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Klasse

WZ-Klasse 23.32 – Herstellung von Ziegeln und sonstiger Baukeramik

Was die WZ 23.32.0 wirklich umfasst Der WZ-Code 23.32.0 klassifiziert Betriebe, die Ziegel und sonstige Baukeramik herstellen.

Diese Klasse umfasst die Unterklasse 23.32.0 (gleiche Beschreibung).

Ebene Klasse
Tiefe 4/5
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Verwandt 1
Übersicht

Informationen zu WZ-Klasse 23.32

Vollständige Bezeichnung Herstellung von Ziegeln und sonstiger Baukeramik
Abschnitt C - Verarbeitendes Gewerbe
Abteilung 23 - Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden
Gruppe 23.3 - Herstellung von keramischen Baumaterialien
Klasse 23.32 - Herstellung von Ziegeln und sonstiger Baukeramik
Integrierte Unterklasse 23.32.0
NACE Rev. 2.1 23.32
WZ 2008 Entsprechung 23.32.0
Kundensystematik 230

Compliance Risk Score

5 von 5 Faktoren bestanden

10 / 10
Wie wir diesen Score berechnen ->
Zuordnung

Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?

Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.

Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis

Vorgänger (WZ 2008)

Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .

Zugehörige Codes

Einordnung

Was umfasst der WZ-Code 23.32.0?

Was die WZ 23.32.0 wirklich umfasst

Der WZ-Code 23.32.0 klassifiziert Betriebe, die Ziegel und sonstige Baukeramik herstellen. Dazu zählen vor allem Mauerziegel, Dachziegel, Klinker, Bodenfliesen aus Keramik und ähnliche Produkte für den Baubereich. Nicht dazu gehören feinkeramische Erzeugnisse wie Porzellan oder Gebrauchskeramik – die fallen unter andere Codes. Wenn Sie also einen Betrieb führen, der Ton abbaut, formt und brennt, um Baumaterial zu produzieren, ist dieser Code relevant. Die Rohstoffe: Mehr als nur Ton

Ziegel beginnen mit der richtigen Materialmischung. Ton und Lehm sind die Basis, doch die Rezepturen variieren stark. Für Dachziegel wird oft feinerer Ton verwendet, für Klinker kommen härtere Mischungen mit höherem Sandanteil zum Einsatz. Schamotte – gebrannter und gemahlener Ton – wird beigemischt, um die Schwindung beim Trocknen zu reduzieren. Farboxide wie Eisenoxid geben die typischen Rottöne. Die Qualität der Rohstoffe direkt aus der Grube bestimmt bereits die spätere Festigkeit und Farbe. Vom Rohstoff zum fertigen Ziegel: Die Schritte

Die Produktion folgt einem klaren Ablauf, der je nach Produkt angepasst wird.

Aufbereitung des Tons

Zuerst wird der Rohton von Steinen und Wurzeln befreit. Dann folgt die Zerkleinerung und Homogenisierung in Nass- oder Trockenaufbereitung. Bei der Nassaufbereitung wird der Ton mit Wasser gemischt und durch Siebe gepumpt, um eine gleichmäßige Masse zu erhalten. Trockenaufbereitung ist energieeffizienter, erfordert aber absolut trockenes Material.

Formgebung und Trocknung

Die Formgebung erfolgt durch Strangpressen, Handform oder Trockenpressen. Strangpressen ist der häufigste Weg für Mauerziegel – der weiche Ton wird durch eine Düse gepresst und anschließend zugeschnitten. Danach muss der Ziegel langsam und gleichmäßig trocknen, um Risse zu vermeiden. Industriell geschieht das in Trockenkammern mit kontrollierter Luftfeuchtigkeit und Temperatur.

Der Brand: Herzstück der Produktion

Gebrannt wird bei Temperaturen zwischen 900°C und 1200°C, je nach Produkt. Klinker benötigen die höchsten Temperaturen für ihre Dichte und Frostbeständigkeit. Der Brennvorgang im Tunnel- oder Ringofen dauert mehrere Tage und muss präzise gesteuert werden. Zu schnelles Aufheizen führt zu Spannungen, zu langsames kostet Energie. Nach dem Brand folgt die langsame Abkühlung – auch hier entscheidet die Kontrolle über Qualität und Farbe.

Typische Ziegelarten im Vergleich

  • Ziegeltyp
  • Eigenschaften
  • Einsatzbereich
  • Mauerziegel
  • Leicht, wärmedämmend, oft mit Lochung
  • Hochbau, Außen- und Innenwände
  • Klinker
  • Sehr hart, dicht, frostbeständig
  • Fassaden, Sockel, Bodenbelag
  • Dachziegel
  • Formstabil, wetterfest, verschiedene Profile
  • Dacheindeckung
  • Fliesen
  • Glatt, abriebfest, leicht zu reinigen
  • Böden, Wände in Innenräumen

Checkliste: Häufige Fehler in der Produktion und wie man sie vermeidet

Auch erfahrene Betriebe stoßen auf Probleme. Diese Checkliste hilft, typische Fehler früh zu erkennen.

Ungleichmäßige Trocknung: Führt zu Rissen. Lösung: Langsame Trocknung in gestuften Kammern mit kontrollierter Luftfeuchtigkeit.

Verunreinigungen im Rohmaterial: Kalkanteile können später „ausblühen“ oder platzen. Lösung: Gründliche Siebung und Materialprüfung vor der Verarbeitung.

Temperaturschwankungen beim Brennen: Verursacht unterschiedliche Farben und Festigkeiten. Lösung: Kalibrierte Ofensteuerung und regelmäßige Wartung.

Falsche Mischungsverhältnisse: Zu viel Sand macht brüchig, zu wenig sorgt für Verzug. Lösung: Labortests für jede neue Toncharge.

FAQ: Häufige Fragen zur Ziegelherstellung

Was fällt unter den WZ-Code 23.32.0?

Der Code umfasst die Herstellung von Ziegeln, Dachziegeln, Klinker, Fliesen und anderen keramischen Bauprodukten, nicht jedoch feinkeramische Erzeugnisse wie Geschirr.

Welche Rohstoffe werden für Ziegel verwendet?

Hauptrohstoffe sind Ton, Lehm und Sand. Je nach Produkt kommen auch Schamotte, Feldspat oder Farboxide hinzu.

Was sind häufige Fehler in der Ziegelproduktion?

Typische Probleme sind ungleichmäßiges Brennen, Rissbildung durch zu schnelle Trocknung oder Verunreinigungen im Rohmaterial.

Häufig gestellte Fragen

Was fällt unter den WZ-Code 23.32.0?

Der Code umfasst die Herstellung von Ziegeln, Dachziegeln, Klinker, Fliesen und anderen keramischen Bauprodukten, nicht jedoch feinkeramische Erzeugnisse wie Geschirr.

Welche Rohstoffe werden für Ziegel verwendet?

Hauptrohstoffe sind Ton, Lehm und Sand. Je nach Produkt kommen auch Schamotte, Feldspat oder Farboxide hinzu.

Was sind häufige Fehler in der Ziegelproduktion?

Typische Probleme sind ungleichmäßiges Brennen, Rissbildung durch zu schnelle Trocknung oder Verunreinigungen im Rohmaterial.