C Produktion
Klasse

WZ-Klasse 17.23 – Herstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und Pappe

Der WZ-Code 17.23.0 (Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008) dient der statistischen Erfassung von Unternehmen, die Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und Pappe herstellen.

Diese Klasse umfasst die Unterklasse 17.23.0 (gleiche Beschreibung).

Ebene Klasse
Tiefe 4/5
Untergeordnet 0
Verwandt 4
Übersicht

Informationen zu WZ-Klasse 17.23

Vollständige Bezeichnung Herstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und Pappe
Abschnitt C - Verarbeitendes Gewerbe
Abteilung 17 - Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus
Gruppe 17.2 - Herstellung von Waren aus Papier, Karton und Pappe
Klasse 17.23 - Herstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und Pappe
Integrierte Unterklasse 17.23.0
NACE Rev. 2.1 17.23
WZ 2008 Entsprechung 17.23.0
Kundensystematik 170

Compliance Risk Score

5 von 5 Faktoren bestanden

10 / 10
Wie wir diesen Score berechnen ->

Vorgänger (WZ 2008)

Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .

Zugehörige Codes

Einordnung

Was umfasst der WZ-Code 17.23.0?

Der WZ-Code 17.23.0 (Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008) dient der statistischen Erfassung von Unternehmen, die Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und Pappe herstellen. Die Zuordnung ist nicht optional, sondern amtlich vorgegeben. Ein falscher Code kann zu fehlerhaften Branchenstatistiken, problematischen Beitragsberechnungen bei Berufsgenossenschaften oder sogar Nachfragen durch das Statistische Bundesamt führen. Dieser Artikel listet präzise auf, was einzuordnen ist, was nicht, und welche Fallstricke bei der Selbsteinstufung lauern. Was der Code 17.23.0 konkret umfasst

Die Klassifikation erfasst die Herstellung von fertigen Endprodukten für den Büro- und Schreibbedarf, die überwiegend aus Papier, Karton oder Pappe gefertigt sind. Der Prozess der eigentlichen Papierherstellung (WZ 17.1) ist davon strikt getrennt. Hier geht es um die Weiterverarbeitung. Gebräuchliche Produkte, die unter diesen Code fallen, sind: - Schreibblöcke, Notizbücher, Tagebücher, Hefte - Aktenordner, Register, Mappen, Schnellhefter aus Pappe - Briefumschläge, Versandtaschen, Kuverts - Karteikarten, Indexkarten - Formulare, Vordrucke (z.B. Rechnungen, Quittungsblöcke) - Kalender (Geschäftskalender, Taschenkalender) - Bücher in rein handwerklicher Buchbindung (ohne verlegerische Tätigkeit) - Spezielle Verpackungen für Bürobedarf (z.B. Archivkartons, Schachteln) Entscheidend ist der Begriff "gebrauchsfertig". Die Produkte müssen für den Endverbrauch oder den direkten Büroeinsatz bestimmt sein. Abgrenzung: Was definitiv nicht dazu gehört

Die häufigsten Fehler bei der Zuordnung entstehen durch mangelnde Abgrenzung zu verwandten, aber statistisch separierten Tätigkeiten. Der Code 17.23.0 ist eng auszulegen. Herstellung der Rohmaterialien (WZ 17.1)

Die Produktion von Papier, Karton oder Pappe als Rollen, Bögen oder Rohmaterial fällt unter die Codes 17.11 bis 17.12. Ein Unternehmen, das nur Papier produziert, aber keine Schreibwaren daraus fertigt, gehört nicht hierher. Druckereien und Verlagswesen (WZ 18.1, 58.1)

Das Bedrucken von Schreibwaren allein macht noch keine Herstellung nach 17.23.0 aus. Wenn der Schwerpunkt auf dem Druck- oder Verlagsgeschäft liegt (z.B. Herstellung von Büchern durch einen Verlag), sind die Codes 18.13 oder 58.11 bis 58.14 maßgeblich. 17.23.0 ist für die handwerkliche oder industrielle Fertigung der Ware selbst zuständig, nicht für deren publizistischen Inhalt. Bürobedarf aus anderen Materialien

