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Klasse

WZ-Klasse 10.92 – Herstellung von Futtermitteln für sonstige Tiere

Was bedeutet Code 10.92.0 genau? Der WZ-Code 10.92.0 klassifiziert die Herstellung von Futtermitteln für sonstige Tiere – also alle Tiere außer landwirtschaftlichen Nutztieren. Diese Kategorie umfasst die Produktion v...

Diese Klasse umfasst die Unterklasse 10.92.0 (gleiche Beschreibung).

Ebene Klasse
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Verwandt 1
Übersicht

Informationen zu WZ-Klasse 10.92

Vollständige Bezeichnung Herstellung von Futtermitteln für sonstige Tiere
Abschnitt C - Verarbeitendes Gewerbe
Abteilung 10 - Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln
Gruppe 10.9 - Herstellung von Futtermitteln
Klasse 10.92 - Herstellung von Futtermitteln für sonstige Tiere
Integrierte Unterklasse 10.92.0
NACE Rev. 2.1 10.92
WZ 2008 Entsprechung 10.92.0
Kundensystematik 100

Compliance Risk Score

5 von 5 Faktoren bestanden

10 / 10
Wie wir diesen Score berechnen ->

Vorgänger (WZ 2008)

Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .

Zugehörige Codes

Einordnung

Was umfasst der WZ-Code 10.92.0?

Was bedeutet Code 10.92.0 genau?

Der WZ-Code 10.92.0 klassifiziert die Herstellung von Futtermitteln für sonstige Tiere – also alle Tiere außer landwirtschaftlichen Nutztieren. Diese Kategorie umfasst die Produktion von Fertigfutter für Heimtiere, Zoobewohner, Versuchstiere und andere Spezialgruppen. Im Gegensatz zu Code 10.91, der sich auf Nutztiere konzentriert, adressiert 10.92.0 einen wachsenden Markt mit besonderen Anforderungen an Rezepturen, Qualität und Sicherheit. Welche Produkte fallen unter diese Kategorie?

Die Bandbreite ist größer, als viele vermuten. Dazu gehören:

  • Trocken- und Nassfutter für Hunde und Katzen
  • Futter für Vögel, Zierfische und Kleinsäuger
  • Spezialfutter für Zoo-, Wild- und Pelztiere
  • Diätfuttermittel für Tiere mit besonderen Gesundheitsbedürfnissen
  • Futter für Versuchstiere in Forschungseinrichtungen

Leckerlis und Ergänzungsfuttermittel für Heimtiere

Nicht eingeschlossen sind Futtermittel für die landwirtschaftliche Produktion wie Rinder, Schweine oder Geflügel – diese gehören zu 10.91.

Rechtliche Rahmenbedingungen und Anforderungen

Die Herstellung unterliegt strengen regulativen Vorgaben. Grundlage bildet die EU-Futtermittelhygieneverordnung (EG) Nr. 183/2005, national umgesetzt durch das Futtermittelgesetz. Jeder Betrieb benötigt eine Zulassung durch die zuständige Überwachungsbehörde. Ein HACCP-Konzept ist verpflichtend, um Risiken in der Produktion zu identifizieren und zu kontrollieren. Die Rückverfolgbarkeit aller Inhaltsstoffe bis zum Lieferanten und der Produkte bis zum Verbraucher muss gewährleistet sein.

Praktische Umsetzung der Herstellung

Die Produktion von Futter für sonstige Tiere erfordert oft kleinere Chargen und flexiblere Rezepturen als die Nutztierfutterproduktion. Typische Prozessschritte umfassen:

  • Rezepturentwicklung und -prüfung
  • Beschaffung und Qualitätskontrolle der Rohstoffe
  • Mischen und Verarbeitung (Extrudieren, Backen, Sterilisieren)
  • Formung und portionierte Abpackung
  • Kennzeichnung gemäß Futtermittelverordnung

Lagerung unter hygienischen Bedingungen

Besonderes Augenmerk liegt auf der Vermeidung von Kreuzkontaminationen, besonders wenn im selben Betrieb auch Nutztierfutter produziert wird.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Viele Betriebe unterschätzen die Komplexität der Rechtsvorschriften. Ein häufiger Fehler ist die unzureichende Trennung von Produktionslinien für Nutz- und Heimtierfutter, was zu Kontaminationsrisiken führen kann. Auch die Kennzeichnung wird oft nicht vollständig umgesetzt – alle deklarierten Stoffe müssen nachweisbar sein. Unterschätzt wird häufig der administrative Aufwand für Dokumentation und Rückverfolgbarkeit. Vergleich: Code 10.91 vs. Code 10.92.0 KriteriumCode 10.91 (Nutztiere)Code 10.92.0 (Sonstige Tiere) ZieltiereRinder, Schweine, Geflügel, SchafeHeimtiere, Zootiere, Versuchstiere ProduktionsvolumenOft große industrielle ChargenHäufig kleinere, spezialisierte Chargen Regulatorischer FokusLeistungsförderung, LebensmittelsicherheitGesundheit, Akzeptanz, spezielle Diäten KennzeichnungFuttermittelverordnung, DeklarationFuttermittelverordnung, oft erweiterte Info

Wirtschaftliche Bedeutung und Marktentwicklung

Der Markt für Futtermittel nach Code 10.92.0 wächst kontinuierlich, getrieben durch den Anstieg der Heimtierhaltung und das gestiegene Bewusstsein für Tierernährung. Immer mehr Tierhalter investieren in hochwertige, spezialisierte Futtermittel. Dieser Trend bietet Chancen für innovative Hersteller, erfordert aber auch Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Checkliste für die betriebliche Umsetzung

Für einen reibungslosen Start und Betrieb:

  • Kläre die Zuordnung Ihrer Tätigkeit zu 10.92.0 mit der IHK oder dem Statistischen Bundesamt
  • Beantrage die Zulassung beim zuständigen Landesamt
  • Erstelle ein vollständiges HACCP-Konzept
  • Sichere die Rückverfolgbarkeit aller Rohstoffe und Produkte
  • Schule Mitarbeiter in Futtermittelhygiene und -recht
  • Plane regelmäßige interne Kontrollen ein

Häufig gestellte Fragen

Welche Tiere fallen unter 'sonstige Tiere' bei Code 10.92.0?

Unter 'sonstige Tiere' versteht man alle Tiere außer Nutztieren. Dazu zählen Heimtiere wie Hunde, Katzen, Vögel, Zierfische, Nagetiere, aber auch Tiere in Zoos, Wildgehegen, Pelztiere und Versuchstiere. Nicht dazu gehören Futtermittel für landwirtschaftliche Nutztiere wie Rinder, Schweine oder Geflügel.

Welche rechtlichen Anforderungen gelten für die Herstellung nach 10.92.0?

Betriebe müssen die EU-Futtermittelhygieneverordnung (EG) Nr. 183/2005 einhalten, im deutschen Futtermittelgesetz umgesetzt. Das umfasst Zulassungspflicht, HACCP-Konzepte, Rückverfolgbarkeit und regelmäßige Kontrollen. Für bestimmte Futtermittelarten gelten zusätzliche spezifische Regelungen.

Kann ein Betrieb beide Codes (10.91 und 10.92) haben?

Ja, wenn ein Betrieb sowohl Futtermittel für Nutztiere (10.91) als auch für sonstige Tiere (10.92) herstellt, müssen beide Tätigkeiten gemeldet und entsprechend den jeweiligen Rechtsvorschriften durchgeführt werden. Die Trennung der Produktion ist oft praktisch und manchmal rechtlich notwendig.