizierung existiert.

Konkret sind dies unter anderem:

  • Gummibänder und Gummischnüre
  • Gummidichtungen, Dichtungsringe und Dichtungsprofile
  • Gummifüße, Gummipuffer und Antivibrationslager
  • Gummiwalzen (sofern nicht für Druckmaschinen, siehe 22.19.0)
  • Gummirohre ohne Verbindungsteile (für technische Anwendungen)
  • Gummiprodukte für den Haushalt wie Gummihandschuhe (haushaltsübliche)
  • Gummi-Matten und -Beläge

Verschiedenste geformte technische Gummitteile

Gemeinsam ist diesen Produkten, dass sie in der Regel durch Verfahren wie Vulkanisation aus Gummi hergestellt werden und nicht zu den dominierenden Kategorien wie Reifen oder Schläuchen zählen. Was wird ausdrücklich nicht von 22.19.0 erfasst?

Die Abgrenzung zu anderen WZ-Codes ist entscheidend, um Fehler in der statistischen Meldung zu vermeiden. Folgende Aktivitäten und Produkte fallen nicht unter 22.19.0, sondern unter andere, präzisere Codes:

  • Herstellung von Reifen und Schläuchen (WZ 22.11.0)
  • Herstellung von Gummi- und Kunststoffschuhen (WZ 15.20.0)
  • Herstellung von pharmazeutischen Gummiartikeln wie Saugern (WZ 21.20.7, falls spezifisch)
  • Herstellung von Spielwaren und Sportartikeln aus Gummi (WZ 32.40.4 bzw. 32.30.4)
  • Herstellung von Gummikleidung (WZ 14.19.4)
  • Veredelung von Gummi (oft in 22.19.0 oder spezifischen Codes)

Recycling von Gummiabfällen (WZ 38.32.0)

Diese Aufzählung ist nicht abschließend, zeigt aber die wichtigsten Abgrenzungspunkte. Im Zweifel bieten die Klassifikationssysteme NACE und Noga detailliertere hierarchische Verweise.

Häufige Fehler und Probleme bei der Zuordnung

Bei der Anwendung des Codes 22.19.0 schleichen sich oft Fehler ein, die zu falschen statistischen Daten führen können. Ein typischer Irrtum ist die Vermischung mit der Herstellung von Kunststoffwaren (Abschnitt 22.2). Gummi und Kunststoff sind unterschiedliche Materialien mit verschiedenen Codes. Ein Betrieb, der sowohl Gummi- als auch Kunststoffprofile herstellt, muss beide Tätigkeiten getrennt mit den jeweiligen Codes melden.

Ein weiteres Problem ist die unklare Abgrenzung bei komplexen Produkten. Ein Gummiteil mit metallischen Verbindungselementen könnte je nach Hauptmaterial und Herstellungsprozess unter 22.19.0 oder unter die Metallerzeugung fallen. Hier entscheidet der Schwerpunkt der Wertschöpfung. Auch die Zuordnung von recycelten Gummiprodukten ist kritisch; die reine Herstellung aus recyceltem Material kann unter 22.19.0 fallen, das Recycling selbst jedoch unter 38.32.0.

Die Interpretation von "sonstigen" ist manchmal schwammig. Für neu entwickelte Gummiwaren, die in keinem expliziten Ausschluss aufgeführt sind, ist 22.19.0 meist der korrekte Code. Bei Unsicherheit lohnt ein Blick in die offiziellen Klassifikationsverzeichnisse des Statistischen Bundesamtes oder eine Rücksprache mit der IHK.

Praktische Anwendung des Codes für Unternehmen

Für ein Unternehmen, das sich mit der Herstellung von Gummiwaren befasst, ist die korrekte Zuordnung des WZ-Codes nicht nur eine Formsache. Der Code wird bei der Gewerbeanmeldung abgefragt und fließt in die amtliche Statistik ein, welche wiederum Grundlage für wirtschaftspolitische Entscheidungen und Branchenanalysen ist. Eine falsche Zuordnung verzerrt diese Daten.

Für die eigene Betriebsstatistik und Benchmarking kann der präzise Code hilfreich sein, um sich mit vergleichbaren Unternehmen der gleichen Branche zu messen. Bei der Suche nach Förderprogrammen oder branchenspezifischen Regelungen wird oft der WZ-Code als Filterkriterium verwendet. Eine fehlerhafte Einstufung könnte dazu führen, dass man relevante Informationen oder Fördermöglichkeiten verpasst.

Im täglichen Geschäft hat der Code keine unmittelbare operative Relevanz, sondern dient überwiegend der administrativen und statistischen Einordnung des Unternehmens innerhalb der Volkswirtschaft.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Der WZ-Code 22.19.0 ist der spezifische Code für die Herstellung von diversen Gummiwaren, die nicht anderweitig klassifiziert sind. Seine korrekte Anwendung erfordert ein Verständnis dafür, was inkludiert ist und was ausdrücklich ausgeschlossen wird. Die größte Herausforderung liegt in der sauberen Abgrenzung zu Codes für Kunststoffwaren, Reifen und andere spezialisierte Gummiprodukte.

Für Unternehmen ist es ratsam, bei der Erstzuordnung oder bei einer Änderung des Produktspektrums die offiziellen Quellen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zu konsultieren oder beraten zu lassen, um Fehler von vornherein zu vermeiden. Der Code ist ein wichtiges Instrument für die statistische Abbildung des Wirtschaftszweigs "Gummiwarenherstellung" in Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Was umfasst der WZ-Code 22.12.9?

Der WZ-Code 22.12.9 beschreibt die Tätigkeit 'Herstellung von sonstigen Gummiwaren a. n. g.' innerhalb der WZ 2025.