WZ-Code 74.11.1 – Industrie- und Produktdesign
Was der Code 74.11.1 bedeutet Der Code 74.11.1 aus der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ) bezeichnet wirtschaftliche Tätigkeiten im Bereich Industrie- und Produktdesign.
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung inkl. Hinweise (1 Notizen)
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?
Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.
Ebenfalls relevant für
Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Offizielle Hinweise
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 74.11.1?
Was der Code 74.11.1 bedeutet
Der Code 74.11.1 aus der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ) bezeichnet wirtschaftliche Tätigkeiten im Bereich Industrie- und Produktdesign. Unternehmen, die diesen Code verwenden, bieten Dienstleistungen zur gestalterischen und funktionalen Entwicklung von Produkten an. Das Ziel ist die serientaugliche Formgebung von Gebrauchsgegenständen, Maschinen, Elektrogeräten oder Konsumgütern. Der Code trennt sich bewusst von rein künstlerischer oder modischer Gestaltung. Konkrete Tätigkeiten unter 74.11.1
Unternehmen klassifizieren sich unter diesem Code, wenn ihre Haupttätigkeit in der ästhetischen und nutzerzentrierten Produktentwicklung liegt. Typische Projekte umfassen:
- Entwurf von Haushaltsgeräten mit Fokus auf Ergonomie und Bedienbarkeit
- Design von Werkzeugen oder industriellen Komponenten
- Gestaltung von Consumer Electronics wie Kopfhörern oder Smart Devices
Prototyping und 3D-Modellierung für die spätere Serienfertigung
Die Abgrenzung zur technischen Konstruktion (Code 71.12) ist fließend, aber entscheidend: Beim Industriedesign steht die nutzerorientierte Form- und Funktionsgestaltung im Vordergrund, nicht die rein technische Berechnung. Was nicht unter 74.11.1 fällt
Mehrere benachbarte Tätigkeiten werden explizit ausgeschlossen. Dazu gehören:
- Mode-Design und Bekleidungsentwurf (eigenständige Codes)
- Reine künstlerische oder ornamentale Gestaltung ohne Serientauglichkeit
- Technische Konstruktion und Ingenieursleistungen
Grafikdesign oder Verpackungsgestaltung (eigene Kategorien)
Diese Abgrenzung ist für die korrekte Klassifikation essenziell, da Fehler zu Problemen in der amtlichen Statistik oder bei Förderanträgen führen können.
Typische Fehler bei der Code-Zuordnung
Viele Unternehmen, besonders Neugründungen, wählen den Code 74.11.1 unreflektiert. Häufige Probleme:
- Verwechslung mit Grafikdesign: Wenn die Tätigkeit vorwiegend kommunikationsorientiert ist, passt Code 74.11.1 nicht.
Überschneidung mit Handwerk: Einzelstücke oder Kleinserien ohne industriellen Fertigungshintergrund fallen oft unter handwerkliche Codes.
Fehleinschätzung des Schwerpunkts: Wenn die technische Entwicklung überwiegt, ist Code 71.12 präziser.
Eine genaue Prüfung der eigenen Dienstleistungspalette ist notwendig, um spätere Korrekturen zu vermeiden.
Vergleich mit ähnlichen Codes
- Code
- Bezeichnung
- Abgrenzung zu 74.11.1
- 74.10.1
- Industrie-, Produkt- und Mode-Design (veraltet)
- Umfasste früher auch Mode, ist seit Systemupdate 2025 nicht mehr aktuell
- 71.12
- Ingenieurbüros für technische Konstruktion
- Fokus auf technische Berechnung, nicht Gestaltung
- 74.20
- Fotografie
- Keine produktgestalterische Tätigkeit
- 90.03
- Künstlerische Gestaltung
- Reine Kunst ohne industriellen Anwendungsbezug
Praktische Anwendung und Bürokratie
Die Wahl des Codes wirkt sich auf Statistiken, Branchenzuordnungen und manchmal auf Förderfähigkeit aus. Für Designbüros ist 74.11.1 meist passend, wenn industrienahe Gestaltung im Mittelpunkt steht. Bei der Anmeldung eines Gewerbes oder bei IHK-Auskünften sollte der Code klar begründet werden können. Im Zweifel hilft ein Blick in den offiziellen WZ-Katalog des Statistischen Bundesamtes.
Checkliste zur Code-Prüfung
Beantworten Sie diese Fragen, um zu prüfen, ob 74.11.1 zutrifft:
- Liegt der Fokus auf der gestalterischen Formgebung von Serienprodukten?
Gibt es einen klaren Bezug zur industriellen Fertigung?
Steht die Nutzerfunktion im Vordergrund, nicht die reine Ästhetik?
Ist Mode- oder Grafikdesign nur Nebentätigkeit?
Bei überwiegend Ja-Antworten ist die Zuordnung wahrscheinlich korrekt.
Häufig gestellte Fragen
Was fällt unter den Code 74.11.1?
Zum Code 74.11.1 gehören Dienstleistungen im Industriedesign und Produktdesign. Dazu zählen die gestalterische Konzeption und Entwicklung von Gebrauchsgegenständen, technischen Produkten oder Konsumgütern. Die reine künstlerische Gestaltung ohne funktionalen Bezug oder Mode-Design sind ausgenommen.
Wo liegt der Unterschied zwischen Code 74.11.1 und 74.10.1?
Code 74.11.1 ist spezifisch für Industrie- und Produktdesign. Code 74.10.1 ist ein älterer, breiterer Code, der auch Mode-Design umfasste. Seit der Systemüberarbeitung ist 74.11.1 die präzisere Kategorie für funktionales Design.
Welche Fehler sollte man bei der Code-Wahl vermeiden?
Häufige Fehler sind die Verwechslung mit künstlerischen Tätigkeiten (z.B. Code 90.03) oder technischer Konstruktion (Code 71.12). Prüfen Sie, ob der Schwerpunkt auf der ästhetisch-funktionalen Gestaltung für die Serienproduktion liegt.