A Agrar
Klasse

WZ-Klasse 01.50 – Gemischte Landwirtschaft

Gemischte Landwirtschaft (WZ-Code 01.50.0) umfasst landwirtschaftliche Betriebe, die sowohl Pflanzenbau als auch Tierhaltung betreiben, ohne dass einer der Bereiche eindeutig dominiert.

Diese Klasse umfasst die Unterklasse 01.50.0 (gleiche Beschreibung).

Ebene Klasse
Tiefe 4/5
Untergeordnet 0
Verwandt 0
Übersicht

Informationen zu WZ-Klasse 01.50

Vollständige Bezeichnung Gemischte Landwirtschaft
Abschnitt A - Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
Abteilung 01 - Landwirtschaft, Jagd und damit verbundene Tätigkeiten
Gruppe 01.5 - Gemischte Landwirtschaft
Klasse 01.50 - Gemischte Landwirtschaft
Integrierte Unterklasse 01.50.0
NACE Rev. 2.1 01.50
WZ 2008 Entsprechung 01.50.0
Kundensystematik 010

Compliance Risk Score

5 von 5 Faktoren bestanden

10 / 10
Wie wir diesen Score berechnen ->

Vorgänger (WZ 2008)

Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .

Zugehörige Codes

Einordnung

Was umfasst der WZ-Code 01.50.0?

Gemischte Landwirtschaft (WZ-Code 01.50.0) umfasst landwirtschaftliche Betriebe, die sowohl Pflanzenbau als auch Tierhaltung betreiben, ohne dass einer der Bereiche eindeutig dominiert. Diese Betriebsform bietet Diversifizierungsvorteile, stellt aber auch besondere Anforderungen an Management und Betriebsführung. Die Klassifikation dient primär statistischen Zwecken und kann Auswirkungen auf Förderanträge oder betriebswirtschaftliche Beratung haben.

Definition und Abgrenzung der gemischten Landwirtschaft

Der WZ-Code 01.50.0 wird vom Statistischen Bundesamt vergeben und kennzeichnet Betriebe der gemischten Landwirtschaft. Entscheidend ist, dass weder der Umsatz aus dem Pflanzenbau noch der aus der Tierhaltung mehr als zwei Drittel des gesamten landwirtschaftlichen Umsatzes ausmacht. Diese Abgrenzung ist wichtig für die statistische Erfassung und die Einordnung in betriebswirtschaftliche oder förderrechtliche Kategorien.

Typische Beispiele sind Betriebe, die sowohl Ackerbau als auch Milchviehhaltung betreiben, oder Höfe mit Feldgemüsebau und Schweinemast. Die genaue Zuordnung erfolgt oft anhand von Schwellenwerten, die je nach Erhebungsmethode leicht variieren können.

Betriebswirtschaftliche Vor- und Nachteile

Gemischte Betriebe profitieren von einer Risikostreuung. Ertragsschwankungen in einem Bereich können durch stabile Erträge im anderen ausgeglichen werden. Diese Diversifizierung kann die betriebliche Widerstandsfähigkeit gegenüber Marktschwankungen oder Witterungsrisiken erhöhen.

Allerdings erfordert diese Betriebsform breiteres fachliches Know-how in beiden Bereichen. Investitionen in Maschinen, Lagerung und Stallungen können höher ausfallen, da zwei Betriebszweige parallel ausgestattet werden müssen. Die Arbeitsbelastung ist oft ganzjährig hoch, da saisonale Spitzen in beiden Bereichen anfallen.

Rechtliche und förderrechtliche Aspekte

Die Einstufung als gemischter Betrieb kann Auswirkungen auf Agrarförderanträge haben. Einige Länderprogramme oder EU-Agrarförderungen setzen spezifische Schwerpunkte, die für Mischbetriebe besonders relevant sein können, etwa Programme zur extensiven Beweidung oder zum Zwischenfruchtanbau.

Bei Cross-Compliance-Prüfungen müssen gemischte Betriebe die Anforderungen sowohl aus dem Pflanzenbau als auch aus der Tierhaltung erfüllen. Das betrifft etwa Düngeverordnung, Tierwohlstandards oder Greening-Auflagen. Eine lückenlose Dokumentation beider Betriebszweige ist essenziell.

Praktische Herausforderungen im Betriebsalltag

Die Arbeitsplanung in gemischten Betrieben erfordert hohe Flexibilität. Erntearbeiten im Ackerbau können mit arbeitsintensiven Phasen in der Tierhaltung kollidieren. Effiziente Maschinennutzung und gegebenenfalls der Zugang zu maschineller Nachbarschaftshilfe sind wichtig.

Die Flächennutzung muss sowohl den Bedürfnissen des Pflanzenbaus (Fruchtfolge, Bodengesundheit) als auch der Tierhaltung (Weide, Futterbau) gerecht werden. Eine integrierte Kreislaufwirtschaft, bei denen eigene Futtermittel angebaut und Wirtschaftsdünger verwertet werden, bietet Chancen für Ressourceneffizienz.

Vergleich mit spezialisierten Betriebsformen

  • Übersicht: Gemischte vs. spezialisierte Landwirtschaft
  • AspektGemischte LandwirtschaftSpezialisierte Betriebe
  • RisikostreuungHochNiedriger
  • InvestitionsbedarfBreiter, für zwei ZweigeFokussierter
  • ArbeitsbelastungGanzjährig, vielseitigOft saisonal konzentriert
  • MarktanpassungFlexiblerAbhängiger von Einzelmärkten
  • Häufige Fragen zur gemischten Landwirtschaft

Was bedeutet gemischte Landwirtschaft genau?

Gemischte Landwirtschaft bezeichnet landwirtschaftliche Betriebe, bei denen weder der Pflanzenbau noch die Tierhaltung deutlich überwiegt. Beide Betriebszweige tragen signifikant zum Umsatz bei, ohne dass einer dominiert.

Welche betriebswirtschaftlichen Besonderheiten gibt es?

Gemischte Betriebe haben diversifizierte Einkommensquellen, was Risiken streut. Allerdings erfordern sie breiteres Know-how und können höhere Investitionen in verschiedene Maschinen und Infrastrukturen benötigen.

Gibt es Fördermöglichkeiten für gemischte Landwirtschaft?

Ja, bestimmte Agrarumweltmaßnahmen oder Diversifizierungsprogramme können für gemischte Betriebe relevant sein. Die genauen Fördertatbestände variieren jedoch je nach Bundesland und EU-Agrarpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet gemischte Landwirtschaft genau?

Gemischte Landwirtschaft bezeichnet landwirtschaftliche Betriebe, bei denen weder der Pflanzenbau noch die Tierhaltung deutlich überwiegt. Beide Betriebszweige tragen signifikant zum Umsatz bei, ohne dass einer dominiert.

Welche betriebswirtschaftlichen Besonderheiten gibt es?

Gemischte Betriebe haben diversifizierte Einkommensquellen, was Risiken streut. Allerdings erfordern sie breiteres Know-how und können höhere Investitionen in verschiedene Maschinen und Infrastrukturen benötigen.

Gibt es Fördermöglichkeiten für gemischte Landwirtschaft?

Ja, bestimmte Agrarumweltmaßnahmen oder Diversifizierungsprogramme können für gemischte Betriebe relevant sein. Die genauen Fördertatbestände variieren jedoch je nach Bundesland und EU-Agrarpolitik.