WZ-Klasse 16.27 – Veredlung von Holzwaren
Die Holzveredlung nach Code 16.27.0 umfasst alle Oberflächenbehandlungen von Holzwaren außer Möbeln.
Diese Klasse umfasst die Unterklasse 16.27.0 (gleiche Beschreibung).
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung inkl. Hinweise (2 Notizen)
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (5 Codes)
Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?
Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.
Ebenfalls relevant für
Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Offizielle Hinweise
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist diese WZ-Position selbst als ex-Position gekennzeichnet.
Zugehörige Codes
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 16.27.0?
Die Holzveredlung nach Code 16.27.0 umfasst alle Oberflächenbehandlungen von Holzwaren außer Möbeln. Dazu zählen Imprägnieren, Lackieren, Beizen, Wachsen, Ölen sowie thermische und chemische Verfahren. Die Klassifikation dient statistischen Zwecken und beschreibt handwerkliche und industrielle Prozesse zur Wertsteigerung und Schutzverbesserung von Holzprodukten. Richtige Durchführung erfordert Fachwissen über Materialeigenschaften, Verfahrenstechnik und sicherheitsrelevante Aspekte.
Grundlagen der Holzveredlungsklassifikation
Der WZ-Code 16.27.0 klassifiziert die Veredlung von Holzwaren innerhalb des statistischen Systems der Wirtschaftszweige. Er unterscheidet sich von verwandten Codes wie 16.12.0 (Holzbearbeitung) durch den Fokus auf Oberflächenbehandlung bereits gefertigter Produkte. Die Einordnung hilft bei betrieblicher Statistikerfassung und branchenübergreifender Vergleichbarkeit.
Schritt-für-Schritt Anleitung zur fachgerechten Holzveredlung
Vorbereitung der Holzoberfläche
Jede Veredlung beginnt mit gründlicher Vorbereitung. Entfernen Sie Staub, Fett und alte Beschichtungen vollständig. Schleifen Sie die Oberfläche gleichmäßig mit passender Körnung – typischerweise 120-180 für die Grundierung, feiner für Zwischenschliffe. Achten Sie auf gleichmäßige Faserverteilung und vermeiden Sie Quetschungen des Materials.
Auswahl und Applikation der Veredlungsmittel
Wählen Sie Beizen, Lacke oder Öle entsprechend der Holzart und gewünschter Optik. Testen Sie an unauffälligen Stellen die Farbtönung und Verträglichkeit. Tragen Sie Mittel gleichmäßig in dünnen Schichten auf – bei Pinselarbeit immer in Faserrichtung, bei Sprühtechnik mit gleichmäßigen Überlappungen. Zwischentrocknungszeiten strikt einhalten.
Trocknung und Nachbearbeitung
Lassen Sie behandelte Stücke in staubfreier Umgebung mit stabilen Klimabedingungen trocknen. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft. Nach vollständiger Durchtrocknung erfolgt gegebenenfalls Politur oder leichter Nachschliff für optimale Oberflächenqualität.
Vergleich der gängigen Veredlungsverfahren
- Verfahren
- Einsatzbereich
- Vorteile
- Nachteile
- Lackierung
- Hohe mechanische Belastung, Feuchtigkeit
- Vollständiger Schutz, große Farbauswahl
- Langere Trocknungszeiten, aufwendige Reparatur
- Ölung
- Innenbereich, Lebensmittelkontakt
- Natürliche Optik, leicht zu reparieren
- Regelmäßige Nachbehandlung nötig
- Wachs
- Dekorative Oberflächen, historische Objekte
- Einfache Applikation, tiefe Patina
- Begrenzter Schutz, empfindlich gegen Hitze
- Beize
- Farbgebung ohne vollständige Versiegelung
- Betont Maserung, verschiedene Tönungen
- Zusätzlicher Schutzlack oft erforderlich
Typische Fehler und deren Vermeidung
Die häufigsten Probleme entstehen durch Zeitdruck und unzureichende Planung. Vermeiden Sie diese Fehlerquellen:
- Unvollständige Entfernung alter Beschichtungen führt zu Haftungsproblemen
- Übereilen der Trocknungsphasen verursacht Blasenbildung und Risse
- Falsche Klimabedingungen während der Verarbeitung beeinträchtigen Ergebnisse
Nichtbeachtung der Herstellerangaben bei Chemikalien riskiert Gesundheit und Material
Arbeiten Sie systematisch und dokumentieren Sie verwendete Materialien und Verfahrensschritte für spätere Reparaturen.
