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Klasse

WZ-Klasse 01.21 – Anbau von Wein- und Tafeltrauben

Der WZ-Code 01.21.0 (Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008) bezeichnet den Anbau von Wein- und Tafeltrauben.

Diese Klasse umfasst die Unterklasse 01.21.0 (gleiche Beschreibung).

Ebene Klasse
Tiefe 4/5
Untergeordnet 0
Verwandt 8
Übersicht

Informationen zu WZ-Klasse 01.21

Vollständige Bezeichnung Anbau von Wein- und Tafeltrauben
Abschnitt A - Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
Abteilung 01 - Landwirtschaft, Jagd und damit verbundene Tätigkeiten
Gruppe 01.2 - Anbau mehrjähriger Pflanzen
Klasse 01.21 - Anbau von Wein- und Tafeltrauben
Integrierte Unterklasse 01.21.0
NACE Rev. 2.1 01.21
WZ 2008 Entsprechung 01.21.0
Kundensystematik 010

Compliance Risk Score

5 von 5 Faktoren bestanden

10 / 10
Wie wir diesen Score berechnen ->
Zuordnung

Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?

Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.

Ebenfalls relevant für

Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis

Vorgänger (WZ 2008)

Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .

Zugehörige Codes

Einordnung

Was umfasst der WZ-Code 01.21.0?

Der WZ-Code 01.21.0 (Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008) bezeichnet den Anbau von Wein- und Tafeltrauben. Diese Klassifikation dient primär der statistischen Erfassung und Zuordnung von wirtschaftlichen Tätigkeiten in Deutschland. Sie ist für Betriebe verbindlich bei der Angabe ihres Hauptwirtschaftszweigs gegenüber dem Statistischen Bundesamt und anderen Behörden. Der Code erfasst ausschließlich die pflanzenbauliche Tätigkeit – das Kultivieren und Ernten der Trauben. Jede weiterverarbeitende oder vertriebliche Tätigkeit fällt unter separate Codes. Was der WZ-Code 01.21.0 umfasst

Die Klassifikation 01.21.0 umfasst alle landwirtschaftlichen Betriebe und Unternehmen, deren wirtschaftlicher Schwerpunkt auf dem professionellen Anbau von Reben zur Gewinnung von Weintrauben (Vitis vinifera) oder zum Direktverzehr (Tafeltrauben) liegt. Dazu gehören alle damit verbundenen praktischen Tätigkeiten im Weinberg.

Konkrete Tätigkeiten unter diesem Code

Die Neuanlage und Bewirtschaftung von Weinbergen

Die Pflege der Rebstöcke (Rebschnitt, Laubarbeit, Bodenbearbeitung)

Der Pflanzenschutz und die Düngung im Weinbau

Die Lese der Trauben (Weinlese oder Tafeltraubenernte)

Die Vermarktung der geernteten, unverarbeiteten Trauben an Kellereien oder den Handel

Abgrenzung: Was nicht dazu gehört

Die Systematik der WZ-Codes trennt klar zwischen Urproduktion, Verarbeitung und Dienstleistung. Häufige Fehler bei der Zuordnung entstehen durch die Vermischung dieser Bereiche.

  • Aktivität
  • Zugehöriger WZ-Code
  • Grund der Abgrenzung
  • Keltern von Trauben zu Wein
  • 10.20
  • Handelt es sich um eine verarbeitende Tätigkeit (Herstellung von Getränken).
  • Großhandel mit Wein
  • 46.34
  • Ist eine Handels- und Vertriebstätigkeit, keine landwirtschaftliche Produktion.
  • Betrieb eines Weinguts mit eigenem Anbau und Keller
  • 01.21.0 und 10.20
  • Zwei getrennte Tätigkeiten. Der Hauptcode wird nach Umsatzschwerpunkt vergeben.
  • Durchführung von Weinproben oder Weintourismus
  • 55.90 / 79.90
  • Sind Dienstleistungen im Gastgewerbe bzw. Reisebüro- und Reisevermittlung.
  • Weinbau auf vertraglicher Basis (Lohnarbeit)
  • 01.63
  • Fällt unter landwirtschaftliche Dienstleistungen.

Praktische Bedeutung und Konsequenzen der Zuordnung

Die Zuordnung zum korrekten WZ-Code ist keine reine Formsache. Sie hat konkrete Auswirkungen.

Für die amtliche Statistik

Das Statistische Bundesamt nutzt die Codes, um die Wirtschaftsleistung einzelner Branchen exakt zu erfassen und volkswirtschaftliche Daten zu erstellen. Eine falsche Zuordnung verfälscht diese Daten und kann zu Fehlinterpretationen über die Bedeutung des Weinbausektors führen.

Für den Betrieb selbst

Für den landwirtschaftlichen Betrieb kann die korrekte Einstufung unter 01.21.0 in bestimmten Kontexten relevant sein, beispielsweise bei der Beantragung von spezifischen Agrarfördermitteln oder bei der Anwendung besonderer steuerlicher Regelungen für die Landwirtschaft. Die Zuordnung selbst löst keine direkten Rechte oder Pflichten aus, liefert aber die Grundlage für deren Prüfung.

