C Produktion
Unterklasse

WZ-Code 10.11.1 – Schlachten von Schweinen

Der WZ-Code 10.11.1 bezeichnet den Wirtschaftszweig des Schlachtens von Schweinen.

Ebene Unterklasse
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Übersicht

Informationen zu WZ-Code 10.11.1

Vollständige Bezeichnung Schlachten von Schweinen
Abschnitt C - Verarbeitendes Gewerbe
Abteilung 10 - Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln
Gruppe 10.1 - Schlachten und Fleischverarbeitung
Klasse 10.11 - Schlachten, ohne Schlachten von Geflügel
NACE Rev. 2.1 10.11.1
WZ 2008 Entsprechung 10.11.0
Kundensystematik 100

Compliance Risk Score

5 von 5 Faktoren bestanden

10 / 10
Wie wir diesen Score berechnen ->

Vorgänger (WZ 2008)

Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .

Offizielle Hinweise

Umsteigeschlüssel

Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.

Einordnung

Was umfasst der WZ-Code 10.11.1?

Der WZ-Code 10.11.1 bezeichnet den Wirtschaftszweig des Schlachtens von Schweinen. Diese Klassifikation umfasst Betriebe, die Schweine schlachten und die Schlachtkörper zerlegen. Die Tätigkeit unterliegt strengen tierschutzrechtlichen und lebensmittelhygienischen Vorschriften. Betriebe müssen sich an die Schweineschlachtkörper-Handelsklassenverordnung und die Tierschutzschlachtverordnung halten. Der Prozess beginnt mit der Anlieferung der Tiere und endet mit der gekühlten Lagerung der Schlachtkörperteile. Was der WZ-Code 10.11.1 umfasst

Der Code klassifiziert Unternehmen, deren Haupttätigkeit im Schlachten von Schweinen besteht. Dazu gehören das Betäuben, Entbluten, Enthäuten sowie das Zerlegen der Schlachtkörper in Teilstücke. Auch die Kühlung und vorbereitende Lagerung der Produkte fällt in diesen Bereich. Die gewerbliche Schlachtung für den Weiterverkauf des Fleisches ist der Kern dieser Klassifikation.

Rechtliche Grundlagen und Verordnungen

Für Schlachtbetriebe gelten mehrere verbindliche Rechtsvorschriften. Die Schweineschlachtkörper-Handelsklassenverordnung regelt die Einteilung in Handelsklassen nach Qualitätsmerkmalen. Die Tierschutzschlachtverordnung schreibt vor, dass Tiere vor dem Schlachten betäubt werden müssen. Zusätzlich sind die Hygienevorschriften der Lebensmittelhygiene-Verordnung einzuhalten. Betriebe benötigen eine Zulassung nach der Tierische Lebensmittel-Hygieneverordnung.

Ablauf des Schlachtprozesses

Der Schlachtprozess folgt einem standardisierten Ablauf. Zuerst werden die Tiere angeliefert und in Wartebuchten untergebracht. Vor der Schlachtung erfolgt eine amtliche Fleischuntersuchung. Die Betäubung mittels CO₂ oder Elektrobetäubung stellt das Tier bewusstlos. Anschließend wird es entblutet und enthäutet. Der Schlachtkörper wird geöffnet und die Innereien entnommen. Nach der Untersuchung erfolgt die Zerlegung in handelsübliche Teile.

Typische Fehler und betriebliche Herausforderungen

Häufige Probleme betreffen die Einhaltung der Tierschutzvorschriften. Ungenügende Betäubung kann zu Leiden der Tiere führen. Auch die Einhaltung der Kühlkette stellt viele Betriebe vor Herausforderungen. Hygienemängel in der Verarbeitungskette können zu Kontaminationen führen. Die Dokumentation der Handelsklasseneinstufung erfordert Sorgfalt, da Fehler zu rechtlichen Konsequenzen führen können.

Was nicht unter den Code fällt

Nicht zum Schlachten von Schweinen nach Code 10.11.1 gehört das Schlachten von Geflügel, das unter 10.12 klassifiziert wird. Auch die Schlachtung im eigenen Haushalt für den privaten Verbrauch ist ausgenommen. Die Weiterverarbeitung zu Wurstwaren oder anderen Fleischerzeugnissen fällt unter andere WZ-Codes. Das Schlachten von Rindern oder Schafen ist ebenfalls separat klassifiziert.

Praktische Hinweise für Betriebe

Schlachtbetriebe sollten regelmäßig Schulungen zum Tierschutz durchführen. Die Investition in moderne Betäubungsanlagen verbessert das Tierwohl. Eine lückenlose Dokumentation aller Prozessschritte ist essentiell. Die Zusammenarbeit mit veterinärmedizinischen Betrieben stellt die Qualitätssicherung sicher. Betriebe müssen sich auf regelmäßige Kontrollen der Lebensmittelüberwachungsbehörden einstellen.

Zukunftsperspektiven und Entwicklungen

Die Branche entwickelt sich hin zu mehr Transparenz und Tierwohl. Alternative Betäubungsmethoden werden erforscht. Automatisierung und Digitalisierung halten Einzug in Schlachtbetriebe. Die Nachfrage nach regionalen und biologisch erzeugten Schlachtprodukten wächst. Gleichzeitig stehen Betriebe unter hohem Kostendruck durch strenge Auflagen.

Häufig gestellte Fragen

Was umfasst der WZ-Code 10.11.1?

Der WZ-Code 10.11.1 beschreibt die Tätigkeit 'Schlachten von Schweinen' innerhalb der WZ 2025.