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Klasse

WZ-Klasse 20.60 – Herstellung von Chemiefasern

Der WZ-Code 20.60.0 klassifiziert die Herstellung von Chemiefasern – also synthetischen und künstlichen Fasern – in industriellem Maßstab.

Diese Klasse umfasst die Unterklasse 20.60.0 (gleiche Beschreibung).

Ebene Klasse
Tiefe 4/5
Untergeordnet 0
Verwandt 0
Übersicht

Informationen zu WZ-Klasse 20.60

Vollständige Bezeichnung Herstellung von Chemiefasern
Abschnitt C - Verarbeitendes Gewerbe
Abteilung 20 - Herstellung von chemischen Erzeugnissen
Gruppe 20.6 - Herstellung von Chemiefasern
Klasse 20.60 - Herstellung von Chemiefasern
Integrierte Unterklasse 20.60.0
NACE Rev. 2.1 20.60
WZ 2008 Entsprechung 20.60.0
Kundensystematik 200

Compliance Risk Score

5 von 5 Faktoren bestanden

10 / 10
Wie wir diesen Score berechnen ->

Vorgänger (WZ 2008)

Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .

Zugehörige Codes

Einordnung

Was umfasst der WZ-Code 20.60.0?

Der WZ-Code 20.60.0 klassifiziert die Herstellung von Chemiefasern – also synthetischen und künstlichen Fasern – in industriellem Maßstab. Doch hinter der trockenen Klassifikation verbergen sich praktische Tücken: Was zählt wirklich dazu, wo endet die Zuordnung, und welche Fehler unterlaufen regelmäßig? Wir klären auf, ohne juristischen Schleier. Was Code 20.60.0 tatsächlich umfasst

Die Herstellung von Chemiefasern nach WZ 20.60.0 bezieht sich auf industrielle Prozesse, bei denen Polymere zu endlosen Filamenten oder Stapelfasern verarbeitet werden. Dazu zählen:

  • Synthetische Fasern: Polyester, Polyamid (Nylon), Polyacryl, Polypropylen
  • Künstliche Fasern: Viskose, Modal, Lyocell, Acetat

Prozessschritte wie Spinnlösungsherstellung, Verspinnen, Verstrecken, Verwirbeln

Die Fasern entstehen durch chemische Umwandlung von Polymeren, nicht durch mechanische Aufbereitung natürlicher Materialien.

Was häufig fälschlich eingeschlossen wird

Irrtümer bei der Code-Zuordnung sind verbreitet. Diese Aktivitäten gehören nicht zu 20.60.0:

  • Herstellung natürlicher Fasern: Baumwolle, Wolle, Leinen, Seide
  • Weben, Stricken, Wirken von Textilien (eigenständige Codes, z.B. 13.xx)
  • Veredelung von Textilien: Bleichen, Färben, Beschichten

Recycling von Textilien, sofern keine neue Faserherstellung stattfindet

Die Abgrenzung ist entscheidend, da sie rechtliche und statistische Konsequenzen hat.

Typische Fehler und praktische Fallstricke

Unternehmen wählen Code 20.60.0 oft unpräzise. Häufige Probleme:

  • Zuordnung von Mischbetrieben: Wer sowohl Fasern herstellt als auch textil verarbeitet, muss trennen.

Verwechslung mit Kunststoffherstellung: Die Code-Grenze liegt beim Faserformungsprozess, nicht beim Polymer.

Irreführende Produktbezeichnungen: „Künstliche Seide“ ist Viskose und fällt unter 20.60.0, echte Seide nicht.

Eine klare Prozessdokumentation hilft, Fehlzuordnungen zu vermeiden.

Grenzfälle und unklare Zuordnungen

Nicht alle Szenarien sind eindeutig. Beispielsweise:

  • Recycelte PET-Fasern aus Flaschen: fallen unter 20.60.0, wenn neu versponnen.

Biobasierte Polymere: wenn sie zu Fasern verarbeitet werden, ja.

Nanofasern durch Elektrospinnen: je nach Skala und Anwendung Grauzone.

Bei Unsicherheit lohnt der Blick in die amtliche Klassifikationssystematik oder Beratung.

Vergleich mit verwandten WZ-Codes

  • Aktivität
  • WZ-Code
  • Abgrenzung zu 20.60.0
  • Herstellung von Chemiefasern
  • 20.60.0
  • Kernbereich
  • Herstellung von Synthesefasergarn
  • 20.60.0
  • Eingeschlossen
  • Weben von Textilien
  • 13.10
  • Nachgelagerte Verarbeitung
  • Herstellung von Kunststoffen
  • 20.16
  • Vorstufe, keine Faserformung
  • Praktische Empfehlungen für die Code-Wahl

So vermeiden Sie Fehler bei der Klassifikation:

  • Dokumentieren Sie den primären Herstellungsprozess genau.

Trennen Sie Fasernherstellung von textiler Weiterverarbeitung.

Nutzen Sie amtliche Klassifikationshilfen des Statistischen Bundesamtes.

Bei Hybridaktivitäten: wählen Sie den Code des Hauptumsatzträgers.

Häufige Fragen zur Herstellung von Chemiefasern

Was umfasst der WZ-Code 20.60.0 genau?

Der Code umfasst die Herstellung von synthetischen und künstlichen Chemiefasern wie Polyester, Polyamid, Acryl oder Viskose, inklusive Spinnprozessen, aber ohne Textilweberei oder Veredelung.

Welche Fehler werden bei der Zuordnung zu 20.60.0 häufig gemacht?

Häufig wird die Herstellung natürlicher Fasern (wie Baumwolle) fälschlich eingeschlossen oder die nachgelagerte Textilproduktion (Weben, Stricken) nicht abgegrenzt, obwohl sie eigenen Codes zugeordnet ist.

Gilt Code 20.60.0 auch für recycelte Chemiefasern?

Ja, sofern es sich um die Herstellung von Fasern aus synthetischen oder zellulosebasierten Polymeren handelt. Reine Textilrecycling-Prozesse ohne Faserneuerzeugung fallen jedoch oft unter andere Codes.

Häufig gestellte Fragen

Was umfasst der WZ-Code 20.60.0 genau?

Der Code umfasst die Herstellung von synthetischen und künstlichen Chemiefasern wie Polyester, Polyamid, Acryl oder Viskose, inklusive Spinnprozessen, aber ohne Textilweberei oder Veredelung.

Welche Fehler werden bei der Zuordnung zu 20.60.0 häufig gemacht?

Häufig wird die Herstellung natürlicher Fasern (wie Baumwolle) fälschlich eingeschlossen oder die nachgelagerte Textilproduktion (Weben, Stricken) nicht abgegrenzt, obwohl sie eigenen Codes zugeordnet ist.

Gilt Code 20.60.0 auch für recycelte Chemiefasern?

Ja, sofern es sich um die Herstellung von Fasern aus synthetischen oder zellulosebasierten Polymeren handelt. Reine Textilrecycling-Prozesse ohne Faserneuerzeugung fallen jedoch oft unter andere Codes.

Kontakt

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