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Klasse

WZ-Klasse 16.27 – Veredlung von Holzwaren

Die Holzveredlung nach Code 16.27.0 umfasst alle Oberflächenbehandlungen von Holzwaren außer Möbeln.

Diese Klasse umfasst die Unterklasse 16.27.0 (gleiche Beschreibung).

Ebene Klasse
Tiefe 4/5
Untergeordnet 0
Verwandt 7
Übersicht

Informationen zu WZ-Klasse 16.27

Vollständige Bezeichnung Veredlung von Holzwaren
Abschnitt C - Verarbeitendes Gewerbe
Abteilung 16 - Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren, ohne Möbel
Gruppe 16.2 - Herstellung von sonstigen Holz-, Kork-, Flecht- und Korbwaren
Klasse 16.27 - Veredlung von Holzwaren
Integrierte Unterklasse 16.27.0
NACE Rev. 2.1 16.27
WZ 2008 Entsprechung 16.21.0, 16.22.0, 16.23.0, 16.24.0, 16.29.0
Kundensystematik 160

Compliance Risk Score

5 von 5 Faktoren bestanden

10 / 10
Wie wir diesen Score berechnen ->
Zuordnung

Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?

Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.

Ebenfalls relevant für

Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis

Vorgänger (WZ 2008)

Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .

Offizielle Hinweise

Umsteigeschlüssel

Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.

Umsteigeschlüssel

Im Umsteigeschlüssel ist diese WZ-Position selbst als ex-Position gekennzeichnet.

Zugehörige Codes

Verwandte WZ-Codes

Einordnung

Was umfasst der WZ-Code 16.27.0?

Die Holzveredlung nach Code 16.27.0 umfasst alle Oberflächenbehandlungen von Holzwaren außer Möbeln. Dazu zählen Imprägnieren, Lackieren, Beizen, Wachsen, Ölen sowie thermische und chemische Verfahren. Die Klassifikation dient statistischen Zwecken und beschreibt handwerkliche und industrielle Prozesse zur Wertsteigerung und Schutzverbesserung von Holzprodukten. Richtige Durchführung erfordert Fachwissen über Materialeigenschaften, Verfahrenstechnik und sicherheitsrelevante Aspekte.

Grundlagen der Holzveredlungsklassifikation

Der WZ-Code 16.27.0 klassifiziert die Veredlung von Holzwaren innerhalb des statistischen Systems der Wirtschaftszweige. Er unterscheidet sich von verwandten Codes wie 16.12.0 (Holzbearbeitung) durch den Fokus auf Oberflächenbehandlung bereits gefertigter Produkte. Die Einordnung hilft bei betrieblicher Statistikerfassung und branchenübergreifender Vergleichbarkeit.

Schritt-für-Schritt Anleitung zur fachgerechten Holzveredlung

Vorbereitung der Holzoberfläche

Jede Veredlung beginnt mit gründlicher Vorbereitung. Entfernen Sie Staub, Fett und alte Beschichtungen vollständig. Schleifen Sie die Oberfläche gleichmäßig mit passender Körnung – typischerweise 120-180 für die Grundierung, feiner für Zwischenschliffe. Achten Sie auf gleichmäßige Faserverteilung und vermeiden Sie Quetschungen des Materials.

Auswahl und Applikation der Veredlungsmittel

Wählen Sie Beizen, Lacke oder Öle entsprechend der Holzart und gewünschter Optik. Testen Sie an unauffälligen Stellen die Farbtönung und Verträglichkeit. Tragen Sie Mittel gleichmäßig in dünnen Schichten auf – bei Pinselarbeit immer in Faserrichtung, bei Sprühtechnik mit gleichmäßigen Überlappungen. Zwischentrocknungszeiten strikt einhalten.

Trocknung und Nachbearbeitung

Lassen Sie behandelte Stücke in staubfreier Umgebung mit stabilen Klimabedingungen trocknen. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft. Nach vollständiger Durchtrocknung erfolgt gegebenenfalls Politur oder leichter Nachschliff für optimale Oberflächenqualität.

