WZ-Klasse 21.20 – Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Der WZ-Code 21.20.0 bezeichnet die Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und anderen pharmazeutischen Erzeugnissen.
Diese Klasse umfasst die Unterklasse 21.20.0 (gleiche Beschreibung).
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung vorhanden
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Zugehörige Codes
Was umfasst der WZ-Code 21.20.0?
Der WZ-Code 21.20.0 bezeichnet die Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und anderen pharmazeutischen Erzeugnissen. Diese Klassifikation umfasst fertig dosierte Arzneimittel zur humanmedizinischen oder tiermedizinischen Anwendung. Unternehmen in diesem Bereich unterliegen strengen regulatorischen Anforderungen und produzieren sowohl patentgeschützte als auch generische Medikamente. Was genau fällt unter Code 21.20.0? Die Klassifikation 21.20.0 erfasst Unternehmen, die pharmazeutische Spezialitäten und andere Fertigarzneimittel herstellen. Dazu gehören: Fertigarzneimittel in endgültiger Darreichungsform
Humanarzneimittel und Tierarzneimittel
Patentgeschützte Originalpräparate
Generika nach Ablauf des Patentschutzes
Rezeptpflichtige und apothekenpflichtige Arzneimittel
Nicht dazu gehören die Herstellung von pharmazeutischen Grundstoffen (21.10.0) oder die Produktion von medizinischen Hilfsstoffen und Verbandmitteln.
Regulatorische Anforderungen und Compliance Die Herstellung unter Code 21.20.0 unterliegt dem deutschen Arzneimittelgesetz und europäischen Richtlinien. Zentral ist die Einhaltung der Good Manufacturing Practice (GMP). Betriebe benötigen eine Herstellungserlaubnis nach §13 AMG. Die Überwachung obliegt den zuständigen Landesbehörden und dem Paul-Ehrlich-Institut für bestimmte Arzneimittelgruppen. Documentation und Qualitätssicherung sind verpflichtend. Jede Charge unterliegt einer strengen Freigabeprüfung durch den sachkundigen Beauftragten.
- Typische Produkte und Anwendungsbereiche
- Unternehmen in dieser Klassifikation produzieren ein breites Spektrum an Arzneimitteln:
- Tabletten, Kapseln und Dragees
- Injektionslösungen und Infusionspräparate
- Salben, Cremes und Gele
- Augentropfen und Nasensprays
Vaccine und Seren
Die Bandbreite reicht von Massenprodukten wie Schmerztabletten bis zu hochspezialisierten Oncolytica.
- Abgrenzung zu verwandten WZ-Codes
- Oft kommt es zu Verwechslungen mit benachbarten Klassifikationen. Code 21.20.0 unterscheidet sich klar von:
- 21.10.0: Herstellung pharmazeutischer Grundstoffe
- 32.50.0: Herstellung von medizinischen Hilfsmitteln
20.41.0: Herstellung von Seifen und Waschmitteln
Für die korrekte Einordnung entscheidend ist die endgültige Darreichungsform und arzneimittelrechtliche Einstufung.
Wirtschaftliche Bedeutung in Deutschland Die deutsche Pharmaindustrie unter Code 21.20.0 gehört zu den innovationsstärksten Branchen. Über 500 Unternehmen beschäftigen mehr als 120.000 Mitarbeiter. Der Umsatz lag zuletzt bei über 45 Milliarden Euro jährlich. Exportquote und Forschungsintensität sind deutlich über dem industriellen Durchschnitt. Clusterbildung ist besonders in Süddeutschland, im Rhein-Main-Gebiet und in Berlin-Brandenburg ausgeprägt.
- Praktische Herausforderungen und Limitierungen
- Unternehmen sehen sich mit spezifischen Hürden konfrontiert:
- Hohe Compliance-Kosten durch regulatorische Anforderungen
- Lange Entwicklungszeiten für neue Arzneimittel
- Komplexe Lieferketten für Wirkstoffe und Hilfsstoffe
Preisdruck durch Gesundheitsysteme und Generika-Wettbewerb
Die Innovationszyklen verkürzen sich, während die Anforderungen an Wirksamkeitsnachweise steigen.
Häufig gestellte Fragen
Was umfasst der WZ-Code 21.20.0?
Der WZ-Code 21.20.0 beschreibt die Tätigkeit 'Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen' innerhalb der WZ 2025.