WZ-Klasse 03.12 – Süßwasserfischerei
Der WZ-Code 03.12.0 bezeichnet die gewerbliche Süßwasserfischerei.
Diese Klasse umfasst die Unterklasse 03.12.0 (gleiche Beschreibung).
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung inkl. Hinweise (1 Notizen)
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?
Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.
Ebenfalls relevant für
Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Offizielle Hinweise
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.
Zugehörige Codes
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 03.12.0?
Der WZ-Code 03.12.0 bezeichnet die gewerbliche Süßwasserfischerei. Das umfasst den Fang von Fischen und anderen Wasserorganismen in Binnengewässern wie Flüssen, Seen und Teichen – aber nur, wenn es sich um eine wirtschaftliche Tätigkeit handelt. Privates Angeln fällt nicht darunter. Wer diesen Code für sein Gewerbe nutzt, muss auf klare Abgrenzungen achten, besonders zur Aquakultur und zur Meeresfischerei. Typische Fehler bei der Anmeldung oder Zuordnung können zu Problemen mit Behörden oder Statistiken führen. Was genau bedeutet Süßwasserfischerei im WZ-Code?
Die Süßwasserfischerei, klassifiziert unter 03.12.0, bezieht sich ausschließlich auf die Erwerbsfischerei in innerstaatlichen Gewässern. Dazu zählen:
- Der Fang von Speisefischen wie Forelle, Karpfen oder Hecht.
Die Entnahme von Muscheln oder Krebsen aus Süßwasser.
Fischerei für Besatz- oder Zuchtzwecke, sofern kein dauerhafter Halteprozess stattfindet.
Nebentätigkeiten wie das Anbieten von Angelmöglichkeiten gegen Entgelt.
Wichtig ist der wirtschaftliche Charakter. Hobbyfischer, die keinen Gewinn erzielen, benötigen diesen Code nicht. Abgrenzung zur Aquakultur (03.21.-)
Ein häufiges Problem ist die Verwechslung mit der Aquakultur. Während die Süßwasserfischerei den Fang wildlebender Bestände beschreibt, geht es bei der Aquakultur um die kontrollierte Aufzucht und Haltung in Becken, Teichen oder Kreislaufanlagen. Wenn Sie Fische züchten und nicht nur fangen, liegt der Fall oft im Bereich der Aquakultur. Eine klare Trennung ist für die korrekte Anmeldung essenziell. Unterschied zur Meeresfischerei (03.11.-)
Die Meeresfischerei (WZ-Code 03.11.0) operiert in salzhaltigen Gewässern wie Nord- oder Ostsee. Süßwasserfischerei findet dagegen ausschließlich im Binnenland statt. Gemischtbetriebe, die sowohl im Meer als auch in Binnengewässern fischen, müssen beide Codes anmelden. Eine pauschale Zuordnung zu nur einer Kategorie ist nicht zulässig.
Typische Tätigkeiten und was nicht dazu gehört
Neben dem eigentlichen Fischfang umfasst der Code auch unterstützende Aktivitäten:
- Beobachtung von Fischbeständen für den Fang.
Wartung von Fanggeräten und Booten für die Binnenfischerei.
Vermarktung des selbstgefangenen Fisches, sofern nicht als separate Handeltätigkeit ausgewiesen.
Nicht enthalten sind:
- Fischverarbeitung (gehört zu Verarbeitungsindustrien).
Angelverleihe oder Tourismus ohne Fangtätigkeit.
Wissenschaftliche Forschung ohne kommerziellen Hintergrund.
Häufige Fehler bei der Gewerbeanmeldung
Viele Unternehmer wählen den Code 03.12.0 unbedacht, obwohl ihre Tätigkeit anderswo hingehört. Typische Irrtümer:
- Aquakultur-Betriebe melden sich fälschlich als Fischerei an.
Fischzüchter, die auch angeln, nutzen nur einen Code, obwohl zwei nötig wären.
Gewässerbewirtschafter, die keine Fischerei betreiben, aber den Code angeben.
Das kann zu fehlerhaften Statistiken oder Nachfragen von Ämtern führen. Prüfen Sie im Zweifel genau, ob Ihr Kerngeschäft dem Fang oder der Zucht entspricht.
Rechtliche und ökologische Rahmenbedingungen
Die Süßwasserfischerei unterliegt strengen Regeln. Dazu zählen:
- Fischereirechte und Erlaubnispflichten in den Bundesländern.
Schonzeiten und Mindestmaße für bestimmte Fischarten.
Umweltauflagen nach Wasser- und Naturschutzgesetzen.
Ohne diese Genehmigungen ist eine gewerbliche Ausübung nicht möglich. Informieren Sie sich vor der Anmeldung bei der zuständigen Fischereibehörde.
Wirtschaftliche Bedeutung und Perspektiven
Die Süßwasserfischerei in Deutschland ist ein Nischensektor. Viele Betriebe sind klein und kombinieren die Fischerei mit anderen Tätigkeiten wie Gastronomie oder Teichwirtschaft. Die Nachfrage nach regionalem Fisch stärkt die Branche, jedoch gibt es Herausforderungen durch Gewässerverschmutzung und Artenschutz. Langfristig könnte nachhaltige Bewirtschaftung an Bedeutung gewinnen. Praxistipp: So wählen Sie den richtigen Code
Gehen Sie Schritt für Schritt vor, um Fehler zu vermeiden:
- Definieren Sie Ihre Haupttätigkeit: Fang oder Zucht?
Prüfen Sie den Ort: Binnengewässer oder Meer?
Konsultieren Sie im Zweifel die IHK oder einen Steuerberater.
Melden Sie bei Mischbetrieben alle zutreffenden Codes an.
Eine korrekte Zuordnung spart später Ärger und passt Ihre Betriebsstatistik ans tatsächliche Geschäft an.
Häufig gestellte Fragen
Was umfasst der WZ-Code 03.12.0?
Der WZ-Code 03.12.0 beschreibt die Tätigkeit 'Süßwasserfischerei' innerhalb der WZ 2025.