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WZ-Code 62.10.4 – Entwicklung und Programmierung von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen

Der WZ-Code 62.10.4 klassifiziert Unternehmen, die sich auf die Entwicklung und Programmierung von künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen (ML) spezialisiert haben.

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Übersicht

Informationen zu WZ-Code 62.10.4

Vollständige Bezeichnung Entwicklung und Programmierung von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen
Abschnitt K - Telekommunikation, Softwareentwicklung, It-Beratung und Erbringung Sonstiger Dienstleistungen der Informationstechnologie und der Computerinfrastruktur
Abteilung 62 - Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gruppe 62.1 - Programmierungstätigkeiten
Klasse 62.10 - Programmierungstätigkeiten
NACE Rev. 2.1 62.10.4
WZ 2008 Entsprechung 62.01.9
Kundensystematik 620

Compliance Risk Score

5 von 5 Faktoren bestanden

10 / 10
Wie wir diesen Score berechnen ->

Vorgänger (WZ 2008)

Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .

Offizielle Hinweise

Umsteigeschlüssel

Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.

Einordnung

Was umfasst der WZ-Code 62.10.4?

Der WZ-Code 62.10.4 klassifiziert Unternehmen, die sich auf die Entwicklung und Programmierung von künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen (ML) spezialisiert haben. Diese Klassifikation des Statistischen Bundesamts grenzt KI-spezifische Aktivitäten von allgemeiner Softwareentwicklung ab und ist für die branchenspezifische Statistik sowie für einige steuerliche und förderrechtliche Zwecke relevant. Unternehmen, die ML-Modelle entwickeln, KI-Systeme implementieren oder entsprechende Custom-Lösungen anbieten, fallen typischerweise unter diesen Code. Was genau umfasst WZ 62.10.4?

Die Klassifikation bezieht sich auf Dienstleistungen, die spezifisch für KI und ML sind. Dazu gehören:

  • Entwicklung und Training von Machine-Learning-Modellen
  • Programmierung von KI-Algorithmen und Neural Networks
  • Implementierung von Natural Language Processing (NLP) Systemen
  • Entwicklung von Computer-Vision-Lösungen

Erstellung von Predictive-Analytics-Systemen

Wichtig ist die Abgrenzung zu WZ 62.01 (Softwareentwicklung allgemein) und WZ 62.02 (IT-Beratung). Nur wenn der Kern der Leistung in KI/ML liegt, ist 62.10.4 korrekt.

Praktische Anwendungsbereiche für Unternehmen

Unternehmen, die unter dieser Klassifikation arbeiten, entwickeln Lösungen für diverse Industrien. Typische Projekte umfassen chatbots für Kundenservice, Bilderkennung in der Qualitätskontrolle, predictive Maintenance in der Industrie oder personalisierte Empfehlungssysteme im E-Commerce. Die Bandbreite reicht von der Datenaufbereitung über Modelltraining bis zur Integration in bestehende IT-Systeme.

Häufige Fehler bei der Klassifizierung

Viele Unternehmen ordnen sich fälschlicherweise unter 62.10.4 ein, obwohl ihre Tätigkeit nicht primär KI/ML betrifft. Die Nutzung von Standard-KI-Tools (wie ChatGPT-Integration) ohne eigene Modellentwicklung fällt meist nicht darunter. Auch reine Datenanalyse ohne ML-Komponente gehört eher zu 63.11 (Datenverarbeitung). Eine präzise Zuordnung erfordert eine klare Trennung zwischen Anwendung und Entwicklung von KI.

Rechtliche und statistische Relevanz

Der WZ-Code dient primär der amtlichen Statistik zur Abbildung der Wirtschaftsstruktur. Für Unternehmen kann er aber auch bei Förderanträgen oder in Branchenreports eine Rolle spielen. Eine fehlerhafte Zuordnung hat selten direkte rechtliche Konsequenzen, kann aber zu verzerrten Statistiken oder missed Opportunities bei förderrelevanten Branchenzuschreibungen führen.

Abgrenzung zu verwandten WZ-Codes

62.10.4 ist ein Unterpunkt von 62.10 (Sonstige Softwareentwicklung). Benachbarte Codes sind:

  • 62.01: Entwicklung von Software (allgemein)
  • 62.02: IT-Beratung
  • 62.03: Betrieb von IT-Infrastruktur

63.11: Datenerfassung und -verarbeitung

Für Hybrid-Unternehmen, die sowohl allgemeine Software als auch KI entwickeln, ist eine multiple Zuordnung möglich, sofern die Aktivitäten klar trennbar sind.

Herausforderungen in der Praxis

Die dynamische Entwicklung der KI-Technologie stellt die statische Klassifikation vor Probleme. Neue Sub-Technologien (wie Generative AI) sind nicht explizit erfasst, was Interpretationsspielräume eröffnet. Unternehmen sollten sich an der Kernaktivität orientieren: Eigene Entwicklung und Programmierung von KI/ML-Systemen ist entscheidend.

Checkliste für die richtige Zuordnung

Steht die Entwicklung eigener KI/ML-Modelle im Vordergrund?

Werden Algorithmen programmiert und trainiert, nicht nur angewendet?

Ist die Tätigkeit von allgemeiner Softwareentwicklung abgrenzbar?

Gibt es separate Angebote oder Abteilungen für KI/ML?

Bei Unsicherheit lohnt sich ein Blick in die offizielle Klassifikationsbeschreibung des Statistischen Bundesamts oder eine Rücksprache mit einem Steuerberater.

Zukunft der Klassifikation

Mit der wachsenden Bedeutung von KI ist eine Anpassung der WZ-Codes wahrscheinlich. Mögliche Subkategorien für spezifischere KI-Bereiche könnten künftig eingeführt werden. Unternehmen sollten ihre Zuordnung periodically überprüfen, besonders wenn sich ihr Geschäftsmodell weiterentwickelt.

Häufig gestellte Fragen

Was umfasst der WZ-Code 62.10.4?

Der WZ-Code 62.10.4 beschreibt die Tätigkeit 'Entwicklung und Programmierung von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen' innerhalb der WZ 2025.