Artikel, die überwiegend aus anderen Materialien wie Kunststoff (WZ 22.29), Metall (WZ 25.99) oder Holz (WZ 16.29) gefertigt sind, fallen nicht unter diesen Code, auch wenn sie demselben Verwendungszweck dienen (z.B. Kunststoff-Ordner, Metall-Klammeraffen). Typische Fehler und problematische Grenzfälle

Einige Geschäftsmodelle sind schwer einzuordnen. Prüfen Sie diese Punkte kritisch. Kombinierte Tätigkeiten: Ein Betrieb, der selbst Papier herstellt und daraus direkt Briefumschläge fertigt, benötigt zwei Codes: 17.12 (Herstellung von Papier und Pappe) und 17.23.0 für die Weiterverarbeitung. Nur den Code 17.23.0 anzugeben, würde die Papierproduktion statistisch unsichtbar machen. Buchbinderei vs. Herstellung: Reine Buchbindearbeiten (WZ 18.13) wie das Binden von Drucksachen Dritter sind getrennt zu klassifizieren. Die Herstellung eigener Produkte (z.B. von leeren Tagebüchern) fällt unter 17.23.0. "Herstellung" vs. "Handel": Unternehmen, die nur handeln, also handgefertigte Schreibwaren importieren und vertreiben, fallen unter den Groß- oder Einzelhandel (WZ 46.xx oder 47.xx), nicht unter die Herstellung. Vergleich: Code 17.23.0 und ähnliche Klassifikationen WZ-Code Beschreibung Abgrenzung zu 17.23.0 17.23.0 Herst. von Schreibwaren/Bürobedarf aus Papier, Karton, Pappe N/A 17.12 Herst. von Papier und Pappe Liefert das Rohmaterial, fertigt keine Endprodukte. 18.13 Druckweiterverarbeitung (Buchbinderei, Finishen) Bearbeitet fremde Drucksachen, stellt keine eigenen Waren her. 22.29 Herst. von Kunststoffwaren a.n.g. Zuständig für Büroartikel aus Kunststoff (z.B. Folienhefter). 58.11 Verlag von Büchern Verlegertätigkeit, nicht die handwerkliche Herstellung des Buchkörpers. Checkliste: Ist Ihr Unternehmen korrekt unter 17.23.0 eingeordnet?

Beantworten Sie diese Fragen für eine kritische Überprüfung Ihrer aktuellen Klassifikation. 1. Stellen Sie physische, gebrauchsfertige Produkte aus Papier, Karton oder Pappe her (keine Dienstleistungen wie Drucken oder Binden für Dritte)? 2. Ist die Herstellung dieser Produkte Ihre Kerntätigkeit (nicht nur ein Nebengeschäft)? 3. Produzieren Sie NICHT primär das Rohmaterial Papier/Pappe selbst (das wäre 17.1)? 4. Handelt es sich NICHT um Verlagserzeugnisse (das wäre 58.1)? 5. Bestehen Ihre Produkte überwiegend aus Papier, Karton oder Pappe (nicht aus Kunststoff/Metall)? Wenn Sie alle Fragen mit "Ja" beantworten, ist die Zuordnung zu 17.23.0 wahrscheinlich korrekt. Bei einem "Nein" prüfen Sie die alternativen Codes aus der Tabelle. Warum die korrekte Code-Zuordnung mehr ist als Bürokratie