Häufige Fehler und Probleme bei der Codierung

Die Erfahrung zeigt, dass besonders Kleinbetriebe und diversifizierte Weingüter Schwierigkeiten mit der präzisen Zuordnung haben.

Vermischung mit der Kellerwirtschaft

Der häufigste Fehler ist die alleinige Angabe des Codes 10.20 (Herstellung von Wein), obwohl der Betrieb auch eigene Weinberge bewirtschaftet. In diesem Fall muss der Anbau als eigene Tätigkeit (01.21.0) angegeben werden, sofern er von betriebswirtschaftlicher Bedeutung ist.

Vernachlässigung von Nebentätigkeiten

Viele Betriebe bieten heute zusätzlich zu Anbau und Kelterung auch Events an. Diese gastronomische oder touristische Tätigkeit (z.B. 55.90, 79.90) wird oft vergessen, sollte aber als Nebentätigkeit erfasst werden, wenn sie regelmäßig stattfindet.

Internationale Entsprechungen

Der deutsche WZ-Code ist an die europäische NACE-Systematik (NACE Rev. 2) und die internationale ISIC-Klassifikation angepasst. Dies ermöglicht einen EU-weiten Vergleich von Wirtschaftsdaten.

WZ-Code: 01.21 (Entspricht exakt dem WZ-Code 01.21.0)

ISIC-Code: 0121 (Anbau von tropischen und subtropischen Früchten, Wein- und Tafeltrauben)

Fazit

Der WZ-Code 01.21.0 ist das präzise Werkzeug der Statistik, um den klassischen Wein- und Tafeltraubenanbau in Deutschland zu erfassen. Seine korrekte Anwendung verlangt ein klares Verständnis der Abgrenzung zu nachgelagerten Verarbeitungs- und Dienstleistungsstufen. Für Betriebe liegt der praktische Nutzen weniger in unmittelbaren betrieblichen Vorteilen, sondern vielmehr in der korrekten Abbildung ihrer Tätigkeit in der offiziellen Statistik, was langfristig eine solide Datenbasis für die gesamte Branche sichert.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was fällt nicht unter den WZ-Code 01.21.0?

Nicht dazu gehören die Kelterung von Trauben zu Wein (10.20), der Großhandel mit Wein (46.34) oder der Einzelhandel (47.25, 47.26), der Weinbau auf vertraglicher Basis (01.63) sowie touristische Aktivitäten wie Weinproben (55.90, 79.90).

Welche rechtlichen oder statistischen Konsequenzen hat die richtige Zuordnung?

Die korrekte Zuordnung ist entscheidend für die amtliche Statistik, die Erhebung von Wirtschaftsdaten und kann in Einzelfällen Auswirkungen auf steuerliche Behandlung (z.B. landwirtschaftliche Pauschalierung) oder die Berechtigung für bestimmte Fördermittel haben. Eine fehlerhafte Angabe kann zu verzerrten Branchenstatistiken führen.

Kann ein Betrieb sowohl unter 01.21.0 als auch unter andere Codes fallen?

Ja, ein Betrieb kann mehrere Tätigkeitscodes haben (sog. Nebentätigkeiten). Ein Weingut, das selbst anbaut und keltert, würde typischerweise sowohl 01.21.0 (Anbau) als auch 10.20 (Weinherstellung) zugeordnet werden. Der Hauptcode orientiert sich am Umsatzschwerpunkt.

Häufig gestellte Fragen

Was fällt nicht unter den WZ-Code 01.21.0?

Nicht dazu gehören die Kelterung von Trauben zu Wein (10.20), der Großhandel mit Wein (46.34) oder der Einzelhandel (47.25, 47.26), der Weinbau auf vertraglicher Basis (01.63) sowie touristische Aktivitäten wie Weinproben (55.90, 79.90).

Welche rechtlichen oder statistischen Konsequenzen hat die richtige Zuordnung?

Die korrekte Zuordnung ist entscheidend für die amtliche Statistik, die Erhebung von Wirtschaftsdaten und kann in Einzelfällen Auswirkungen auf steuerliche Behandlung (z.B. landwirtschaftliche Pauschalierung) oder die Berechtigung für bestimmte Fördermittel haben. Eine fehlerhafte Angabe kann zu verzerrten Branchenstatistiken führen.

Kann ein Betrieb sowohl unter 01.21.0 als auch unter andere Codes fallen?

Ja, ein Betrieb kann mehrere Tätigkeitscodes haben (sog. Nebentätigkeiten). Ein Weingut, das selbst anbaut und keltert, würde typischerweise sowohl 01.21.0 (Anbau) als auch 10.20 (Weinherstellung) zugeordnet werden. Der Hauptcode orientiert sich am Umsatzschwerpunkt.

Kontakt

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Senden Sie uns den betroffenen WZ-Code, die Seitenadresse und möglichst einen Link zur offiziellen Quelle. Auch Hinweise zu Kooperationen und internationalen Klassifikationen sind willkommen.