WZ-Klasse 01.11 – Anbau von anderem Getreide als Reis sowie von Hülsenfrüchten und Ölsaaten
Der WZ-Code 01.11.0 klassifiziert den Anbau von Getreide (ohne Reis), Hülsenfrüchten und Ölsaaten.
Diese Klasse umfasst die Unterklasse 01.11.0 (gleiche Beschreibung).
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung vorhanden
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Zugehörige Codes
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 01.11.0?
Der WZ-Code 01.11.0 klassifiziert den Anbau von Getreide (ohne Reis), Hülsenfrüchten und Ölsaaten. Er dient der statistischen Erfassung und betrieblichen Zuordnung für Landwirte, Verwaltung und Wirtschaft. Die Abgrenzung zu anderen Codes ist entscheidend, um Fehler in der Meldung und Berichterstattung zu vermeiden. Welche Kulturen gehören zum WZ-Code 01.11.0?
Der Code umfasst den Anbau von:
- Getreide: Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Mais (sowohl Körnermais als auch Silomais zur Körnernutzung), Triticale, Hirse, Buchweizen, Quinoa.
Hülsenfrüchte: Ackerbohnen, Erbsen (Trockenerbsen), Lupinen, Linsen, Sojabohnen (sofern nicht für Frischgemüse angebaut).
Ölsaaten: Raps, Sonnenblumen, Lein, Mohn.
Reisanbau ist aus klimatischen und verfahrenstechnischen Gründen separat unter 01.12.0 klassifiziert. Was wird von diesem Code ausgeschlossen?
Nicht enthalten sind:
- Reisanbau (01.12.0)
- Saatgutvermehrung für diese Kulturen (01.64)
- Anbau von Gemüse-Hülsenfrüchten für den Frischmarkt (01.13)
- Anbau von Gewürzpflanzen (01.28)
- Mischbetriebe mit Schwerpunkt auf anderen Kulturen
- Praktische Anwendung und betriebliche Zuordnung
- Für Landwirte ist die korrekte Zuordnung wichtig für:
- Statistische Meldungen an Ämter
- Betriebliche Dokumentation und Förderanträge
Branchenbenchmarks und betriebswirtschaftliche Analysen
Ein Betrieb, der überwiegend Weizen und Raps anbaut, wird vollständig unter 01.11.0 klassifiziert. Bei gemischten Betrieben entscheidet der Schwerpunkt.
Häufige Fehler und Missverständnisse
Bei der Codierung treten regelmäßig Probleme auf:
- Reis wird fälschlich eingeschlossen: Reis hat einen eigenen Code und wird in Deutschland praktisch nicht angebaut.
Verwechslung mit Gemüseanbau: Sojabohnen für Tofu-Produktion fallen unter 01.11.0, Sojabohnen für Edamame als Frischgemüse unter 01.13.
Vernachlässigung der Saatgutvermehrung: Betriebe, die primär zertifiziertes Saatgut vermehren, gehören zu 01.64.
Fehlabgrenzung bei Mischbetrieben: Bei gleichgewichtiger Aufteilung mehrerer Sparten muss der Schwerpunkt definiert werden.
Vergleich der Klassifikationssysteme: WZ, NACE, NOGA
Der Code ist in verschiedenen Systemen ähnlich:
- System
- Code
- Bezeichnung
- Geltungsbereich
- WZ
- 01.11.0
- Anbau von Getreide (ohne Reis), Hülsenfrüchten und Ölsaaten
- Deutschland
- NACE
- 01.11
- Growing of cereals (except rice), leguminous crops and oil seeds
- EU
- NOGA
- 01.11.0
- Culture de céréales (à l'exclusion du riz), de légumineuses et de graines oléagineuses
- Schweiz
Die Definitionen sind harmonisiert, sodass eine Vergleichbarkeit gegeben ist.
Checkliste für die korrekte Zuordnung
So ordnen Sie Ihren Betrieb richtig zu:
- Liegt der betriebliche Schwerpunkt auf Getreide, Hülsenfrüchten oder Ölsaaten?
Wird Reis angebaut? (Falls ja, separate Codierung)
Dient der Anbau primär der Saatgutvermehrung?
Werden Hülsenfrüchte als Frischgemüse vermarktet?
Ist der Betrieb eindeutig einem anderen Code zuzuordnen (z.B. Gemüsebau)?
Wirtschaftliche Bedeutung und betriebliche Relevanz
Die unter 01.11.0 klassifizierten Kulturen bilden in Deutschland die Grundlage der pflanzlichen Erzeugung. Sie sind entscheidend für:
- Die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln
- Futtermittelproduktion
- Nachwachsende Rohstoffe
Fruchtfolgen und Bodenfruchtbarkeit
Für die Betriebe ist die Klassifikation vor allem bei Anträgen und Berichten relevant, weniger im täglichen Geschäft.
Häufig gestellte Fragen
Welche Kulturen fallen konkret unter den WZ-Code 01.11.0?
Dazu zählen Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Mais (Körner- und Silomais), Triticale, Hirse, Buchweizen, Quinoa, Ackerbohnen, Erbsen, Lupinen, Linsen, Sojabohnen, Raps, Sonnenblumen, Lein und Mohn. Reis ist explizit ausgeschlossen.
Was ist der Unterschied zwischen WZ, NACE und NOGA?
WZ (Wirtschaftszweigklassifikation) ist die deutsche, NACE die europäische und NOGA die schweizerische Klassifikation. Der Code 01.11.0 ist in allen drei Systemen weitgehend identisch und bezeichnet denselben Wirtschaftszweig.
Welche Fehler werden häufig bei der Zuordnung zu diesem Code gemacht?
Häufige Fehler sind die fälschliche Einbeziehung von Reis, die Vermischung mit dem Gemüseanbau (z.B. von Sojabohnen für Frischmarkt), die Nichtbeachtung von Saatgutvermehrung als separate Tätigkeit und die fehlerhafte Abgrenzung zu gemischten Betrieben.