C Produktion
Unterklasse

WZ-Code 25.40.1 – Herstellung von Freiformschmiedestücken

Der WZ-Code 25.40.1 klassifiziert Betriebe, die metallische Werkstücke durch Freiformschmieden herstellen.

Ebene Unterklasse
Tiefe 5/5
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Übersicht

Informationen zu WZ-Code 25.40.1

Vollständige Bezeichnung Herstellung von Freiformschmiedestücken
Abschnitt C - Verarbeitendes Gewerbe
Abteilung 25 - Herstellung von Metallerzeugnissen
Gruppe 25.4 - Herstellung von Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzteilen und pulvermetallurgischen Erzeugnissen
Klasse 25.40 - Herstellung von Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzteilen und pulvermetallurgischen Erzeugnissen
NACE Rev. 2.1 25.40.1
WZ 2008 Entsprechung 25.50.1
Kundensystematik 250

Compliance Risk Score

5 von 5 Faktoren bestanden

10 / 10
Wie wir diesen Score berechnen ->

Vorgänger (WZ 2008)

Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .

Einordnung

Was umfasst der WZ-Code 25.40.1?

Der WZ-Code 25.40.1 klassifiziert Betriebe, die metallische Werkstücke durch Freiformschmieden herstellen. Dieses Umformverfahren zeichnet sich dadurch aus, dass kein geschlossenes Gesenk verwendet wird. Die Formgebung erfolgt durch freie plastische Verformung des erhitzten Metallblocks unter Hammerschlägen oder Druck. Die Zuordnung zu diesem Code hat keine unmittelbaren steuerlichen oder rechtlichen Konsequenzen, sondern dient primär der statistischen Erfassung durch das Statistische Bundesamt. Sie kann jedoch indirekt Einfluss auf Branchenzuordnungen bei Kammern oder Versicherungen haben. Definition und Abgrenzung: Was genau ist Freiformschmieden?

Freiformschmieden ist ein Urformverfahren der Metallbearbeitung. Ein Metallwerkstück, üblicherweise Stahl oder Nichteisenmetalle, wird auf Schmiedetemperatur erhitzt und dann durch wiederholtes Hämmern oder Pressen in die gewünschte Form gebracht. Der entscheidende Unterschied zu anderen Schmiedeverfahren ist das Fehlen eines geschlossenen Gesenks, das dem Werkstück seine endgültige Form aufprägt. Beim Freiformschmieden kontrolliert der Schmied oder eine CNC-gesteuerte Maschine die Formgebung manuell oder programmiert. Das Ergebnis sind oft Einzelstücke oder kleine Serien mit hoher individueller Komplexität, die sich für standardisierte Gesenke nicht eignen würden. Typische Irrtümer und Abgrenzungsprobleme

Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung mit dem Code 25.50.1 für Gesenkschmiedestücke. Während 25.40.1 die freie Formgebung beschreibt, bezieht sich 25.50.1 auf die Massenproduktion in geschlossenen Gesenken. Ein weiteres Missverständnis ist die Annahme, dass Freiformschmieden ausschließlich handwerklich und traditionell erfolgt. Moderne CNC-gesteuerte Schmiedeanlagen können ebenfalls diesem Code zugeordnet werden, solange das Prinzip der freien Formgebung ohne geschlossenes Gesenk gewahrt bleibt. Die reine Oberflächenveredelung oder Wärmebehandlung von Schmiedeteilen fällt nicht unter diesen Code. Praktische betriebliche Zuordnung

