WZ-Code 22.26.1 – Herstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Der Wirtschaftszweigcode 22.26.1 der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2025) umfasst die Herstellung von Haushalts- und Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen.
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung inkl. Hinweise (1 Notizen)
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?
Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.
Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Offizielle Hinweise
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 22.26.1?
Der Wirtschaftszweigcode 22.26.1 der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2025) umfasst die Herstellung von Haushalts- und Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen. Dazu zählen Gegenstände wie Aufbewahrungsboxen, Haushaltsutensilien, Küchenhelfer oder Wäschepflegeprodukte, die durch Verfahren wie Spritzguss oder Extrusion gefertigt werden. Unternehmen in dieser Branche müssen Materialeigenschaften, Produktsicherheit und zunehmend Nachhaltigkeitsanforderungen beachten. Was unter WZ 22.26.1 fällt
Die Klassifikation 22.26.1 ist Teil der Gruppe 22.26 (Herstellung von sonstigen Kunststoffwaren) und spezifiziert sich auf Produkte für den Haushalt. Typische Erzeugnisse sind:
- Kunststoffbehälter und -dosen für die Aufbewahrung
- Haushaltsbürsten, Besen und Reinigungsutensilien
- Küchenartikel wie Schneidebretter, Schüsseln oder Rührlöffel
- Wäschekörbe, Wäscheklammern und andere Textilpflegeprodukte
Hauswirtschaftliche Hilfsmittel aus Kunststoff
Nicht hierin enthalten sind kunststoffbeschichtete Textilien, Verpackungen oder technische Bauteile, die anderen WZ-Codes zugeordnet sind.
Herstellungsverfahren im Überblick
Für die Produktion von Haushaltsartikeln aus Kunststoff kommen mehrere gängige Verfahren zum Einsatz, die sich nach Form, Stückzahl und Material richten.
Spritzguss für komplexe Formen
Spritzguss ist das dominierende Verfahren für massenhaft produzierte Haushaltsartikel mit detaillierten Formen. Geschmolzener Kunststoff wird unter Hochdruck in eine Form gespritzt, abgekühlt und als fertiges Teil entnommen. Typische Produkte sind Schüsseln, Deckel oder Werkzeuggiffe.
Extrusion für lange Profile
Bei der Extrusion wird der Kunststoff durch eine Düse gepresst und kontinuierlich in Form gebracht. Dies eignet sich für lineare Produkte wie Kunststoffleisten, Stangen oder bestimmte Arten von Haushaltsbürsten.
Thermoformen für Hohlkörper
Beim Thermoformen werden Kunststoffplatten erhitzt und über eine Form gezogen, um Hohlkörper wie Aufbewahrungsboxen oder Tabletts herzustellen. Das Verfahren ist oft kostengünstiger für mittlere Stückzahlen.
Wichtige Kunststoffmaterialien
Für Haushaltsartikel werden überwiegend Standardkunststoffe verwendet, die sich durch gute Verarbeitbarkeit, Haltbarkeit und Unbedenklichkeit auszeichnen.
Polypropylen (PP): Häufig für Lebensmittelkontakt, hitzebeständig und robust
Polyethylen (PE): Weich und flexibel, oft für Behältnisse und Haushaltsutensilien
Polystyrol (PS): Starr und glasklar, verwendet für Aufbewahrungsdosen oder transparente Teile
ABS-Kunststoff: Hochfest und schlagzäh, ideal für langlebige Haushaltsgegenstände
Die Materialwahl hängt von Faktoren wie chemischer Beständigkeit, Lebensmitteltauglichkeit oder mechanischer Belastbarkeit ab.
Rechtliche Anforderungen und Normen
Hersteller von Haushaltsartikeln aus Kunststoff müssen diverse regulatorische Vorgaben einhalten, besonders bei Produkten mit Lebensmittelkontakt oder für den Heimgebrauch.
Die europäische Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 regelt Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Dazu gehören Migrationsgrenzwerte und Unbedenklichkeitsnachweise. Für Spielzeug oder Kinderprodukte gelten zusätzlich die Anforderungen der Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG.
National kann das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) weitere Pflichten vorgeben, etwa zur Kennzeichnung oder Rückverfolgbarkeit.
Häufige Herausforderungen und Fehlerquellen
In der Praxis sehen sich Hersteller mit mehreren typischen Problemen konfrontiert, die Planung und Qualitätssicherung erfordern.
Materialinhomogenitäten können zu Schwachstellen oder Bruch führen, besonders bei Recyclat-Einsatz. Ungenauigkeiten in der Formkonstruktion verursachen oft Nacharbeit oder Ausschuss. Bei der Farbgebung sind Batch-Unterschiede ein häufiger Qualitätsmangel.
Viele Betriebe unterschätzen zudem die Anforderungen an Dokumentation und Konformitätsbewertung, was zu rechtlichen Risiken führt.
Nachhaltigkeit und Recycling
Kunststoffhaushaltsartikel stehen im Fokus von Kreislaufwirtschaft und Recyclingbemühungen. Hersteller setzen zunehmend auf Rezyklate aus Haushaltskunststoffabfällen oder biobasierte Polymere.
Die sortenreine Trennung von Kunststoffen ist entscheidend für recyclingfähige Produkte. Design-for-Recycling-Prinzipien vermeiden Verbundmaterialien und erleichtern die Wiederverwertung. Transparente Kommunikation zum Recyclingweg hilft Verbrauchern und stärkt die Akzeptanz.
Häufig gestellte Fragen
Was umfasst der WZ-Code 22.26.1?
Der WZ-Code 22.26.1 beschreibt die Tätigkeit 'Herstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen' innerhalb der WZ 2025.