WZ-Klasse 13.20 – Weberei
Was der WZ-Code 13.20.0 umfasst Der WZ-Code 13.20.0 klassifiziert den Wirtschaftszweig der Weberei.
Diese Klasse umfasst die Unterklasse 13.20.0 (gleiche Beschreibung).
Compliance Risk Score
5 von 5 Faktoren bestanden
- Offizielle Quelle verifiziert - WZ 2025 Gliederung: Code und Bezeichnung vorhanden
- Internationales Mapping - NACE Rev. 2.1 Entsprechung vorhanden
- Migration zur Vorversion - WZ 2008 -> WZ 2025 Zuordnung inkl. Hinweise (1 Notizen)
- Vollständige Hierarchie - Hierarchie vollständig: 5/5 Ebenen
- Schwellenwerte dokumentiert - Keine offiziellen Schwellenwerte je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Handels-/Export-Mapping - Keine offizielle HS/CN-Verknüpfung je WZ-Code im aktuellen Quellpaket
- Legacy-Crosswalk - Legacy-Zuordnung vorhanden (1 Codes)
Vorgänger (WZ 2008)
Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .
Offizielle Hinweise
Umsteigeschlüssel
Im Umsteigeschlüssel ist die WZ-2008-Entsprechung als ex-Position gekennzeichnet.
Zugehörige Codes
Was umfasst der WZ-Code 13.20.0?
Was der WZ-Code 13.20.0 umfasst
Der WZ-Code 13.20.0 klassifiziert den Wirtschaftszweig der Weberei. Dies umfasst die Herstellung von gewebten Textilien auf Webmaschinen oder Webstühlen. Die Tätigkeit bezieht sich auf das Weben selbst, unabhängig vom verwendeten Ausgangsmaterial. Typische Produkte sind Gewebe aus Garnen, Zwirnen oder Chenillegarn, einschließlich spezieller Gewebetypen wie Elastikgewebe, Schusswirkgewebe und Glasfasergewebe für technische Anwendungen. Der Prozess der Weberei transformiert Fäden durch rechtwinklige Verkreuzung in flächige Textilien.
Abgrenzung zu anderen WZ-Codes
Die korrekte Abgrenzung ist entscheidend, da verwandte Tätigkeiten eigenen Codes zugeordnet sind.
Enge Verbindung, aber separate Codes
WZ 13.10.0 Spinnstoffaufbereitung und Spinnerei: Liefert die Garne, die in der Weberei verarbeitet werden. Die eigentliche Fadenherstellung ist hier klassifiziert.
WZ 13.30.0 Veredlung von Textilien und Bekleidung: Behandelt das Bleichen, Färben, Appretieren und Ausrüsten von bereits gewebten Textilien. Die Weberei liefert die Rohstoffe für die Veredlung.
Klare Ausnahmen und Ausschlüsse
Folgende Tätigkeiten fallen nicht unter 13.20.0 und haben eigene Codes:
- Herstellung von Wirk- und Strickwaren (WZ 13.91.0)
- Weben von Teppichen und Teppichböden (WZ 13.93.0)
- Herstellung von technischen Textilien durch andere Verfahren wie Nähen (WZ 13.96.0) oder Filzen (WZ 13.92.0)
- Herstellung von Bekleidung aus gewebten Stoffen (Abteilung 14)
Praktische Anwendung und Zuordnung
Bei der Anmeldung eines Gewerbes oder für statistische Meldungen muss der primäre Wirtschaftszweig korrekt angegeben werden.
Wann weise ich meinem Unternehmen 13.20.0 zu?
Weisen Sie Ihrem Unternehmen diesen Code zu, wenn die Haupttätigkeit im Weben von Textilien besteht. Das bedeutet, der überwiegende Teil Ihrer Wertschöpfung und/oder Ihres Umsatzes resultiert aus diesem Prozess.
