WZ-Code 26.11.1 – Herstellung von Solarzellen und Solarmodulen
Die Herstellung von Solarzellen und Solarmodulen entscheidet über Leistung, Haltbarkeit und Wirtschaftlichkeit Ihrer Photovoltaikanlage.
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung vorhanden
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Für welche Berufe gilt dieser WZ-Code?
Dieser WZ-Code wird anhand offizieller Berufs- und Crosswalk-Daten mit passenden Berufsprofilen verknüpft.
Ebenfalls relevant für
Quelle: ESCO-NACE-crosswalk, Stand: 2026-05-05 · offizieller Nachweis
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Verwandte WZ-Codes
Was umfasst der WZ-Code 26.11.1?
Die Herstellung von Solarzellen und Solarmodulen entscheidet über Leistung, Haltbarkeit und Wirtschaftlichkeit Ihrer Photovoltaikanlage. Während der WZ-Code 26.11.1 die statistische Klassifikation beschreibt, geht es in der Praxis um konkrete Unterschiede: monokristalline Module für höchste Effizienz, polykristalline für budgetbewusste Projekte und Dünnschichttechnologien für flexible Anwendungen. Die Wahl des richtigen Modultyps spart langfristig Kosten und optimiert Ihren Energieertrag. So entstehen Solarzellen: Vom Silizium zum Modul
Die Herstellung beginnt mit hochreinem Silizium, das aus Quarzsand gewonnen wird. Dieses wird zu Blöcken gegossen und in dünne Scheiben, die Wafer, geschnitten. Über Dotierung entstehen positive und negative Schichten, die bei Lichteinfall Spannung erzeugen. Diese Solarzellen werden verschaltet, mit einer Schutzschicht versehen und in einem Rahmen zum fertigen Modul verbaut. Der Prozess erfordert präzise Kontrolle von Temperatur und Reinheit.
Vergleich der Solarmodul-Typen
Nicht jedes Modul passt zu jedem Projekt. Die drei Haupttypen unterscheiden sich in Herstellung, Leistung und Einsatzgebiet.
- Typ
- Wirkungsgrad
- Kosten
- Einsatzgebiet
- Monokristallin
- 20–22%
- Hoch
- Dachanlagen mit begrenztem Platz
- Polykristallin
- 15–18%
- Mittel
- Großflächige Installationen
- Dünnschicht
- 10–13%
- Niedrig
- Flexible Untergründe, Industriedächer
Häufige Fehler bei der Modulauswahl
Billigangebote verlocken, aber schlechte Verarbeitung führt zu frühem Leistungsabfall. Ungeprüfte Herstellerangaben täuschen oft über reale Wirkungsgrade hinweg. Ignorieren Sie nicht den Temperaturkoeffizienten – bei Hitze leisten viele Module deutlich weniger. Garantiebedingungen genau lesen: Manche Hersteller schließen natürliche Degradation aus.
Kosten und Wirtschaftlichkeit
Monokristalline Module kosten mehr pro Modul, aber weniger pro Watt Peak durch höhere Effizienz. Polykristalline Varianten benötigen mehr Fläche für gleiche Leistung. Dünnschichtmodule haben niedrigere Anschaffungskosten, aber höhere Installationskosten durch größere Fläche. Kalkulieren Sie immer Gesamtkosten über 25 Jahre, nicht nur den Modulpreis.
Praktische Auswahlkriterien
Wirkungsgrad vergleichen – aber nur Werte unter Standardtestbedingungen
Degradationsrate prüfen: max. 0,5% pro Jahr
Temperaturkoeffizient beachten: je niedriger, desto besser
Garantiedauer: mindestens 25 Jahre Leistungsgarantie
Zertifizierungen: TÜV, IEC, UL bestätigen Qualität
Zukunft der Solarmodul-Herstellung
Perowskit-Solarzellen versprechen höhere Wirkungsgrade bei niedrigeren Herstellungskosten. Bifaziale Module nutzen auch reflektiertes Licht von der Rückseite. Recycling-Verfahren für Silizium werden immer effizienter, was die Umweltbilanz verbessert. Die Forschung arbeitet an höherer Lebensdauer und besserer Leistung bei Schwachlicht.
Häufig gestellte Fragen
Welche Solarmodule haben den höchsten Wirkungsgrad?
Monokristalline Solarmodule erreichen derzeit die höchsten Wirkungsgrade von 20–22% im kommerziellen Bereich. Laborwerte liegen teils höher, aber für den praktischen Einsatz sind diese Werte relevant. Polykristalline Module liegen bei 15–18%, Dünnschichtmodule bei 10–13%.
Wie lange halten Solarmodule wirklich?
Qualitativ hochwertige Solarmodule halten 25–30 Jahre. Die Leistungsgarantie beträgt meist 25 Jahre mit einer Degradation von etwa 0,5% pro Jahr. Die tatsächliche Lebensdauer hängt von Materialqualität, Herstellungsprozess und Umweltbedingungen ab.
Worauf sollte ich bei der Auswahl von Solarmodulen achten?
Achten Sie auf Wirkungsgrad, Degradationsrate, Temperaturkoeffizient, Garantiebedingungen und Herstellerreputation. Vermeiden Sie Billigprodukte ohne Zertifizierung. Der Preis pro Watt Peak ist ein guter Vergleichswert, aber nicht das einzige Kriterium.