WZ-Code 87.99.1 – Heime und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, stationäre Hilfen zur Erziehung
Stationäre Hilfen zur Erziehung nach § 34 SGB VIII bieten Kindern und Jugendlichen in Krisensituationen einen geschützten Lebensort.
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung inkl. Hinweise (1 Notizen)
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?
Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.
Ebenfalls relevant für
Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Offizielle Hinweise
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 87.99.1?
Stationäre Hilfen zur Erziehung nach § 34 SGB VIII bieten Kindern und Jugendlichen in Krisensituationen einen geschützten Lebensort. Heime und Wohngruppen sind mehr als nur Unterkünfte – sie sind Orte der Entwicklung, der Beziehung und der professionellen Begleitung. Ob aufgrund familiärer Probleme, Entwicklungsstörungen oder akuter Gefährdung: Diese Einrichtungen stellen die Bedürfnisse der jungen Menschen in den Mittelpunkt und arbeiten eng mit Familien und Jugendämtern zusammen.
Rechtliche Grundlagen und gesetzlicher Rahmen
Die stationäre Erziehungshilfe ist im Achten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) verankert. § 34 SGB VIII bildet die zentrale Rechtsgrundlage für die Unterbringung in Heimen oder Wohngruppen. Der Hilfeplan nach § 36 SGB VIII sichert dabei die individuelle Ausgestaltung der Hilfe für jedes Kind.
Die Finanzierung erfolgt über das zuständige Jugendamt, wobei die Kostenübernahme von einer sorgfältigen Prüfung des Hilfebedarfs abhängt. Eltern beteiligen sich je nach Einkommen an den Kosten, wobei Härtefallregelungen existieren. Formen stationärer Hilfen: Heime und Wohngruppen im Vergleich
Stationäre Erziehungshilfen unterscheiden sich erheblich in Größe, Konzept und Betreuungsintensität.
Kinderheime: Größere Einrichtungen mit unterschiedlichen Wohnbereichen, oft mit schulischen und therapeutischen Angeboten
Wohngruppen: Kleinere, überschaubare Einheiten mit 6-10 Plätzen und familienähnlicher Struktur
Betreutes Jugendwohnen: Verselbstständigungsangebote für ältere Jugendliche mit geringerer Betreuungsdichte
Heilpädagogische Einrichtungen: Spezielle Angebote für Kinder mit Behinderungen oder Traumata
Der Alltag in stationären Einrichtungen
Ein geregelter Tagesablauf mit festen Strukturen gibt Halt und Sicherheit. Dazu gehören gemeinsame Mahlzeiten, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitaktivitäten. Pädagogische Fachkräfte begleiten die Kinder und Jugendlichen kontinuierlich und unterstützen bei schulischen, persönlichen und sozialen Herausforderungen.
Die Zusammenarbeit mit den Herkunftsfamilien variiert je nach Situation – von regelmäßigen Besuchskontakten bis hin zu begleiteten Umgängen.
Herausforderungen und kritische Aspekte
Stationäre Unterbringung bedeutet für Kinder oft Trennung von vertrauten Umgebungen. Die Eingewöhnungsphase kann emotional belastend sein, und nicht jede Einrichtung passt zu jedem Kind. Personalmangel und hohe Fluktuation bei Fachkräften können die Kontinuität der Betreuung beeinträchtigen.
Die Rückkehr in die Familie oder der Übergang in ein selbstständiges Leben erfordern sorgfältige Vorbereitung und Nachbetreuung.
Qualitätsmerkmale guter Einrichtungen
Seriöse Heime und Wohngruppen zeichnen sich durch transparente Konzepte, qualifiziertes Personal und regelmäßige Evaluation aus. Partizipation der Kinder und Jugendlichen an Entscheidungen, Beschwerdemöglichkeiten und klare Regeln gehören zum Standard.
Empfehlenswert sind Einrichtungen, die mit Schulen, Therapeuten und dem Jugendamt eng vernetzt sind und ihre Arbeit regelmäßig reflektieren.
Praxis-Tipps für betroffene Familien
Bei der Suche nach einer passenden Einrichtung helfen Gespräche mit dem zuständigen Jugendamt und persönliche Besichtigungen. Fragen Sie nach dem Betreuungsschlüssel, den Qualifikationen des Personals und dem pädagogischen Konzept. Probewohnen oder Schnuppertage können die Entscheidung erleichtern.
Bleiben Sie im Kontakt mit Ihrem Kind und den Betreuungspersonen – eine vertrauensvolle Zusammenarbeit kommt allen zugute.
Häufig gestellte Fragen
Was umfasst der WZ-Code 87.99.1?
Der WZ-Code 87.99.1 beschreibt die Tätigkeit 'Heime und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, stationäre Hilfen zur Erziehung' innerhalb der WZ 2025.