WZ-Code 35.11.2 – Elektrizitätserzeugung aus nicht erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Der Wirtschaftszweig 35.11 (WZ 35.11) erfasst Unternehmen, die Strom durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Gas oder Öl in Kraftwerken erzeugen und in das öffentliche Netz einspeisen.
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung inkl. Hinweise (2 Notizen)
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (2 Codes)
Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?
Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.
Ebenfalls relevant für
Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Offizielle Hinweise
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist diese WZ-Position selbst als ex-Position gekennzeichnet.
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 35.11.2?
Der Wirtschaftszweig 35.11 (WZ 35.11) erfasst Unternehmen, die Strom durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Gas oder Öl in Kraftwerken erzeugen und in das öffentliche Netz einspeisen. Diese Klassifikation dient der statistischen Erfassung und Abgrenzung von Betrieben, die primär auf konventionelle Energieträger setzen. Sie umfasst nicht die Erzeugung aus erneuerbaren Quellen, Kernenergie oder den puren Netzbetrieb. Was bedeutet WZ 35.11 genau?
WZ 35.11 ist eine offizielle Klassifikation innerhalb des deutschen Klassifikationssystems der Wirtschaftszweige. Sie dient dazu, Unternehmen, die Strom aus nicht erneuerbaren Quellen produzieren, einheitlich zu erfassen – sei es für statistische Zwecke, betriebliche Berichterstattung oder volkswirtschaftliche Analysen.
Im Kern geht es um die thermische Verwertung fossiler Brennstoffe zur Stromproduktion. Typische Anlagen sind:
- Kohlekraftwerke (Braun- und Steinkohle)
- Gaskraftwerke
- Ölkraftwerke
Heizkraftwerke mit fossiler Feuerung
Entscheidend ist, dass der erzeugte Strom für die allgemeine Versorgung bestimmt ist, also in ein Netz eingespeist oder an Verteiler verkauft wird. Energieträger, die unter 35.11 fallen
Nicht erneuerbar bedeutet in diesem Kontext: Der Brennstoff steht nur begrenzt zur Verfügung und wird bei der Nutzung verbraucht. Konkret sind das:
- Steinkohle und Braunkohle
- Erdgas
Heizöl und andere Mineralölprodukte
Kernbrennstoffe wie Uran fallen ausdrücklich nicht unter diese Gruppe. Sie werden unter einem separaten Code erfasst.
Abgrenzung zu anderen Wirtschaftszweigen
Oft kommt es zu Verwechslungen mit benachbarten Codes. Diese Tabelle schafft Klarheit:
- WZ-Code
- Beschreibung
- Abgrenzung zu 35.11
- 35.11
- Elektrizitätserzeugung aus nicht erneuerbaren Energieträgern
- Nur Erzeugung, fossile Brennstoffe
- 35.11.1
- Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern
- Erneuerbare Quellen wie Wind, Solar, Biomasse
- 35.12
- Elektrizitätsverteilung
- Nur Netzbetrieb und Handel, keine Erzeugung
- 35.30
- Dampf- und Klimaversorgung
- Wärmeerzeugung, kein Strom fürs Netz
- Typische Tätigkeiten und Betriebe
- Unternehmen in diesem Sektor betreiben oder betreiben lassen:
- Planung und Bau von Kraftwerken
- Betrieb und Wartung der Anlagen
- Brennstoffbeschaffung und -logistik
- Stromeinspeisung ins Netz
Energiehandel
Dazu zählen sowohl große Energieversorger mit eigenen Kraftwerken als auch Betreibermodelle, bei denen Dritte die Anlagen führen.
Häufige Fehler bei der Zuordnung
Bei der Einordnung in WZ 35.11 passieren immer wieder dieselben Fehler. Diese Aktivitäten gehören nicht hierher:
- Stromerzeugung aus Biomasse oder Müll (fällt unter erneuerbare Energien)
- Betrieb von Notstromaggregaten ohne Netzeinspeisung
- Reine Stromlieferung ohne eigene Produktion (ist Handel oder Verteilung)
Kraft-Wärme-Kopplung, wenn der Strom nur betriebsintern genutzt wird
Ein häufiger Irrtum: Auch wenn ein Unternehmen sowohl fossil als auch erneuerbar erzeugt, muss beides separat ausgewiesen werden. Der fossil erzeugte Anteil allein geht in 35.11.
