WZ-Klasse 27.20 – Herstellung von Batterien und Akkumulatoren
Der WZ-Code 27.20.0 bezeichnet die Herstellung von Batterien und Akkumulatoren.
Diese Klasse umfasst die Unterklasse 27.20.0 (gleiche Beschreibung).
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung vorhanden
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Zugehörige Codes
Was umfasst der WZ-Code 27.20.0?
Der WZ-Code 27.20.0 bezeichnet die Herstellung von Batterien und Akkumulatoren. Diese Klassifikation gilt für Unternehmen, die elektrochemische Energiespeicher produzieren – von kleinen Knopfzellen bis zu industriellen Großbatterien. Der Code fällt unter die Abteilung „Herstellung von elektrischen Ausrüstungen“ und erfasst sowohl Primär- als auch Sekundärbatteriesysteme. Für die Gewerbeanmeldung ist die präzise Zuordnung entscheidend, um Fehler bei der statistischen Erfassung und behördlichen Kommunikation zu vermeiden. Was umfasst der WZ-Code 27.20.0?
Die Klassifikation 27.20.0 im WZ 2025 deckt alle wesentlichen Aktivitäten der Batterieproduktion ab. Dazu gehört die Herstellung von Primärbatterien, die nach der Entladung nicht wieder aufgeladen werden können. Typische Beispiele sind Alkali-Mangan-Batterien oder Zink-Kohle-Batterien für den Consumer-Bereich. Ebenso zählen Sekundärbatterien – also wiederaufladbare Akkumulatoren – dazu. Hierunter fallen Lithium-Ionen-Akkus, Blei-Säure-Batterien und Nickel-Metallhydrid-Systeme.
Zusätzlich umfasst der Code die Produktion von Batteriekomponenten. Das schließt Elektroden, Separatoren, Gehäuse und Elektrolyte ein, sofern sie spezifisch für Batterien hergestellt werden. Auch die Montage von Batteriezellen zu größeren Einheiten oder kompletten Batteriesystemen für Automotive, Industrie oder Energiespeicherung ist eingeschlossen.
Typische Tätigkeiten und Beispiele
Unternehmen in dieser Branche fertigen oft in hochautomatisierten Prozessen. Dazu gehören das Beschichten von Elektroden, das Zusammenbauen von Zellen, das Befüllen mit Elektrolyt und das Testen der Leistungsparameter. Die Herstellung von Blei-Säure-Batterien für Fahrzeuge ist ein klassisches Beispiel, ebenso die Produktion von Lithium-Ionen-Akkus für Elektromobilität oder portable Elektronik.
Forschung und Entwicklung im Bereich der Batterietechnologie können ebenfalls zu diesem Code gehören, sofern sie direkt der Produktion zugeordnet sind. Allerdings ist reine Forschung ohne Fertigung typischerweise unter anderen Klassifikationen wie WZ 72.1 (Forschung und Entwicklung) erfasst.
Abgrenzung zu ähnlichen Codes
Die klare Trennung zu anderen WZ-Codes vermeidet Fehlklassifikationen. Die Herstellung von Batterien (27.20.0) ist streng von der Produktion elektrischer Energiewandler wie Motoren oder Generatoren (WZ 27.1) getrennt. Auch die Fertigung von Brennstoffzellen fällt nicht unter 27.20.0, sondern unter WZ 27.9 (Herstellung sonstiger elektrischer Ausrüstungen).
Die Herstellung von Batterieladegeräten oder Powerbanks wird unter WZ 27.9 eingeordnet, sofern es sich um eigenständige Geräte handelt. Die Montage von Batterien in Endprodukte wie Elektrowerkzeuge oder Handys ist dagegen Teil der jeweiligen Endprodukt-Herstellung und nicht unter 27.20.0 klassifiziert. Vergleich ähnlicher WZ-Codes
WZ-CodeBeschreibungAbgrenzung zu 27.20.0
Hinweise für die Gewerbeanmeldung
Bei der Anmeldung eines Gewerbes zur Batterieherstellung muss der Code 27.20.0 präzise verwendet werden. Wenn Ihr Unternehmen sowohl Batterien produziert als auch in Endprodukte einbaut, kann zusätzlich der Code für die Endproduktherstellung (z.B. 28.41 für Elektrowerkzeuge) erforderlich sein. Bei der reinen Montage von importierten Batteriezellen zu Paketen gilt weiterhin 27.20.0.
Behördliche Meldungen und Statistiken basieren auf dieser Klassifikation. Eine fehlerhafte Zuordnung kann zu unnötigen Rückfragen oder falschen branchenstatistischen Daten führen. Im Zweifel hilft das Statistische Bundesamt oder ein Wirtschaftsberater bei der korrekten Einordnung.
Häufige Fehler und Einschränkungen
Ein typischer Fehler ist die Vermischung mit der Herstellung von elektronischen Bauteilen oder Energiewandlern. Unternehmen, die sowohl Batterien als auch elektrische Motoren fertigen, müssen beide Codes (27.20.0 und 27.1) angeben. Die reine Reparatur oder das Recycling von Batterien fällt nicht unter diesen Code, sondern unter Reparatur von Elektrogeräten (WZ 95.2) bzw. Recycling (WZ 38.3).
Für die Herstellung von Batterien gelten spezifische Umwelt- und Sicherheitsvorschriften, die nicht direkt aus dem WZ-Code abgeleitet werden können. Diese müssen separat beachtet werden.
Häufig gestellte Fragen
Welche Produkte fallen unter den WZ-Code 27.20.0?
Dazu zählen Primärbatterien (nicht wiederaufladbar), Sekundärbatterien (wiederaufladbare Akkumulatoren), Batteriebestandteile wie Elektroden und Separatoren sowie spezielle Batteriesysteme für Industrie und Fahrzeuge.
Was ist der Unterschied zwischen WZ 27.20.0 und WZ 27.1?
WZ 27.20.0 umfasst nur die Herstellung der Batterien selbst. WZ 27.1 bezieht sich auf die Herstellung von elektrischen Motoren, Generatoren und Transformatoren, also Komponenten für die Energieumwandlung, nicht für die Speicherung.