Kombination mit anderen Codes
Viele Textilunternehmen sind vertikal integriert. Ein Betrieb, der spinnt, webt und veredelt, benötigt drei Codes. Geben Sie in diesem Fall 13.20.0 nur an, wenn das Weben eine signifikante und eigenständige Tätigkeit darstellt. Der Hauptcode (der an erster Stelle gemeldet wird) sollte die wirtschaftlich wichtigste Aktivität widerspiegeln.
Häufige Fehler und Missverständnisse
Die Zuordnung des WZ-Codes scheint simpel, birgt aber Fallstricke.
- Fehler
- Korrektur
- Richtiger Code
- Weben von Teppichen wird unter 13.20.0 gemeldet
- Weben von Teppichen ist ausdrücklich ausgeschlossen
- 13.93.0
- Ein Strickerei meldet sich unter Weberei
- Wirken/Stricken ist ein anderes Fertigungsverfahren
- 13.91.0
- Ein reiner Veredlungsbetrieb nutzt 13.20.0
- Der Code gilt nur für den Webprozess, nicht für die Nachbehandlung
- 13.30.0
Der häufigste Fehler ist die Vermischung der Verfahren. Weben bezeichnet spezifisch die Herstellung von Geweben durch Kett- und Schussfäden. Wirken, Stricken, Filzen oder Nähen sind distincte Technologien.
Relevanz für Unternehmen und Statistik
Der WZ-Code dient nicht nur behördlichen Zwecken. Er hat praktische Auswirkungen auf Ihr Business.
Wirtschaftsauskunfteien und Branchenverzeichnisse nutzen diese Codes zur Klassifizierung. Ein falscher Code kann dazu führen, dass Ihr Unternehmen von potenziellen Kunden oder Partnern in der falschen Branche gesucht wird. Für die amtliche Statistik ist er essentiell, um die wirtschaftliche Leistung des Sektors "Weberei" genau abzubilden. Fehlerhafte Zuordnungen verfälschen diese Daten.
Checkliste zur Überprüfung Ihrer Zuordnung
Beantworten Sie diese Fragen, um sicherzugehen:
- Ist das Weben von Textilien auf Webmaschinen meine Kerntätigkeit?
Stelle ich Gewebe her (nicht: Wirkwaren, Strickwaren, Teppiche)?
Beinhaltet mein Prozess auch Spinnerei oder Veredlung? Falls ja, benötige ich zusätzliche Codes.
Verkaufe ich primär die von mir gewebten Stoffe?
Wenn Sie alle Fragen mit Ja beantworten, ist 13.20.0 Ihr primärer WZ-Code.
Häufig gestellte Fragen
Was fällt genau unter den WZ-Code 13.20.0?
Der Code umfasst das Weben von Textilien, unabhängig vom verwendeten Material (Garne, Zwirne, Chenillegarn etc.). Dazu zählt die Herstellung von Geweben auf Webmaschinen, einschließlich Weben von Elastik- und Schusswirkgeweben sowie von Glasfasergeweben.
Welche Tätigkeiten sind vom WZ-Code 13.20.0 ausgeschlossen?
Ausgeschlossen sind das Weben von Teppichen (13.93), die Herstellung von Wirk- und Strickwaren (13.91), die Textilveredlung (13.30) sowie die Spinnstoffaufbereitung und Spinnerei (13.10).
Warum ist die korrekte Zuordnung des WZ-Codes wichtig?
Der Code ist fundamental für die amtliche Statistik, die Branchenzuordnung Ihres Unternehmens und kann Auswirkungen auf behördliche Meldungen, Branchenrecherchen und die Einstufung durch Wirtschaftsauskunfteien haben.
Kann ein Unternehmen mehrere WZ-Codes haben?
Ja, ein Unternehmen kann mehrere WZ-Codes für verschiedene wirtschaftliche Tätigkeiten angeben. Der Hauptcode sollte die hauptsächliche Tätigkeit repräsentieren. Bei einer Weberei mit eigener Veredlungsabteilung kämen z.B. 13.20.0 und 13.30.0 in Frage.