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WZ-Code 74.11.2 – Modedesign

Der Wirtschaftszweigcode 74.11.2, häufig als WZ 74.11.2 abgekürzt, klassifiziert professionelle Dienstleistungen im Bereich Modedesign.

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Übersicht

Informationen zu WZ-Code 74.11.2

Vollständige Bezeichnung Modedesign
Abschnitt N - Erbringung von Wissenschaftlichen und Technischen Dienstleistungen
Abteilung 74 - Sonstige wissenschaftliche und technische Tätigkeiten
Gruppe 74.1 - Ateliers für Textil-, Schmuck-, Grafik- u. ä. Design
Klasse 74.11 - Industrie-, Produkt- und Modedesign
NACE Rev. 2.1 74.11.2
WZ 2008 Entsprechung 74.10.1
Kundensystematik 740

Compliance Risk Score

5 von 5 Faktoren bestanden

10 / 10
Wie wir diesen Score berechnen ->
Zuordnung

Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?

Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.

Ebenfalls relevant für

Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis

Vorgänger (WZ 2008)

Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .

Offizielle Hinweise

Umsteigeschlüssel

Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.

Einordnung

Was umfasst der WZ-Code 74.11.2?

Der Wirtschaftszweigcode 74.11.2, häufig als WZ 74.11.2 abgekürzt, klassifiziert professionelle Dienstleistungen im Bereich Modedesign. Er dient Statistikämtern und Behörden zur eindeutigen Einordnung von Unternehmen und Selbstständigen, deren Kerntätigkeit in der gestalterischen Konzeption von Bekleidung, Accessoires und Kollektionen liegt. Die korrekte Zuordnung ist für Gewerbeanmeldung, Statistik und teils für steuerliche Fragen relevant, grenzt Designleistungen aber klar von der eigentlichen Fertigung ab. Der genaue Anwendungsbereich von Code 74.11.2

Code 74.11.2 erfasst die kreativ-konzeptionelle Arbeit des Modedesigns. Dazu zählt die Entwicklung von Entwürfen, Schnittmustern, Kollektionskonzepten und Designstudien für Bekleidung sowie modische Accessoires. Die Tätigkeit endet mit der Übergabe der fertigen Entwürfe. Die anschließende industrielle oder handwerkliche Produktion der designten Artikel fällt unter separate Klassifikationen, beispielsweise des verarbeitenden Gewerbes.

Abgrenzung zu verwandten Wirtschaftszweigen

Die klare Trennung von Design und Produktion ist der entscheidende Punkt. Unternehmen, die eigene Entwürfe auch selbst fertigen und vertreiben, müssen zusätzliche Codes anmelden. Graubereiche existieren bei Designern, die in Kleinserie produzieren. Hier entscheidet der Schwerpunkt der Tätigkeit. Die reine Design-Dienstleistung für Dritte ist stets unter 74.11.2 zu melden.

Unterschied zur Bekleidungsherstellung (Code 14)

Während Code 74.11.2 die ideelle Schöpfung umfasst, klassifiziert die Gruppe 14 die physische Konfektionierung. Ein Modelabel, das Kleidung entwirft und näht, benötigt typischerweise beide Codes. Abgrenzung zu Grafikdesign (74.10)

Die Gestaltung von Logos, Prints oder Etiketten für Modeunternehmen fällt unter Grafikdesign (74.10). Code 74.11.2 ist spezifisch für das Design des Kleidungsstücks oder Accessoires selbst.

Rechtliche und steuerliche Implikationen der Klassifikation

Der WZ-Code selbst löst keine unmittelbaren steuerlichen Konsequenzen aus. Er ist primär eine statistische Kennzahl. Allerdings kann die zugeordnete Tätigkeit indirekt die Frage nach der Gewerblichkeit oder Freiberuflichkeit der Designertätigkeit berühren, was steuerrechtlich relevant ist.

Gewerbe versus freiberufliche Tätigkeit

Reine Design-Dienstleistungen können unter bestimmten Voraussetzungen als freiberufliche Tätigkeit eingestuft werden, insbesondere bei hoher künstlerischer Prägung und beratendem Charakter. Die endgültige Entscheidung trifft das Finanzamt im Einzelfall. Die Angabe des WZ-Codes 74.11.2 ist dabei ein Indiz, aber kein Alleinstellungsmerkmal.

Praktische Schritte zur korrekten Anmeldung

Bei der Gewerbeanmeldung oder Freiberufler-Meldung müssen Sie einen oder mehrere WZ-Codes angeben. Wählen Sie 74.11.2, wenn Modedesign im beschriebenen Sinne Ihren Geschäftszweck darstellt. Bei Kombination mit produzierender Tätigkeit sind die entsprechenden Zusatzcodes obligatorisch.

Häufige Fehler und zu vermeidende Fallstricke

Viele Gründer machen den Fehler, nur den Code für die Produktion anzumelden und das Design zu vergessen, oder umgekehrt. Eine fehlerhafte Zuordnung kann zu Problemen bei der amtlichen Statistik führen, hat aber meist keine direkten rechtlichen Sanktionen zur Folge. Größere praktische Relevanz hat die falsche Einschätzung des steuerlichen Status.

Nur den Produktionscode anmelden und die Designleistung unterschlagen.

Falsche Einschätzung der Freiberuflichkeit und damit verbundene steuerliche Nachteile.

Unklare Beschreibung der Tätigkeit beim Finanzamt, die zu Rückfragen führt.

Fazit: Code als Werkzeug, nicht als Falle verstehen

Der Code 74.11.2 ist ein notwendiges administratives Instrument zur Kategorisierung. Seine korrekte Anwendung stellt sicher, dass Ihre Tätigkeit statistisch erfasst wird. Der größere Hebel liegt jedoch in der davon abgeleiteten, sachgerechten steuerlichen und rechtlichen Einordnung Ihres Geschäftsmodells. Konsultieren Sie für letzteres immer einen Steuerberater.

Häufig gestellte Fragen

Was umfasst der WZ-Code 74.11.2?

Der WZ-Code 74.11.2 beschreibt die Tätigkeit 'Modedesign' innerhalb der WZ 2025.