WZ-Klasse 23.42 – Herstellung von Sanitärkeramik
Was der Code 23.42.0 genau klassifiziert Der WZ-Code 23.42.0 (Herstellung von Sanitärkeramik) ist Teil der statistischen Systematik der Wirtschaftszweige in Deutschland.
Diese Klasse umfasst die Unterklasse 23.42.0 (gleiche Beschreibung).
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung inkl. Hinweise (1 Notizen)
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Offizielle Hinweise
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.
Zugehörige Codes
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 23.42.0?
Was der Code 23.42.0 genau klassifiziert
Der WZ-Code 23.42.0 (Herstellung von Sanitärkeramik) ist Teil der statistischen Systematik der Wirtschaftszweige in Deutschland. Er dient dazu, Unternehmen, die keramische Sanitärprodukte herstellen, einheitlich zu erfassen. Die Klassifikation hilft bei der Erstellung von Branchenstatistiken, volkswirtschaftlichen Analysen und bei der Zuordnung von Unternehmen zu ihrem Haupttätigkeitsfeld. Es handelt sich um eine reine Klassifikation – sie gibt keine Auskunft über Produktqualität, Herstellungsverfahren oder Materialeigenschaften.
Produkte, die unter diese Klassifikation fallen
Die Herstellung folgender keramischer Sanitärerzeugnisse fällt in den Bereich 23.42.0:
- Waschbecken und Waschtische aus Keramik
- Toilettenschüsseln (inklusive WC-Keramik mit Spülkasten)
- Bidets
- Urinale
- Badewannen aus Keramik
- Ablaufgarnituren und Ablaufstutzen aus Keramik
Spülkästen aus Keramik
Gemeinsam ist diesen Produkten, dass sie aus gebrannter Keramik (i.d.R. Feinkeramik) gefertigt werden und für den Sanitärbereich bestimmt sind.
Was ausdrücklich nicht enthalten ist
Oft kommt es zu Verwechslungen, welche Produkte nicht unter diesen Code fallen. Ausgeschlossen sind:
- Badewannen aus Stahl, Acryl oder anderen Nicht-Keramik-Materialien
- Duschwannen und Duschkabinen (sofern nicht keramisch)
- Armaturen, Mischbatterien und Zubehör aus Metall oder Kunststoff
- Die Installation und Montage von Sanitärkeramik (fällt unter Baugewerbe)
- Sanitärkeramik aus Kunststein oder Compound-Materialien
Häufige Fehler bei der Zuordnung
Unternehmen und auch Behörden ordnen sometimes fälschlicherweise Tätigkeiten diesem Code zu, die nicht hierher gehören. Typische Fehler:
- Zuordnung von Handel mit Sanitärkeramik (gehört zum Groß- oder Einzelhandel)
- Erfassung von Handwerksbetrieben, die Sanitärkeramik installieren
Zuordnung von Herstellern, die nur Teile aus Kunststoff oder Metall für Sanitärkeramik produzieren
Eine korrekte Zuordnung ist wichtig, da sie Auswirkungen auf Branchenkennzahlen und sometimes auf Förderfähigkeiten haben kann.
Praktische Bedeutung für Hersteller
Für Unternehmen, die Sanitärkeramik herstellen, hat die korrekte Klassifizierung mehrere Aspekte:
- Sie müssen sich bei statistischen Ämtern und sometimes bei der IHK unter diesem Code melden.
Die Zuordnung kann bei Anträgen für branchenspezifische Förderprogramme relevant sein.
Für Marktanalysen und Benchmarks ist die korrekte Einordnung essentiell.
Es ist kein Qualitätssiegel, sondern eine reine statistische Kategorie.
Materialien und Herstellungsverfahren im Überblick
Sanitärkeramik wird überwiegend aus Feinkeramik (oft Feinsteinzeug) gefertigt. Typische Herstellungsschritte:
- Aufbereitung des keramischen Rohmaterials (Ton, Kaolin, Feldspat, Quarz)
- Formgebung durch Gießen in Gipsformen oder Pressen
- Trocknung der Rohlinge
- Brennen bei Temperaturen zwischen 1200 und 1300°C
- Glasieren und dekoratives Finish
Qualitätskontrolle und Verpackung
Die genauen Verfahren variieren je nach Hersteller und Produkttyp.
Qualitätsmerkmale jenseits der Klassifikation
Obwohl der WZ-Code keine Qualitätsstandards setzt, gibt es wichtige Kriterien für gute Sanitärkeramik:
- Dichte und geringe Porosität des Scherbens (verhindert Flecken und Gerüche)
- Abriebfeste und chemikalienbeständige Glasur
- Stabilität und Bruchfestigkeit
- Präzise Passform und Maßhaltigkeit
Leichte Reinigung und Hygiene
Diese Eigenschaften werden durch Produktnormen (z.B. DIN EN) und herstellereigene Qualitätskontrollen sichergestellt.
Ökologische und wirtschaftliche Aspekte
Die Herstellung von Sanitärkeramik ist energieintensiv due to des Brennprozesses. Moderne Hersteller setzen daher zunehmend auf:
- Energieeffiziente Brennöfen und Wärmerückgewinnung
- Recycling von Wasser und Rohmaterialien im Produktionsprozess
Langlebige Produkte, die decades halten
Ökobilanzen zeigen, dass die lange Nutzungsdauer den initialen Energieaufwand often kompensiert.
Checkliste für die korrekte Einordnung
So stellen Sie sicher, dass Sie den Code 23.42.0 korrekt anwenden:
- Handelt es sich um ein keramisches Erzeugnis? (ja/nein)
- Ist es für sanitäre Zwecke bestimmt? (ja/nein)
- Wird es hergestellt und nicht nur gehandelt oder installiert? (ja/nein)
Fällt es nicht unter andere Codes wie 23.41 (Fliesen) oder 23.49 (sonstige Keramik)? (ja/nein)
Wenn alle Fragen mit ja beantwortet werden, ist die Zuordnung zu 23.42.0 korrekt.
Zusammenfassung der key points
Der WZ-Code 23.42.0 erfasst Unternehmen, die keramische Sanitärprodukte wie Waschbecken, Toiletten und Bidets herstellen. Er ist eine reine statistische Klassifikation ohne qualitative Aussage. Wichtig ist die klare Abgrenzung zu Nicht-Keramik-Produkten und zu Handel und Handwerk. Für Hersteller ist die korrekte Zuordnung bei behördlichen Meldungen und Branchenvergleichen relevant.
Häufig gestellte Fragen
Welche konkreten Produkte fallen unter den WZ-Code 23.42.0?
Dazu gehören keramische Waschbecken, Toilettenschüsseln, Bidets, Urinale und Badewannen aus Keramik. Auch Ablauf- und Spülkasten aus Keramik sind eingeschlossen.
Was ist vom Geltungsbereich des Codes 23.42.0 ausgeschlossen?
Nicht enthalten sind Badewannen aus Acryl oder Stahl, Duschkabinen aus Kunststoff, Armaturen aus Metall sowie die Installation der Sanitärkeramik.
Warum ist die korrekte Klassifizierung nach WZ 23.42.0 wichtig?
Sie dient der einheitlichen statistischen Erfassung von Unternehmen, ist relevant für amtliche Statistiken, Branchenanalysen und sometimes für Förderanträge oder behördliche Meldungen.
Gibt es Qualitätsstandards für Sanitärkeramik nach dieser Klassifikation?
Der WZ-Code selbst definiert keine Qualitätsstandards. Diese werden durch separate Produktnormen (z.B. DIN EN 997 für WC-Becken) und Herstellervorgaben geregelt.