WZ-Code 28.21.2 – Herstellung von Wärmepumpen
Der WZ-Code 28.21.2 bezeichnet die Herstellung von Wärmepumpen in Deutschland.
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung inkl. Hinweise (1 Notizen)
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?
Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.
Ebenfalls relevant für
Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Offizielle Hinweise
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 28.21.2?
Der WZ-Code 28.21.2 bezeichnet die Herstellung von Wärmepumpen in Deutschland. Diese umfasst alle Prozesse von der Fertigung der Kernkomponenten wie Verdichter und Wärmetauscher bis zur Montage und Prüfung kompletter Systeme. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Codes: Solarthermie oder Heizkessel fallen nicht darunter. Hersteller müssen zudem technische Normen und Umweltvorschriften beachten. Was der Code 28.21.2 genau umfasst
Die Klassifikation schließt alle Tätigkeiten ein, die direkt mit der Produktion von Wärmepumpen zu tun haben. Dazu gehören:
- Fertigung des Kältekreislaufs mit Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger und Expansionsventil
- Produktion von Wärmetauschern für verschiedene Wärmequellen
- Montage elektrischer Steuerungen und Regelungseinheiten
- Herstellung von Schallschutzkomponenten bei Luft-Wärmepumpen
Endmontage, Dichtheitsprüfungen und Leistungstests
Zubehör wie Pumpen oder Heizkreiselemente kann ebenfalls dazu gehören, wenn es fest mit der Wärmepumpe integriert wird.
Abgrenzung zu anderen WZ-Codes
Oft kommt es zu Verwechslungen mit benachbarten Klassen. Diese Aktivitäten sind nicht in 28.21.2 enthalten:
- Herstellung von Solarwärmekollektoren (fällt unter 28.21.1)
- Produktion von Heizkesseln für Öl oder Gas (28.21.9)
- Fertigung elektrischer Direktheizungen (27.51)
Installation oder Wartung von Wärmepumpen (dafür gibt es eigene Handwerksklassen)
Für Hybridsysteme, die eine Wärmepumpe mit anderen Wärmeerzeugern kombinieren, ist die primäre Funktion entscheidend. Dominierte die Wärmepumpe, gilt 28.21.2.
Technologien und Wärmequellen im Vergleich
Wärmepumpen nutzen unterschiedliche Quellen, was die Herstellung spezifischer Komponenten erfordert. Die häufigsten Typen:
- Wärmequelle
- Typische Komponenten
- Herstellungsaufwand
- Luft
- Lüfter, Lamellenwärmetauscher, Schalldämpfer
- Mittel, hoher Anteil an Blechverarbeitung
- Erdreich
- Sonden aus PE, Kollektoren, Frostschutzmittelbehälter
- Hoch, wegen druckfester Bauteile
- Grundwasser
- Wasser-Wärmetauscher, Filter, Pumpen
- Hoch, korrosionsbeständige Materialien nötig
Luft-Wasser-Wärmepumpen sind in der Herstellung am verbreitetsten, gefolgt von Sole-Wasser-Modellen. Grundwasser-Systeme sind seltener und erfordern mehr Genehmigungen.
Typische Fehler in der Herstellung
Diese Probleme treten häufig auf und können Qualität und Lebensdauer beeinträchtigen:
- Mangelhafte Lötstellen im Kältekreislauf, die zu Leckagen führen
- Falsche Isolierung von Leitungen, was Effizienzverluste verursacht
- Ungenügende Schwingungsentkopplung bei Verdichtern
- Fehler bei der Elektronik, die Regelungsprobleme auslösen
Nichteinhalten der Dichtheitsnormen für Kältemittel
Qualitätskontrollen und Protokollierung der Prüfschritte sind essenziell, um diese Risiken zu minimieren.
Rechtliche Anforderungen und Normen
Hersteller müssen diverse Vorschriften beachten. Die wichtigsten:
- Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU für Komponenten unter Druck
- F-Gase-Verordnung für Systeme mit fluorierenden Kältemitteln
- CE-Kennzeichnung nach der Niederspannungsrichtlinie und EMV-Richtlinie
- Energieverbrauchskennzeichnung gemäß EU-Labelpflicht
Normen wie DIN EN 14511 für Leistungsprüfungen
Ohne diese Zulassungen ist der Vertrieb in der EU nicht legal. Unabhängige Prüfstellen müssen oft eingeschaltet werden.
Checkliste für Hersteller und Neueinsteiger
Wenn Sie in die Produktion einsteigen oder optimieren wollen, prüfen Sie diese Punkte:
- Ist die Technologie (Luft, Sole, Wasser) klar definiert?
Sind alle benötigten Zulassungen und Normen bekannt?
Haben Sie Lieferanten für kvalitative Komponenten wie Verdichter?
Ist die Produktion auf Dichtheits- und Leistungstests vorbereitet?
Gibt es ein Konzept für Wartung und Garantie?
Eine realistische Planung vermeidet spätere Kosten und Verzögerungen.
Häufige Fragen zur Wärmepumpen-Herstellung
Was fällt nicht unter den WZ-Code 28.21.2?
Nicht enthalten sind die Herstellung von Solarkollektoren (28.21.1), konventionellen Heizkesseln oder elektrischen Direktheizungen. Auch die Installation oder Wartung von Wärmepumpen gehört nicht hierher, sondern zu eigenen Gewerbeklassen.
Welche Wärmequellen sind für Wärmepumpen typisch?
Luft, Erdreich (über Sonden oder Kollektoren) und Grundwasser sind die häufigsten Quellen. Abwasser oder industrielle Abwärme kommen seltener zum Einsatz, können aber ebenfalls genutzt werden.
Braucht man spezielle Zulassungen für die Herstellung?
Ja, insbesondere für Wärmepumpen mit Kältemitteln gelten strenge Vorschriften nach F-Gase-Verordnung und Druckgeräterichtlinie. CE-Kennzeichnung ist obligatorisch.
Häufig gestellte Fragen
Was fällt nicht unter den WZ-Code 28.21.2?
Nicht enthalten sind die Herstellung von Solarkollektoren (28.21.1), konventionellen Heizkesseln oder elektrischen Direktheizungen. Auch die Installation oder Wartung von Wärmepumpen gehört nicht hierher, sondern zu eigenen Gewerbeklassen.
Welche Wärmequellen sind für Wärmepumpen typisch?
Luft, Erdreich (über Sonden oder Kollektoren) und Grundwasser sind die häufigsten Quellen. Abwasser oder industrielle Abwärme kommen seltener zum Einsatz, können aber ebenfalls genutzt werden.
Braucht man spezielle Zulassungen für die Herstellung?
Ja, insbesondere für Wärmepumpen mit Kältemitteln gelten strenge Vorschriften nach F-Gase-Verordnung und Druckgeräterichtlinie. CE-Kennzeichnung ist obligatorisch.