Die Klassifikation dient nicht nur der Statistik. Falsche Angaben können handfeste finanzielle und rechtliche Konsequenzen haben. Beiträge zur Berufsgenossenschaft (BG) werden unter anderem anhand der Gefahrklasse Ihres Wirtschaftszweigs berechnet. Eine fehlerhafte Einstufung kann zu falschen Beitragssätzen und damit zu Nachzahlungen oder ungerechtfertigten Zahlungen führen. Für die amtliche Statistik ist die korrekte Zuordnung verpflichtend. Das Statistische Bundesamt und die statistischen Landesämter nutzen diese Daten für volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen und Branchenanalysen. Fehleinstufungen verfälschen diese Bild. Außerdem dient der WZ-Code IHKs, Handelskammern und Verbänden zur Branchenzuordnung. Eine falsche Klassifikation kann dazu führen, dass Sie nicht die richtigen Fachinformationen, Netzwerke oder Fördermöglichkeiten für Ihre spezifische Tätigkeit erhalten. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was gehört alles zur Herstellung von Schreibwaren und Bürobedarf nach Code 17.23.0? Dazu zählen die Herstellung von Schreibblöcken, Heften, Ordnern, Briefumschlägen, Karteikarten, Formularen, Büchern (außer Verlagserzeugnissen), Kalendern sowie Verpackungen für Bürozwecke, sofern sie aus Papier, Karton oder Pappe bestehen und gebrauchsfertig sind. Was fällt NICHT unter den Code 17.23.0? Nicht eingeschlossen sind die Herstellung von Papier, Karton oder Pappe selbst (WZ 17.1), die Buchbinderei und Finishen (WZ 18.13), Verlagserzeugnisse (WZ 58.1) sowie Bürobedarf aus anderen Materialien wie Kunststoff oder Metall (z.B. WZ 22.29, 25.99). Warum ist die korrekte Zuordnung zum WZ-Code wichtig? Die korrekte Zuordnung ist entscheidend für amtliche Statistiken, die Branchenzuordnung durch IHK oder Handelsregister, die Berechnung von Beitragssätzen (z.B. Berufsgenossenschaft) und kann auch für Förderanträge oder Ausschreibungen relevant sein. Kann ein Unternehmen mehrere WZ-Codes haben? Ja, wenn ein Unternehmen Tätigkeiten ausübt, die verschiedenen Codes zugeordnet werden müssen (z.B. Herstellung von Papier (17.12) und daraus gefertigten Schreibwaren (17.23.0)), sind mehrere Haupt- oder Nebentätigkeitscodes möglich und oft nötig.

Häufig gestellte Fragen

Was gehört alles zur Herstellung von Schreibwaren und Bürobedarf nach Code 17.23.0?

Dazu zählen die Herstellung von Schreibblöcken, Heften, Ordnern, Briefumschlägen, Karteikarten, Formularen, Büchern (außer Verlagserzeugnissen), Kalendern sowie Verpackungen für Bürozwecke, sofern sie aus Papier, Karton oder Pappe bestehen und gebrauchsfertig sind.

Was fällt NICHT unter den Code 17.23.0?

Nicht eingeschlossen sind die Herstellung von Papier, Karton oder Pappe selbst (WZ 17.1), die Buchbinderei und Finishen (WZ 18.13), Verlagserzeugnisse (WZ 58.1) sowie Bürobedarf aus anderen Materialien wie Kunststoff oder Metall (z.B. WZ 22.29, 25.99).

Warum ist die korrekte Zuordnung zum WZ-Code wichtig?

Die korrekte Zuordnung ist entscheidend für amtliche Statistiken, die Branchenzuordnung durch IHK oder Handelsregister, die Berechnung von Beitragssätzen (z.B. Berufsgenossenschaft) und kann auch für Förderanträge oder Ausschreibungen relevant sein.

Kann ein Unternehmen mehrere WZ-Codes haben?

Ja, wenn ein Unternehmen Tätigkeiten ausübt, die verschiedenen Codes zugeordnet werden müssen (z.B. Herstellung von Papier (17.12) und daraus gefertigten Schreibwaren (17.23.0)), sind mehrere Haupt- oder Nebentätigkeitscodes möglich und oft nötig.

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