Rechtliche und sicherheitstechnische Anforderungen
Für Holzveredlungsbetriebe gelten verschiedene Vorschriften. Die Gefahrstoffverordnung regelt Umgang mit Lacken, Lösemitteln und chemischen Beizen. Entsorgung von Reststoffen muss nach Abfallverordnung erfolgen. Arbeitsschutzbestimmungen fordern geeignete Lüftung und persönliche Schutzausrüstung. Für bestimmte Spezialverfahren können zusätzliche Genehmigungen notwendig sein.
Checkliste für die Auftragsannahme
Klärung der Kundenwünsche und Einsatzbedingungen des Produkts
Prüfung der Holzart und vorhandener Vorbehandlungen
Festlegung des geeigneten Veredlungsverfahrens
Kalkulation von Materialbedarf und Zeitaufwand
Aufklärung über Pflege und Haltbarkeit der Behandlung
Wirtschaftliche Aspekte der Holzveredlung
Die Veredlung steigert den Wert von Holzprodukten erheblich. Kalkulieren Sie Materialkosten, Zeitaufwand und Maschinenverschleiß realistisch. Unterschiedliche Verfahren haben stark variierende Wirtschaftlichkeit – Ölbehandlung benötigt häufige Nacharbeit bei geringeren Materialkosten, Lackierung bietet längerfristigen Schutz mit höherem Invest. Spezialverfahren wie Feuerveredlung oder Druckimprägnierung erlauben Premiumpreise.
FAQ – Häufige Fragen zur Holzveredlung
Was gehört alles zur Holzveredlung nach Code 16.27.0?
Zur Holzveredlung gemäß WZ 16.27.0 zählen Imprägnieren, Lackieren, Beizen, Wachsen, Ölen sowie thermische und chemische Oberflächenbehandlungen von Holzwaren, die nicht der Möbelproduktion dienen. Welche Fehler sollte man bei der Holzveredlung unbedingt vermeiden?
Typische Fehler sind unzureichende Vorbereitung der Oberfläche, falsche Klimabedingungen während der Verarbeitung, Nichtbeachtung der Herstellerangaben bei Chemikalien und unvollständige Trocknungszeiten zwischen den Arbeitsgängen. Ist eine spezielle Zertifizierung für Holzveredlungsbetriebe erforderlich?
Für bestimmte Verfahren wie chemische Imprägnierung oder Arbeiten mit gefährlichen Stoffen können besondere Genehmigungen nach Gefahrstoffverordnung notwendig sein. Die allgemeine Holzveredlung unterliegt keinen speziellen Zertifizierungspflichten.
Häufig gestellte Fragen
Was gehört alles zur Holzveredlung nach Code 16.27.0?
Zur Holzveredlung gemäß WZ 16.27.0 zählen Imprägnieren, Lackieren, Beizen, Wachsen, Ölen sowie thermische und chemische Oberflächenbehandlungen von Holzwaren, die nicht der Möbelproduktion dienen.
Welche Fehler sollte man bei der Holzveredlung unbedingt vermeiden?
Typische Fehler sind unzureichende Vorbereitung der Oberfläche, falsche Klimabedingungen während der Verarbeitung, Nichtbeachtung der Herstellerangaben bei Chemikalien und unvollständige Trocknungszeiten zwischen den Arbeitsgängen.
Ist eine spezielle Zertifizierung für Holzveredlungsbetriebe erforderlich?
Für bestimmte Verfahren wie chemische Imprägnierung oder Arbeiten mit gefährlichen Stoffen können besondere Genehmigungen nach Gefahrstoffverordnung notwendig sein. Die allgemeine Holzveredlung unterliegt keinen speziellen Zertifizierungspflichten.