WZ-Klasse 46.24 – Großhandel mit Häuten, Fellen und Leder
Der Großhandel mit Häuten, Fellen und Leder (WZ 46.24.0) umfasst den Handel mit Rohhäuten, gegerbten Fellen und Lederwaren in großem Maßstab.
Diese Klasse umfasst die Unterklasse 46.24.0 (gleiche Beschreibung).
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung vorhanden
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?
Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.
Ebenfalls relevant für
Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Zugehörige Codes
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 46.24.0?
Der Großhandel mit Häuten, Fellen und Leder (WZ 46.24.0) umfasst den Handel mit Rohhäuten, gegerbten Fellen und Lederwaren in großem Maßstab. Dieser Sektor unterliegt spezifischen rechtlichen Anforderungen, insbesondere bei Dokumentation, Herkunftsnachweisen und artenschutzrechtlichen Vorschriften. Erfolgreich agieren können Händler, die sich mit internationalen Handelsbestimmungen, Qualitätsstandards und Marktmechanismen auskennen. Die größten Hürden liegen oft in der korrekten Abwicklung von Importen und der Einhaltung von Tierschutz- und Artenschutzgesetzen.
Rechtliche Grundlagen und Klassifikation
Die Tätigkeit wird im deutschen Klassifikationssystem unter dem Code 46.24.0 geführt. Diese Klassifikation gehört zur übergeordneten Gruppe 46.2 (Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren). Rechtlich relevant sind vor allem das Handelsgesetzbuch, die EU-Binnenmarktbestimmungen und artenschutzrechtliche Vorschriften wie die CITES-Verordnung. Die gewerberechtliche Anmeldung ist obligatorisch, wobei keine spezielle Genehmigung für den Großhandel an sich erforderlich ist – sofern keine besonderen Güter gehandelt werden.
Dokumentations- und Nachweispflichten
Die lückenlose Dokumentation ist entscheidend. Für jede Transaktion müssen Herkunftsnachweise, veterinärrechtliche Bescheinigungen und bei geschützten Arten CITES-Dokumente vorliegen. Bei Importen aus Drittländern sind Zolldokumente und Einfuhrgenehmigungen notwendig. Die Aufbewahrungsfristen betragen mindestens zehn Jahre. Elektronische Systeme zur Nachverfolgung sind empfehlenswert, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben.
Typische Fehler und wie man sie vermeidet
Viele Probleme entstehen durch unvollständige Dokumentation, besonders bei der Einfuhr. Fehlende CITES-Genehmigungen für geschützte Arten führen regelmäßig zu Beschlagnahmungen und Strafen. Auch mangelhafte Lagerung, die zu Qualitätsverlusten führt, ist ein häufiger betriebswirtschaftlicher Fehler. Klare Prozesse und Schulung der Mitarbeiter zu artenschutzrechtlichen Vorschriften minimieren diese Risiken.
Marktchancen und wirtschaftliche Perspektiven
Der Markt für Leder und Felle ist global ausgerichtet. Stabile Nachfrage besteht in der Möbel-, Automobil- und Modeindustrie. Nischenmärkte für nachhaltig und transparent produzierte Ware wachsen. Direktbeziehungen zu Gerbereien und Produzenten in Herkunftsländern können Wettbewerbsvorteile bringen. Die Preisschwankungen bei Rohhäuten sind jedoch erheblich und erfordern marktkundiges Handeln. Praktische Umsetzung: Ein Checklisten-Ansatz
Für den Markteinstieg oder die Überprüfung bestehender Prozesse hilft eine fokussierte Checkliste:
- Gewerbeanmeldung mit korrekter NACE-/WZ-Code-Zuordnung
- Klarheit über die gehandelten Arten und deren Schutzstatus (CITIS-Liste prüfen)
- Dokumentationssystem für Herkunft, Mengen und Transaktionen
- Veterinärrechtliche Anforderungen für Importe klären
- Lagerungs- und Transportbedingungen planen
- Versicherungsschutz für Ware und Haftungsrisiken prüfen
Häufige Fragen zum Großhandel mit Häuten, Fellen und Leder
Welche Dokumente benötige ich für den internationalen Handel mit Fellen?
Für den internationalen Handel, besonders mit geschützten Arten, ist eine CITES-Genehmigung erforderlich. Zusätzlich brauchen Sie Handelsrechnungen, Herkunftsnachweise und veterinärrechtliche Bescheinigungen. Die genauen Anforderungen hängen vom Herkunftsland und der Art der Ware ab.
Kann ich als Einzelunternehmer mit Häuten und Fellen handeln?
Ja, grundsätzlich schon. Sie müssen jedoch ein Gewerbe anmelden und die spezifischen rechtlichen Anforderungen für diesen Handel beachten. Bei bestimmten Tierarten oder Importen aus Nicht-EU-Ländern können zusätzliche Genehmigungen notwendig sein.
Welche häufigen Fehler sollten Händler vermeiden?
Häufige Fehler sind unklare Herkunftsnachweise, Nichtbeachtung von Artenschutzbestimmungen (CITES), mangelhafte Lagerungsbedingungen und fehlende veterinärrechtliche Kontrollen. Auch unvollständige Dokumentation beim EU-Import führt regelmäßig zu Problemen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Dokumente benötige ich für den internationalen Handel mit Fellen?
Für den internationalen Handel, besonders mit geschützten Arten, ist eine CITES-Genehmigung erforderlich. Zusätzlich brauchen Sie Handelsrechnungen, Herkunftsnachweise und veterinärrechtliche Bescheinigungen. Die genauen Anforderungen hängen vom Herkunftsland und der Art der Ware ab.
Kann ich als Einzelunternehmer mit Häuten und Fellen handeln?
Ja, grundsätzlich schon. Sie müssen jedoch ein Gewerbe anmelden und die spezifischen rechtlichen Anforderungen für diesen Handel beachten. Bei bestimmten Tierarten oder Importen aus Nicht-EU-Ländern können zusätzliche Genehmigungen notwendig sein.
Welche häufigen Fehler sollten Händler vermeiden?
Häufige Fehler sind unklare Herkunftsnachweise, Nichtbeachtung von Artenschutzbestimmungen (CITES), mangelhafte Lagerungsbedingungen und fehlende veterinärrechtliche Kontrollen. Auch unvollständige Dokumentation beim EU-Import führt regelmäßig zu Problemen.