WZ-Klasse 46.21 – Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln
Der Wirtschaftszweigcode (WZ) 46.21.0 dient der statistischen Erfassung von Unternehmen, deren Haupttätigkeit der Großhandel mit spezifischen landwirtschaftlichen Rohstoffen ist.
Diese Klasse umfasst die Unterklasse 46.21.0 (gleiche Beschreibung).
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung vorhanden
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?
Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.
Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Zugehörige Codes
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 46.21.0?
Der Wirtschaftszweigcode (WZ) 46.21.0 dient der statistischen Erfassung von Unternehmen, deren Haupttätigkeit der Großhandel mit spezifischen landwirtschaftlichen Rohstoffen ist. Die korrekte Zuordnung ist für die Gewerbeanmeldung und amtliche Statistiken verpflichtend. Der Code umfasst den Handel mit Getreide, unverarbeitetem Tabak (Rohtabak), Saatgut für die landwirtschaftliche Nutzung und Futtermitteln für Nutz- und Haustiere. Die gelisteten Waren werden in unverarbeiteter, roher Form gehandelt. Eine Verarbeitung, die über Reinigung, Trocknung oder Sortierung hinausgeht, fällt typischerweise in andere Kategorien. Was der WZ-Code 46.21.0 klassifiziert
Die Klassifikation nach der Wirtschaftszweigsystematik ist präzise. Der Großhandel im Sinne dieses Codes bezieht sich auf die Vermarktung von Waren an Wiederverkäufer, gewerbliche Nutzer wie Landwirte oder Futtermittelhersteller, und nicht an private Endverbraucher. Die spezifischen Warenkategorien sind:
- Getreide: Beispielsweise Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais (Körnermais) und Reis in Rohform.
Rohtabak: Getrocknete, aber nicht weiter industriell verarbeitete Tabakblätter.
Saatgut: Zertifiziertes Saatgut für die Aussaat in der Landwirtschaft, im Gartenbau oder Forst.
Futtermittel: Einzelfuttermittel wie Sojaschrot, Getreideschrote, Maiskleberfutter oder mineralische Futterstoffe, aber auch Mischfuttermittel in grundlegender Form.
Abgrenzung: Was nicht unter 46.21.0 fällt
Die häufigsten Fehler bei der Code-Zuordnung entstehen durch unklare Abgrenzung. Folgende Aktivitäten werden explizit nicht von diesem Code erfasst:
- Der Großhandel mit lebenden Tieren (WZ 46.22.0).
Der Handel mit verarbeiteten Tabakwaren wie Zigaretten oder Zigarren (WZ 46.18.2).
Der Vertrieb von verarbeiteten Lebensmitteln für den menschlichen Verzehr (z.B. Mehl, Backwaren) – diese fallen unter WZ 46.3.
Die eigentliche landwirtschaftliche Erzeugung der Rohstoffe.
Die Lagerung von Gütern für Dritte als reine Dienstleistung ohne Handelsfunktion.
Rechtliche und behördliche Anforderungen
Die Aufnahme der Tätigkeit erfordert eine standardmäßige Gewerbeanmeldung. Darüber hinaus unterliegen die gehandelten Waren besonderen Rechtsvorschriften, die beachtet werden müssen. Diese können je nach Produktgruppe variieren und umfassen:
- Vorschriften des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) sowie der Futtermittelhygieneverordnung.
Anforderungen des Saatgutverkehrsgesetzes (SaatG) für den Handel mit zertifiziertem Saatgut.
Bestimmungen des Tabaksteuergesetzes und des Tabakerzeugnisgesetzes für Rohtabak.
Vorschriften aus dem Handelsklassenrecht für bestimmte Getreidearten.
Eine genaue Prüfung der für das eigene Sortiment relevanten spezifischen Regelungen ist unerlässlich. Bei Unsicherheiten sollte rechtlicher Rat eingeholt werden.
Praktische Herausforderungen und betriebliche Aspekte
Unternehmen in diesem Sektor operieren in einem volatilen Marktumfeld. Die Preise für Agrarrohstoffe unterliegen starken Schwankungen, beeinflusst durch globale Ernteerträge, politische Entscheidungen und Nachfrageentwicklungen. Typische operative Herausforderungen sind:
- Die Sicherstellung einer konstanten Qualität der Rohwaren.
