WZ-Klasse 17.11 – Herstellung von Holz- und Zellstoff
Was der WZ-Code 17.11.0 umfasst Der Code klassifiziert Unternehmen, die Holzstoff oder Zellstoff als Grundmaterial für Papier, Pappe oder andere Produkte herstellen.
Diese Klasse umfasst die Unterklasse 17.11.0 (gleiche Beschreibung).
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung vorhanden
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?
Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.
Ebenfalls relevant für
Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Zugehörige Codes
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 17.11.0?
Was der WZ-Code 17.11.0 umfasst
Der Code klassifiziert Unternehmen, die Holzstoff oder Zellstoff als Grundmaterial für Papier, Pappe oder andere Produkte herstellen. Dies schließt mechanische Verfahren wie das Mahlen von Holz zu Holzstoff und chemische Prozesse wie das Sulfat- oder Sulfitverfahren zur Zellstoffgewinnung ein. Auch die Produktion von Halbstoffen, die noch nicht als fertiges Papier gelten, fällt hierunter. Die Einstufung erfolgt unabhängig von der Betriebsgröße oder Rechtsform.
Typische Verfahren der Holz- und Zellstoffherstellung
Zwei Hauptmethoden dominieren die Branche. Beim mechanischen Aufschluss wird Holz unter Druck und Reibung zerfasert, was energieintensiv ist, aber geringere Investitionskosten verursacht. Chemische Verfahren nutzen Laugen, um Lignin aus dem Holz zu lösen. Das Sulfatverfahren ist hier am weitesten verbreitet, trotz höherer Umweltauflagen aufgrund von Emissionen.
Rechtliche und ökologische Rahmenbedingungen
Betriebe unterliegen strengen Umweltvorschriften, insbesondere der Bundes-Immissionsschutzverordnung. Chemische Zellstoffwerke benötigen oft eine Genehmigung nach BImSchG. Die Abwasserbelastung durch Prozesschemikalien und der Energieverbrauch sind weitere kritische Punkte, die laufende Kontrollen erfordern.
Abgrenzung zu anderen WZ-Codes
WZ 17.11.0 deckt nur die Rohstoffproduktion ab. Die Weiterverarbeitung zu Papier oder Pappe fällt unter 17.12. Die Herstellung von Zellstoff aus recyceltem Altpapier ist ebenfalls nicht hier, sondern in 17.12 enthalten. Forstwirtschaftliche Tätigkeiten (02.2) und die Holzbe-arbeitung (16.2) sind separate Codes. Vergleich: Mechanischer vs. chemischer Aufschluss
KriteriumMechanischer AufschlussChemischer Aufschluss
- EnergieverbrauchHochMittel
- ChemikalieneinsatzNiedrigHoch
- AusbeuteHöherNiedriger
- UmweltauflagenWeniger strengSehr streng
- Typisches ProduktHolzstoff für ZeitungspapierZellstoff für hochwertiges Papier
Praktische Herausforderungen und Fehlerquellen
Häufig wird der Code fälschlich für recyclingbasierte Produktion genutzt, die unter 17.12 fällt. Auch Betriebe, die nur Holz hacken oder sägen, ohne Fasern für die Papierindustrie zu gewinnen, gehören nicht hierher. Klärung beim statistischen Bundesamt oder einem Steuerberater mit Branchenkenntnis ist bei Unsicherheit ratsam.
Alternativen und ergänzende Tätigkeiten
Für Betriebe, die auch Papier herstellen, ist zusätzlich WZ 17.12 relevant. Wenn neben Zellstoff auch Holzwerkstoffe produziert werden, kann 16.2 hinzukommen. Integrated Sites, die vom Holz bis zum Papier alles produzieren, müssen mehrere Codes melden. Die Zellstoffherstellung ist eine Grundindustrie mit hohem Kapitalbedarf und komplexen Prozessen. Die richtige Klassifikation hilft nicht nur der Statistik, sondern auch bei der Beantragung von Genehmigungen.
FAQ: Häufige Fragen zu WZ 17.11.0
Was fällt unter den WZ-Code 17.11.0?
Alle Betriebe, die Holzstoff, Zellstoff oder Holzhalbstoff aus Holz oder anderen ligninhaltigen Materialien herstellen, einschließlich mechanischer und chemischer Aufschlussverfahren.
Welche Rechtsform brauche ich für die Einstufung unter 17.11.0?
Die Rechtsform ist irrelevant. Entscheidend ist die ausgeübte Tätigkeit. Auch Einzelunternehmen oder GmbHs werden erfasst, wenn sie Zellstoff produzieren.
Ist recycelter Zellstoff auch in 17.11.0 enthalten?
Nein. Die Herstellung von Zellstoff aus Altpapier (Recycling) fällt unter WZ 17.12 (Papierherstellung), nicht unter 17.11.0.
Welche Umweltauflagen gelten für Zellstoffhersteller?
Strenge Anforderungen nach BImSchG, besonders bei chemischen Aufschlussverfahren (z.B. Sulfatverfahren). Emissionsgrenzwerte und Abwasserbehandlung sind zentral.
Häufig gestellte Fragen
Was fällt unter den WZ-Code 17.11.0?
Alle Betriebe, die Holzstoff, Zellstoff oder Holzhalbstoff aus Holz oder anderen ligninhaltigen Materialien herstellen, einschließlich mechanischer und chemischer Aufschlussverfahren.
Welche Rechtsform brauche ich für die Einstufung unter 17.11.0?
Die Rechtsform ist irrelevant. Entscheidend ist die ausgeübte Tätigkeit. Auch Einzelunternehmen oder GmbHs werden erfasst, wenn sie Zellstoff produzieren.
Ist recycelter Zellstoff auch in 17.11.0 enthalten?
Nein. Die Herstellung von Zellstoff aus Altpapier (Recycling) fällt unter WZ 17.12 (Papierherstellung), nicht unter 17.11.0.
Welche Umweltauflagen gelten für Zellstoffhersteller?
Strenge Anforderungen nach BImSchG, besonders bei chemischen Aufschlussverfahren (z.B. Sulfatverfahren). Emissionsgrenzwerte und Abwasserbehandlung sind zentral.