Praktische Herausforderungen im Betrieb
Betreiber solcher Anlagen sehen sich mit spezifischen Problemen konfrontiert:
- Hohe und volatile Brenstoffkosten
- Emissionshandel und CO2-Bepreisung
- Flexibilitätsanforderungen durch steigenden Ökostrom-Anteil
Wirtschaftlichkeit im Spannungsfeld der Energiewende
Hinzu kommen technische Herausforderungen wie Wirkungsgradoptimierung und Wartung der oft älteren Anlagen. Checkliste: Gehört mein Betrieb zu WZ 35.11?
Beantworten Sie diese Fragen:
- Erzeugen Sie Strom durch Verbrennung von Kohle, Gas oder Öl?
Speisen Sie diesen Strom ins öffentliche Netz ein oder verkaufen ihn an Netzbetreiber?
Ist die Erzeugung ein Hauptgeschäftszweig?
Wenn alle drei Punkte zutreffen, ist die Zuordnung zu 35.11 korrekt.
Statistische Relevanz und Entwicklung
WZ 35.11 erfasst einen im Rückgang begriffenen, aber immer noch substanziellen Teil der deutschen Stromerzeugung. Die genauen Kapazitäten und erzeugten Mengen werden regelmäßig vom Statistischen Bundesamt und den Übertragungsnetzbetreibern veröffentlicht. Trend: sinkende Bedeutung von Kohle, zunehmende Rolle von Gas als Brückentechnologie. FAQ: Häufige Fragen
Was fällt unter den WZ-Code 35.11?
Unter den Code 35.11 fallen alle Betriebe, die elektrischen Strom durch Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdgas oder Mineralölprodukte in Kraftwerken erzeugen und diesen über das öffentliche Netz verteilen oder an Netzbetreiber verkaufen. Die reine Stromverteilung ohne eigene Erzeugung ist hier nicht eingeschlossen. Welche Energieträger gelten als nicht erneuerbar im Sinne von WZ 35.11?
Als nicht erneuerbar gelten fossile Brennstoffe wie Steinkohle, Braunkohle, Erdgas, Heizöl und andere Mineralölprodukte. Auch die Kernspaltung zur Stromerzeugung fällt nicht unter diesen Code, sondern wird gesondert klassifiziert. Was ist der Unterschied zwischen WZ 35.11 und WZ 35.12?
WZ 35.11 umfasst die reine Erzeugung von Strom aus nicht erneuerbaren Quellen. WZ 35.12 klassifiziert dagegen den Betrieb der Übertragungs- und Verteilnetze sowie den Stromhandel – also die physische Lieferung an Endkunden, ohne selbst zu produzieren.
Häufig gestellte Fragen
Was fällt unter den WZ-Code 35.11?
Unter den Code 35.11 fallen alle Betriebe, die elektrischen Strom durch Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdgas oder Mineralölprodukte in Kraftwerken erzeugen und diesen über das öffentliche Netz verteilen oder an Netzbetreiber verkaufen. Die reine Stromverteilung ohne eigene Erzeugung ist hier nicht eingeschlossen.
Welche Energieträger gelten als nicht erneuerbar im Sinne von WZ 35.11?
Als nicht erneuerbar gelten fossile Brennstoffe wie Steinkohle, Braunkohle, Erdgas, Heizöl und andere Mineralölprodukte. Auch die Kernspaltung zur Stromerzeugung fällt nicht unter diesen Code, sondern wird gesondert klassifiziert.
Was ist der Unterschied zwischen WZ 35.11 und WZ 35.12?
WZ 35.11 umfasst die reine Erzeugung von Strom aus nicht erneuerbaren Quellen. WZ 35.12 klassifiziert dagegen den Betrieb der Übertragungs- und Verteilnetze sowie den Stromhandel – also die physische Lieferung an Endkunden, ohne selbst zu produzieren.