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Klasse

WZ-Klasse 13.96 – Herstellung von technischen Textilien

Was sind technische Textilien? Technische Textilien unterscheiden sich fundamental von konventionellen Textilien. Während klassische Textilien primär ästhetischen oder Bekleidungszwecken dienen, erfüllen technische...

Diese Klasse umfasst die Unterklasse 13.96.0 (gleiche Beschreibung).

Ebene Klasse
Tiefe 4/5
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Übersicht

Informationen zu WZ-Klasse 13.96

Vollständige Bezeichnung Herstellung von technischen Textilien
Abschnitt C - Verarbeitendes Gewerbe
Abteilung 13 - Herstellung von Textilien
Gruppe 13.9 - Herstellung von sonstigen Textilwaren
Klasse 13.96 - Herstellung von technischen Textilien
Integrierte Unterklasse 13.96.0
NACE Rev. 2.1 13.96
WZ 2008 Entsprechung 13.20.0, 13.92.0, 13.96.0
Kundensystematik 130

Compliance Risk Score

5 von 5 Faktoren bestanden

10 / 10
Wie wir diesen Score berechnen ->

Vorgänger (WZ 2008)

Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .

Offizielle Hinweise

Umsteigeschlüssel

Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.

Umsteigeschlüssel

Im Umsteigeschlüssel ist diese WZ-Position selbst als ex-Position gekennzeichnet.

Zugehörige Codes

Einordnung

Was umfasst der WZ-Code 13.96.0?

Was sind technische Textilien?

Technische Textilien unterscheiden sich fundamental von konventionellen Textilien. Während klassische Textilien primär ästhetischen oder Bekleidungszwecken dienen, erfüllen technische Textilien spezifische funktionale Anforderungen in industriellen, medizinischen oder technischen Anwendungen. Ihre Eigenschaften werden gezielt auf mechanische Belastbarkeit, chemische Beständigkeit, thermische Stabilität oder spezielle Filtereigenschaften ausgelegt. WZ 13.96.0: Definition und Abgrenzung

Der Wirtschaftszweigcode 13.96.0 klassifiziert explizit die Herstellung technischer Textilien. Diese umfasst gewebte, gewirkte, gestrickte oder anders hergestellte Textilien, die mit Gummi oder Kunststoff beschichtet, imprägniert oder überzogen sind. Entscheidend ist der funktionale Charakter der Endprodukte.

Eingeschlossene Tätigkeiten

Zum Bereich 13.96.0 zählen Textilien für industrielle Zwecke wie Filtergewebe, Transportbänder, Schlauchwaren, Siebgewebe und Sicherheitsgurte. Auch Textilien für medizinische Anwendungen wie Implantate oder Bandagen fallen hierunter, sofern sie speziell behandelt oder beschichtet sind.

Ausgeschlossene Bereiche

Nicht unter diesen Code fallen die Herstellung von konventioneller Bekleidung (WZ 13 und 14), die Produktion von Textilien für den Heimtextilienbereich (WZ 13.92) oder die Herstellung von Netzen und Seilen aus Twisted oder Cord (WZ 13.94).

Produktionsverfahren und Technologien

Die Herstellung technischer Textilien erfordert spezialisierte Verfahren. Webtechniken mit Hochleistungswebmaschinen produzieren dichte, stabile Gewebe. Wirklagen und Strickverfahren kommen für elastischere, formbare Textilien zum Einsatz. Nachträgliche Beschichtungen mit Polymeren oder Imprägnierungen verleihen den Textilien ihre spezifischen Eigenschaften wie Wasserabweisung oder chemische Resistenz.

Typische Anwendungsgebiete

Technische Textilien finden sich in nahezu allen Industriezweigen. In der Automobilindustrie dienen sie als Airbag-Gewebe, Sicherheitsgurte oder Filtermedien. Die Bauindustrie verwendet Geotextilien für Bodenstabilisierung und Drainage. Medizintechnik setzt auf resorbierbare Implantate oder sterile Wundauflagen. Weitere Einsatzfelder liegen in der Landtechnik, Verpackungsindustrie und bei Schutzbekleidung.

Herausforderungen und Qualitätsanforderungen

Die Produktion technischer Textilien unterliegt strengen Qualitätsvorgaben. Materialauswahl, Webparameter und Beschichtungsprozesse müssen präzise kontrolliert werden. Fehler in der Fadendichte, ungleichmäßige Beschichtungen oder mangelhafte Imprägnierung können die Funktionalität komplett beeinträchtigen. Zertifizierungen nach ISO-Normen oder branchenspezifischen Standards sind häufig erforderlich.

Rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen

Für bestimmte Anwendungen gelten spezifische Rechtsvorschriften. Medizinische Textilien müssen die Medizinprodukteverordnung (MDR) erfüllen. Textilien im Baubereich unterliegen der Bauproduktenverordnung. Hersteller müssen produktspezifische Konformitätsbewertungen durchführen und technische Dokumentationen vorhalten.

Praktische Einsatztipps

Bei der Auswahl technischer Textilien sollten Anwender genau die spezifischen Anforderungen definieren. Mechanische Belastbarkeit, chemische Beständigkeit und Temperaturbereich sind entscheidende Kriterien. Prototyping und praktische Tests unter Realbedingungen vermeiden spätere Probleme. Eine enge Abstimmung mit erfahrenen Herstellern optimiert das Ergebnis. Technische Textilien sind Hochleistungswerkstoffe, deren Eigenschaften präzise auf den Einsatzzweck abgestimmt werden müssen.

Häufig gestellte Fragen

Was umfasst der WZ-Code 13.96.0?

Der WZ-Code 13.96.0 beschreibt die Tätigkeit 'Herstellung von technischen Textilien' innerhalb der WZ 2025.

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