Vergleich der gängigen Veredlungsverfahren

  • Verfahren
  • Einsatzbereich
  • Vorteile
  • Nachteile
  • Lackierung
  • Hohe mechanische Belastung, Feuchtigkeit
  • Vollständiger Schutz, große Farbauswahl
  • Langere Trocknungszeiten, aufwendige Reparatur
  • Ölung
  • Innenbereich, Lebensmittelkontakt
  • Natürliche Optik, leicht zu reparieren
  • Regelmäßige Nachbehandlung nötig
  • Wachs
  • Dekorative Oberflächen, historische Objekte
  • Einfache Applikation, tiefe Patina
  • Begrenzter Schutz, empfindlich gegen Hitze
  • Beize
  • Farbgebung ohne vollständige Versiegelung
  • Betont Maserung, verschiedene Tönungen
  • Zusätzlicher Schutzlack oft erforderlich

Typische Fehler und deren Vermeidung

Die häufigsten Probleme entstehen durch Zeitdruck und unzureichende Planung. Vermeiden Sie diese Fehlerquellen:

  • Unvollständige Entfernung alter Beschichtungen führt zu Haftungsproblemen
  • Übereilen der Trocknungsphasen verursacht Blasenbildung und Risse
  • Falsche Klimabedingungen während der Verarbeitung beeinträchtigen Ergebnisse

Nichtbeachtung der Herstellerangaben bei Chemikalien riskiert Gesundheit und Material

Arbeiten Sie systematisch und dokumentieren Sie verwendete Materialien und Verfahrensschritte für spätere Reparaturen.

Rechtliche und sicherheitstechnische Anforderungen

Für Holzveredlungsbetriebe gelten verschiedene Vorschriften. Die Gefahrstoffverordnung regelt Umgang mit Lacken, Lösemitteln und chemischen Beizen. Entsorgung von Reststoffen muss nach Abfallverordnung erfolgen. Arbeitsschutzbestimmungen fordern geeignete Lüftung und persönliche Schutzausrüstung. Für bestimmte Spezialverfahren können zusätzliche Genehmigungen notwendig sein.

Checkliste für die Auftragsannahme

Klärung der Kundenwünsche und Einsatzbedingungen des Produkts

Prüfung der Holzart und vorhandener Vorbehandlungen

Festlegung des geeigneten Veredlungsverfahrens

Kalkulation von Materialbedarf und Zeitaufwand

Aufklärung über Pflege und Haltbarkeit der Behandlung

Wirtschaftliche Aspekte der Holzveredlung

Die Veredlung steigert den Wert von Holzprodukten erheblich. Kalkulieren Sie Materialkosten, Zeitaufwand und Maschinenverschleiß realistisch. Unterschiedliche Verfahren haben stark variierende Wirtschaftlichkeit – Ölbehandlung benötigt häufige Nacharbeit bei geringeren Materialkosten, Lackierung bietet längerfristigen Schutz mit höherem Invest. Spezialverfahren wie Feuerveredlung oder Druckimprägnierung erlauben Premiumpreise.

FAQ – Häufige Fragen zur Holzveredlung

Was gehört alles zur Holzveredlung nach Code 16.27.0?

Zur Holzveredlung gemäß WZ 16.27.0 zählen Imprägnieren, Lackieren, Beizen, Wachsen, Ölen sowie thermische und chemische Oberflächenbehandlungen von Holzwaren, die nicht der Möbelproduktion dienen. Welche Fehler sollte man bei der Holzveredlung unbedingt vermeiden?

Typische Fehler sind unzureichende Vorbereitung der Oberfläche, falsche Klimabedingungen während der Verarbeitung, Nichtbeachtung der Herstellerangaben bei Chemikalien und unvollständige Trocknungszeiten zwischen den Arbeitsgängen. Ist eine spezielle Zertifizierung für Holzveredlungsbetriebe erforderlich?

Für bestimmte Verfahren wie chemische Imprägnierung oder Arbeiten mit gefährlichen Stoffen können besondere Genehmigungen nach Gefahrstoffverordnung notwendig sein. Die allgemeine Holzveredlung unterliegt keinen speziellen Zertifizierungspflichten.

Häufig gestellte Fragen

Was gehört alles zur Holzveredlung nach Code 16.27.0?

Zur Holzveredlung gemäß WZ 16.27.0 zählen Imprägnieren, Lackieren, Beizen, Wachsen, Ölen sowie thermische und chemische Oberflächenbehandlungen von Holzwaren, die nicht der Möbelproduktion dienen.

Welche Fehler sollte man bei der Holzveredlung unbedingt vermeiden?

Typische Fehler sind unzureichende Vorbereitung der Oberfläche, falsche Klimabedingungen während der Verarbeitung, Nichtbeachtung der Herstellerangaben bei Chemikalien und unvollständige Trocknungszeiten zwischen den Arbeitsgängen.

Ist eine spezielle Zertifizierung für Holzveredlungsbetriebe erforderlich?

Für bestimmte Verfahren wie chemische Imprägnierung oder Arbeiten mit gefährlichen Stoffen können besondere Genehmigungen nach Gefahrstoffverordnung notwendig sein. Die allgemeine Holzveredlung unterliegt keinen speziellen Zertifizierungspflichten.

Kontakt

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