WZ-Code 01.19.9 – Anbau von sonstigen ein- und zweijährigen Pflanzen a. n. g.
Der WZ-Code 01.19.9 klassifiziert den Anbau von ein- und zweijährigen Pflanzen, die nicht unter spezifischere Kategorien fallen.
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung inkl. Hinweise (1 Notizen)
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Offizielle Hinweise
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 01.19.9?
Der WZ-Code 01.19.9 klassifiziert den Anbau von ein- und zweijährigen Pflanzen, die nicht unter spezifischere Kategorien fallen. Dazu zählen bestimmte Zier-, Futter- oder Gewürzpflanzen. Die korrekte Zuordnung ist für statistische Meldungen und Betriebsabgrenzungen relevant, aber nicht immer trivial. Fehler bei der Einordnung können zu inkonsistenten Daten führen. Was Code 01.19.9 tatsächlich umfasst
Die Klassifikation 01.19.9 erfasst den Anbau von Pflanzen mit ein- oder zweijährigem Lebenszyklus, die nicht anderweitig in der WZ- oder NACE-Systematik genannt sind. Typische Beispiele sind:
- Einjährige Zierpflanzen wie Sonnenblumen oder Tagetes, sofern nicht für Saatguterzeugung angebaut
- Bestimmte Futterpflanzen wie einjährige Kleearten oder Gräsermischungen
- Einjährige Arznei- und Gewürzpflanzen, die nicht unter Gemüse oder Dauerkulturen fallen
Zweijährige Pflanzen wie einige Bienentrachtpflanzen oder Gründüngungspflanzen
Der Code dient primär der statistischen Erfassung durch das Statistische Bundesamt und ist für die amtliche Betriebsstatistik verpflichtend. Abgrenzung zu anderen Codes: Was hier nicht rein gehört
Oft wird Code 01.19.9 fälschlicherweise für Kulturen verwendet, die eindeutig anderen Kategorien zuzuordnen sind. Diese Abgrenzung ist kritisch:
- Nicht in 01.19.9
- Richtiger Code
- Begründung
- Getreide (Weizen, Gerste)
- 01.11
- Eigenständige Kategorie für Getreide
- Gemüse (Karotten, Spinat)
- 01.13
- Spezifischere Klassifikation vorhanden
- Mehrjährige Kulturen (Obst, Stauden)
- 01.2x oder 01.30
- Lebenszyklus überschreitet zwei Jahre
- Saatguterzeugung
- 01.64
- Eigenständige Aktivität, nicht Anbau
Eine fehlerhafte Zuordnung verzerrt nicht nur die Statistik, sondern kann bei Betrieben mit multiplem Anbau zu Inkonsistenzen in der Berichterstattung führen.
Praktische Probleme und häufige Fehler
Die Einordnung in 01.19.9 ist nicht immer eindeutig. Typische Fallstricke:
Mehrjährige Pflanzen in falscher Kategorie: Einige Pflanzen wie bestimmte Kleearten können je nach Sorte und Nutzung mehrjährig sein. Hier entscheidet der tatsächliche Anbauzyklus im Betrieb.
Überschneidungen mit Gemüse: Einige Kulturen wie Petersilie oder Dill können als Gemüse oder Gewürz angebaut werden. Die Zuordnung hängt von der primären Nutzung ab.
Statistische Meldepflicht: Kleinere Betriebe unterschätzen oft die Relevanz korrekter Codes für Agrarstatistiken und Förderanträge.
Im Zweifel sollte die zuständige Landwirtschaftskammer oder das Statistische Amt konsultiert werden.
Kriterien für die korrekte Zuordnung
Für die Entscheidung, ob eine Kultur unter 01.19.9 fällt, sind diese Punkte relevant:
- Lebensdauer: maximal zwei Vegetationsperioden
- Keine spezifischere Kategorie vorhanden (z.B. für Getreide oder Gemüse)
- Primärer Zweck ist der Anbau, nicht die Saatguterzeugung
Die Pflanze wird nicht als Dauerkultur genutzt
Bei Mischkulturen oder multiplen Nutzungen ist die Haupttätigkeit des Betriebs ausschlaggebend.
Rechtliche und administrative Implikationen
Der Code selbst hat keine direkten steuerlichen Konsequenzen, ist aber für folgende Prozesse relevant:
- Agrarstatistik und Betriebsregistrierung
- EU-Agrarförderanträge (sofern flächenbezogen)
Betriebliche Berichterstattung an Kammern und Ämter
Eine falsche Zuordnung kann zu Rückfragen oder Berichtigungspflichten führen, insbesondere wenn sie in offiziellen Meldungen verwendet wird.
Checkliste für die eigene Zuordnung
So vermeidest du Fehler bei der Code-Vergabe:
- Prüfe die Lebensdauer der Kultur: ein- oder zweijährig?
Gibt es einen spezifischeren Code (z.B. für Getreide, Gemüse)?
Wird Saatgut erzeugt? Dann evtl. 01.64.
Ist die Pflanze mehrjährig? Dann nicht 01.19.9.
Bei Unsicherheit: Amtliche Klassifikationshilfe nutzen oder anfragen.
Häufig gestellte Fragen
Welche konkreten Pflanzen fallen unter Code 01.19.9?
Dazu gehören beispielsweise Zierblumen wie Sonnenblumen oder Ringelblumen, bestimmte Futterpflanzen wie Kleearten (sofern nicht anderweitig klassifiziert), sowie einige Arznei- und Gewürzpflanzen, sofern sie ein- oder zweijährig sind und nicht unter spezifischere Codes wie Getreide oder Gemüse fallen.
Was ist der häufigste Fehler bei der Zuordnung zu diesem Code?
Häufig werden mehrjährige Kulturen fälschlicherweise hier eingeordnet. Code 01.19.9 ist ausschließlich für ein- und zweijährige Pflanzen vorgesehen. Mehrjährige Pflanzen wie Stauden oder Gehölze gehören in andere Kategorien, z.B. 01.30 (Zierpflanzenbau) oder 01.29 (Anbau sonstiger mehrjähriger Pflanzen).
Gibt es steuerliche oder förderrechtliche Besonderheiten für diese Kategorie?
Die Zuordnung selbst hat keine direkten steuerlichen Auswirkungen, sondern dient primär der statistischen Erfassung. Für Förderungen (z.B. EU-Agrarförderung) sind jedoch die konkreten Anbaukulturen und Betriebsstrukturen entscheidend, nicht allein der WZ-Code. Eine fehlerhafte Zuordnung kann jedoch zu Inkonsistenzen in der Berichterstattung führen.