Die Organisation einer fachgerechten Lagerung, die Qualitätsverluste vermeidet (z.B. Schutz vor Feuchtigkeit, Schädlingen).
Das Management von Lieferketten und logistischen Herausforderungen, besonders bei internationalem Handel.
Die Absicherung gegen Preisschwankungen auf den Rohstoffmärkten.
Vergleich mit ähnlichen Wirtschaftszweigcodes
Die Abgrenzung zu benachbarten Codes ist für eine korrekte Meldung kritisch. Die folgende Tabelle hilft bei der Differenzierung.
- WZ-Code
- Bezeichnung
- Hauptunterschied zu 46.21.0
- 46.21.0
- Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln
- –
- 46.11.0
- Großhandel mit Agrarrohstoffen und lebenden Tieren
- Schließt explizit lebende Tiere mit ein.
- 46.18.2
- Großhandel mit Tabakwaren
- Bezieht sich auf fertige, verarbeitete Tabakerzeugnisse.
- 46.22.0
- Großhandel mit Blumen und Pflanzen
- Fokussiert auf Zierpflanzen, Blumen, Setzlinge.
- 10.9.0
- Herstellung von Fertigfuttermitteln
- Bezeichnet die produzierende, verarbeitende Tätigkeit, nicht den Handel.
- Checkliste für die korrekte Code-Zuordnung
Beantworten Sie diese Fragen, um die passende Klassifikation für Ihr Unternehmen zu finden:
- Handelt es sich um eine Großhandelstätigkeit (B2B)?
Ist das gehandelte Produkt eines der folgenden: Getreide, Rohtabak, Saatgut oder Futtermittel?
Befindet sich das Produkt in unverarbeiteter, roher Form?
Ist diese Tätigkeit der operative Schwerpunkt des Unternehmens?
Wenn Sie alle Fragen mit Ja beantworten, ist WZ 46.21.0 sehr wahrscheinlich der richtige Hauptcode. Bei Nein-Anworten prüfen Sie die Codes in der Vergleichstabelle.
Häufige Fehler und zu beachtende Einschränkungen
Die Praxis zeigt wiederkehrende Problemfelder. Ein häufiger Fehler ist die Vermischung von Handels- und Produktionstätigkeit. Ein Unternehmen, das beispielsweise Futtermittel nicht nur handelt, sondern selbst mischt und thereby verarbeitet, benötigt likely einen zusätzlichen oder anderen Code aus der Produktionsgruppe (Abschnitt C). Ein weiterer typischer Fall ist der Handel mit both Rohstoffen und verarbeiteten Produkten (z.B. Getreide und Mehl). Hier muss der Schwerpunkt der Tätigkeit ermittelt werden; oft ist die Meldung eines zweiten Codes erforderlich. Die alleinige Nutzung von 46.21.0 wäre in diesen Fällen unzutreffend und könnte zu fehlerhaften statistischen Daten führen.
Häufig gestellte Fragen
Was umfasst der WZ-Code 46.21.0 genau?
Der Code klassifiziert den Großhandel mit unverarbeiteten Agrarrohstoffen: Getreide, Rohtabak, Saatgut für die Aussaat und Futtermittel für Tiere. Der Handel mit lebenden Tieren oder verarbeiteten Lebensmitteln fällt nicht darunter.
Welche rechtlichen Anforderungen gelten für diese Großhandelsaktivität?
Neben der standardmäßigen Gewerbeanmeldung können je nach Produkt spezifische Vorschriften des Lebensmittel- und Futtermittelrechts, des Saatgutverkehrsgesetzes oder des Tabakrechts greifen. Eine Überprüfung der konkreten Produktpalette ist essenziell.
Kann ein Unternehmen mehrere WZ-Codes haben?
Ja, wenn ein Unternehmen neben dem Großhandel mit diesen Rohstoffen auch andere Tätigkeiten ausübt, wie z.B. eigene Lagerlogistik oder den Handel mit verarbeiteten Produkten, sind zusätzliche oder andere Codes notwendig.