Für die korrekte Meldung des WZ-Codes ist der tatsächliche Produktionsschwerpunkt entscheidend. Ein Betrieb, der überwiegend Freiformschmiedestücke herstellt, wird unter 25.40.1 klassifiziert. Führt derselbe Betrieb aber auch andere Tätigkeiten wie Gesenkschmieden (25.50.1) oder Gießen (24.5x) in signifikantem Umfang durch, müssen diese als Nebentätigkeiten mit den entsprechenden Codes gemeldet werden. Die IHK oder das Gewerbeamt kann bei der Zuordnung unterstützen, doch letztlich trägt der Betriebsinhaber die Verantwortung für die richtige Angabe. Vergleich: Freiformschmieden (25.40.1) vs. Gesenkschmieden (25.50.1) KriteriumFreiformschmieden (25.40.1)Gesenkschmieden (25.50.1) FormgebungFrei, ohne geschlossenes GesenkDurch geschlossenes Gesenk vorgegeben Typische StückzahlEinzelstücke, KleinserienMittel- bis Großserien AutomatisierungsgradNiedrig bis mittel (auch manuell)Hoch (vollautomatisierte Pressen) HauptanwendungenIndividuelle Bauteile, Prototypen, GroßkomponentenStandardisierte Teile für Automotive, Industrie

Wirtschaftliche Bedeutung und Brancheneinordnung

Die Herstellung von Freiformschmiedestücken ist eine Nische innerhalb der metallverarbeitenden Industrie. Sie ist oft auf spezielle Anwendungen in der Energieerzeugung (z.B. Turbinenkomponenten), im Schiffsbau oder im Schwermaschinenbau ausgerichtet. Die Betriebsgrößen reichen von kleinen Handwerksbetrieben bis zu spezialisierten Abteilungen großer Industrieunternehmen. Statistisch dient die Erfassung unter 25.40.1 dazu, die volkswirtschaftliche Bedeutung dieses spezifischen Herstellungsverfahrens zu quantifizieren. Häufige Fragen (FAQ)

Welche konkreten Produkte fallen unter den Code 25.40.1?

Unter den Code fallen typischerweise individuell gefertigte, komplexe Schmiedestücke wie Kurbelwellen, Turbinenschaufeln, große Zahnräder oder spezielle Anker für die Schifffahrt, die durch händische oder maschinelle Umformung ohne geschlossenes Gesenk entstehen.

Kann ein Betrieb sowohl unter 25.40.1 als auch unter andere Codes fallen?

Ja, das ist häufig der Fall. Ein Betrieb, der sowohl Freiformschmiedestücke (25.40.1) als auch Gesenkschmiedeteile (25.50.1) produziert, muss beide Tätigkeiten melden. Die Haupttätigkeit entscheidet über die primäre Zuordnung.

Welche rechtlichen oder bürokratischen Pflichten sind mit diesem Code verbunden?

Der Code selbst löst keine direkten Pflichten aus. Er dient der statistischen Erfassung durch das Statistische Bundesamt und kann Grundlage für Branchenzuordnungen bei IHK, Berufsgenossenschaften oder für Förderanträge sein. Die eigentlichen Pflichten ergeben sich aus dem Gewerberecht und Arbeitssicherheitsvorschriften.

Häufig gestellte Fragen

Welche konkreten Produkte fallen unter den Code 25.40.1?

Unter den Code fallen typischerweise individuell gefertigte, komplexe Schmiedestücke wie Kurbelwellen, Turbinenschaufeln, große Zahnräder oder spezielle Anker für die Schifffahrt, die durch händische oder maschinelle Umformung ohne geschlossenes Gesenk entstehen.

Kann ein Betrieb sowohl unter 25.40.1 als auch unter andere Codes fallen?

Ja, das ist häufig der Fall. Ein Betrieb, der sowohl Freiformschmiedestücke (25.40.1) als auch Gesenkschmiedeteile (25.50.1) produziert, muss beide Tätigkeiten melden. Die Haupttätigkeit entscheidet über die primäre Zuordnung.

Welche rechtlichen oder bürokratischen Pflichten sind mit diesem Code verbunden?

Der Code selbst löst keine direkten Pflichten aus. Er dient der statistischen Erfassung durch das Statistische Bundesamt und kann Grundlage für Branchenzuordnungen bei IHK, Berufsgenossenschaften oder für Förderanträge sein. Die eigentlichen Pflichten ergeben sich aus dem Gewerberecht und Arbeitssicherheitsvorschriften.