WZ-Klasse 23.64 – Herstellung von Mörtel und sonstigem Beton, ohne Frischbeton
Die Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ) dient der statistischen Erfassung von Unternehmen.
Diese Klasse umfasst die Unterklasse 23.64.0 (gleiche Beschreibung).
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung vorhanden
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Zugehörige Codes
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 23.64.0?
Die Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ) dient der statistischen Erfassung von Unternehmen. Unter dem Code WZ 23.64.0 wird die „Herstellung von Mörtel und sonstigem Beton, ohne Frischbeton“ zusammengefasst. Diese Gruppe umfasst Betriebe, die Trockenmörtel, Trockenbeton, Trockenestrich und vergleichbare trockene Baustoffmischungen produzieren. Der entscheidende Unterschied zu anderen Betonherstellern liegt im Ausschluss von Frischbeton, der sofort nach der Produktion verarbeitet werden muss. Was bedeutet WZ 23.64.0 genau?
Der Code ist Teil des amtlichen Systems zur Einteilung von Unternehmen. Er zählt zur Abteilung 23 (Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden) und konkretisiert die Produktpalette. Im Fokus stehen Erzeugnisse, die in trockenem, pulvriger oder granulierter Form ausgeliefert und erst auf der Baustelle durch Zugabe von Wasser aktiviert werden.
Typische Produkte dieser Branche
Unternehmen dieses Wirtschaftszweigs fertigen eine Reihe von Bauprodukten für verschiedene Anwendungen. Die Bandbreite reicht von einfachen Mörtelmischungen bis zu komplexen Spezialbetonen.
Mauermörtel in trockener Form
Putzmörtel und Verlegemörtel
Trockenestrich
Trockenbeton für spezielle Anforderungen
Spachtelmassen und Ausgleichscompound
Fugenmörtel und andere mineralische Trockenmischungen
Abgrenzung zu anderen Wirtschaftszweigen
Die korrekte Zuordnung ist für die Statistik und auch für Unternehmen wichtig. Eine klare Trennung besteht insbesondere zur Frischbetonherstellung.
WZ 23.63.0 - Herstellung von Frischbeton: Dieser Code ist für Betriebe reserviert, die Beton fertig gemischt und transportfähig, also „frisch“, anliefern. Die Produkte von WZ 23.64.0 sind dagegen lagerfähig.
WZ 23.61.0 - Herstellung von Zement: Hier wird der wesentliche Rohstoff für viele Mörtel und Betone produziert. Ein Zementwerk fällt nicht unter 23.64.0, es sei denn, es mischt den Zement weiter zu fertigen Trockenprodukten.
WZ 23.69.0 - Herstellung von Gips und Gipserzeugnissen: Die Herstellung von reinen Gipsbauplatten oder Gipsstuck fällt nicht in diesen Bereich, sehr wohl aber die Produktion von Trockenputzmörteln auf Gipsbasis.
Praktische Relevanz und betriebliche Zuordnung
Für ein Unternehmen ist die korrekte Klassifizierung unter dem richtigen WZ-Code verpflichtend, da sie Grundlage für amtliche Statistiken, Branchenberichte und oft auch für Förderungen ist. Ein reiner Hersteller von Sackware wie Trockenmörtel wird eindeutig unter 23.64.0 fallen. Schwieriger wird die Zuordnung für Betriebe mit gemischtem Portfolio.
Ein Unternehmen, das sowohl eine Frischbetonanlage als auch eine Trockenmörtellinie betreibt, muss beide Tätigkeiten getrennt ausweisen. In der Regel wird dann der Schwerpunkt der Wertschöpfung oder des Umsatzes für die Hauptzuordnung herangezogen.
Häufige Fehler und Einschränkungen
Bei der Interpretation des Codes können Missverständnisse auftreten. Die Bezeichnung „ohne Frischbeton“ ist hier der entscheidende Schlüssel. Die Klassifikation erfasst nicht:
- Die Herstellung von Frischbeton (gehört zu 23.63.0).
Die reine Herstellung von Ausgangsstoffen wie Zement, Sand oder Kies.
Das Mischen von Frischbeton auf der Baustelle, da dies eine Bauleistung und keine herstellende Tätigkeit ist.
Die Herstellung von fertigen Betonwaren wie Fertigteilen oder Pflastersteinen (WZ 23.61.1).
Ein weiterer limitierender Faktor ist die reine Produktionsorientierung. Dienstleistungen wie die logistische Planung oder die technische Beratung rund um die Produkte werden von diesem Code nicht erfasst, auch wenn das sie anbietende Unternehmen ihn hauptsächlich trägt.
Häufig gestellte Fragen
Was umfasst der WZ-Code 23.64.0?
Der WZ-Code 23.64.0 beschreibt die Tätigkeit 'Herstellung von Mörtel und sonstigem Beton, ohne Frischbeton' innerhalb der WZ 2025.