WZ-Klasse 19.10 – Kokerei
Was bedeutet der WZ-Code 19.10.0? Der WZ-Code 19.10.0 – Kokerei bezeichnet die wirtschaftliche Tätigkeit der Verkokung von Steinkohle. Unternehmen, die Steinkohle in speziellen Öfen unter Sauerstoffabschluss erhitzen,...
Diese Klasse umfasst die Unterklasse 19.10.0 (gleiche Beschreibung).
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung vorhanden
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Zugehörige Codes
Was umfasst der WZ-Code 19.10.0?
Was bedeutet der WZ-Code 19.10.0?
Der WZ-Code 19.10.0 – Kokerei bezeichnet die wirtschaftliche Tätigkeit der Verkokung von Steinkohle. Unternehmen, die Steinkohle in speziellen Öfen unter Sauerstoffabschluss erhitzen, um Hartkok, Kokereigas und andere Nebenprodukte zu gewinnen, fallen unter diese Klassifikation. Der Code dient vor allem statistischen Zwecken und der präzisen Erfassung von Wirtschaftszweigen durch Behörden wie das Statistische Bundesamt. Welche Tätigkeiten und Produkte umfasst der Code?
Die Kokerei nach 19.10.0 konzentriert sich auf die primäre Verkokung.
Eingeschlossene Prozesse
Die thermische Zersetzung von Steinkohle in Koksöfen
Die Herstellung von Steinkohlenkok (Hartkok)
Die Gewinnung von Rohprodukten wie Kokereigas, Rohteer, Rohbenzol und Ammoniak
Die erste Aufbereitung dieser Rohprodukte direkt im Kokereiprozess, z.B. die Abtrennung von Ammoniak aus dem Gas
Wichtige Produkte
Steinkohlenkok: Wichtiger Brennstoff und Reduktionsmittel in der Stahlindustrie
Kokereigas: Wird als Heizgas genutzt
Rohteer: Grundstoff für die chemische Industrie
Benzol: Ausgangsstoff für viele chemische Synthesen
Ammoniak: Wird u.a. zur Düngemittelherstellung verwendet
Was fällt NICHT unter 19.10.0?
Die Abgrenzung zu anderen Codes ist entscheidend, um Fehler bei der Meldung zu vermeiden.
Häufige Abgrenzungsfälle
Herstellung von Briketts aus Braun- oder Steinkohle: Fällt unter 19.20 (Herstellung von Brennstoffen)
Vergasung von Kohle zur Erzeugung von Synthesegas: Klassifiziert unter 35.11 (Elektrizitätserzeugung durch Vergasung)
Raffination von Erdöl: Gehört zu 19.20 (Mineralölverarbeitung)
Weiterverarbeitung von Teer zu chemischen Produkten: Fällt in die Abteilung 20 (Herstellung von chemischen Erzeugnissen)
Typische Anwendungsbereiche für den Code
Den Code 19.10.0 müssen Sie hauptsächlich in diesen Situationen angeben:
- Bei der Anmeldung eines Gewerbes, das Kokereitätigkeiten umfasst
- In statistischen Erhebungen und Meldungen an das Statistische Bundesamt
- Für die Zuordnung in branchenspezifischen Verzeichnissen oder bei Industrie- und Handelskammern
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Die Zuordnung des WZ-Codes scheint einfach, birgt aber Fallstricke.
Verwechslung mit der Mineralölverarbeitung
Der größte Fehler ist die Vermischung mit Code 19.20. Kokerei (19.10.0) verarbeitet Steinkohle, Mineralölverarbeitung (19.20) verarbeitet Erdöl. Die Prozesse und Produkte sind grundverschieden.
Irrtum bei der Weiterverarbeitung
Die Kokerei endet mit der Gewinnung der Rohprodukte. Die weitere chemische Verarbeitung von Teer oder Benzol zu Feinchemikalien fällt nicht mehr unter 19.10.0, sondern unter die chemische Industrie (Abteilung 20).
Praktische Tipps für die korrekte Zuordnung
Überprüfen Sie den Hauptzweck Ihres Betriebs: Geht es um die Verkokung von Kohle?
Schauen Sie auf die produzierten Güter: Steht Koks im Zentrum?
Bei Unsicherheit ziehen Sie die offiziellen Klassifikationshandbücher des Statistischen Bundesamtes zu Rate oder kontaktieren Sie Ihre IHK.
Vergleich mit ähnlichen Wirtschaftszweigen
- WZ-Code
- Bezeichnung
- Hauptmaterial
- Hauptprodukt
- 19.10.0
- Kokerei
- Steinkohle
- Steinkohlenkok
- 19.20
- Mineralölverarbeitung / Herstellung von Brennstoffen
- Erdöl
- Benzin, Heizöl
- 35.11
- Elektrizitätserzeugung durch Vergasung
- Kohle, Biomasse
- Elektrizität, Synthesegas
Fazit
Der WZ-Code 19.10.0 ist spezifisch für Betriebe, die Steinkohle zu Koks und den damit verbundenen Rohprodukten verarbeiten. Die korrekte Zuordnung ist für die amtliche Statistik und die Gewerbeanmeldung wichtig. Achten Sie auf die klare Abgrenzung zur Erdölverarbeitung und zur chemischen Weiterverarbeitung, um Fehler zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was umfasst der WZ-Code 19.10.0 genau?
Der Code klassifiziert die Verarbeitung von Steinkohle zu Hartkok in Kokereianlagen. Dazu gehören die primären Produkte Steinkohlenkok, Kokereigas, Rohteer, Ammoniak und Benzol sowie die damit verbundenen Aufbereitungsprozesse. Welche Tätigkeiten sind vom Code 19.10.0 ausgeschlossen?
Nicht enthalten sind die Herstellung von Briketts aus Braun- oder Steinkohle (19.20), die Vergasung von Kohle (35.11) sowie die Raffination von Erdöl (19.20). Wo muss der Code 19.10.0 angegeben werden?
Hauptsächlich bei der Gewerbeanmeldung, für statistische Meldungen an Ämter wie das Statistische Bundesamt und in bestimmten branchenspezifischen Erklärungen. Welche Fehler sollten bei der Zuordnung vermieden werden?
Häufige Fehler sind die Verwechslung mit der Erdölraffination (19.20) oder der Kohlevergasung (35.11). Auch die Nachbehandlung von Kokereiprodukten wie Teer fällt nicht mehr unter diesen Code.
Häufig gestellte Fragen
Was umfasst der WZ-Code 19.10.0 genau?
Der Code klassifiziert die Verarbeitung von Steinkohle zu Hartkok in Kokereianlagen. Dazu gehören die primären Produkte Steinkohlenkok, Kokereigas, Rohteer, Ammoniak und Benzol sowie die damit verbundenen Aufbereitungsprozesse.
Welche Tätigkeiten sind vom Code 19.10.0 ausgeschlossen?
Nicht enthalten sind die Herstellung von Briketts aus Braun- oder Steinkohle (19.20), die Vergasung von Kohle (35.11) sowie die Raffination von Erdöl (19.20).
Wo muss der Code 19.10.0 angegeben werden?
Hauptsächlich bei der Gewerbeanmeldung, für statistische Meldungen an Ämter wie das Statistische Bundesamt und in bestimmten branchenspezifischen Erklärungen.
Welche Fehler sollten bei der Zuordnung vermieden werden?
Häufige Fehler sind die Verwechslung mit der Erdölraffination (19.20) oder der Kohlevergasung (35.11). Auch die Nachbehandlung von Kokereiprodukten wie Teer fällt nicht mehr unter diesen Code.