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Klasse

WZ-Klasse 13.10 – Spinnstoffaufbereitung und Spinnerei

Der WZ 2025-Code 13.10.0 „Spinnstoffaufbereitung und Spinnerei“ klassifiziert Betriebe, die textile Fasern mechanisch oder chemisch aufbereiten und zu Garnen verspinnen.

Diese Klasse umfasst die Unterklasse 13.10.0 (gleiche Beschreibung).

Ebene Klasse
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Übersicht

Informationen zu WZ-Klasse 13.10

Vollständige Bezeichnung Spinnstoffaufbereitung und Spinnerei
Abschnitt C - Verarbeitendes Gewerbe
Abteilung 13 - Herstellung von Textilien
Gruppe 13.1 - Spinnstoffaufbereitung und Spinnerei
Klasse 13.10 - Spinnstoffaufbereitung und Spinnerei
Integrierte Unterklasse 13.10.0
NACE Rev. 2.1 13.10
WZ 2008 Entsprechung 13.10.0
Kundensystematik 130

Compliance Risk Score

5 von 5 Faktoren bestanden

10 / 10
Wie wir diesen Score berechnen ->

Vorgänger (WZ 2008)

Offizielle Zuordnung laut Destatis-Umsteigeschlüssel: Quelle .

Zugehörige Codes

Einordnung

Was umfasst der WZ-Code 13.10.0?

Der WZ 2025-Code 13.10.0 „Spinnstoffaufbereitung und Spinnerei“ klassifiziert Betriebe, die textile Fasern mechanisch oder chemisch aufbereiten und zu Garnen verspinnen. Die Tätigkeit fällt unter die Abteilung „Herstellung von Textilien“ und umfasst weder Weberei noch Veredlung. Für die Gewerbeanmeldung sind neben der Standardanmeldung oft zusätzliche umweltrechtliche Genehmigungen nötig. Was der WZ-Code 13.10.0 umfasst

Die Spinnstoffaufbereitung und Spinnerei beinhaltet alle Prozesse, um Rohfasern in spinnfähige Materialien und Garne zu verwandeln. Typische Tätigkeiten sind:

  • Reinigen, Kardieren und Kämmen von Naturfasern wie Baumwolle, Wolle oder Flachs
  • Herstellung von synthetischen Spinnfasern oder Filamenten
  • Verspinnen der Fasern zu Garnen durch Ringspinnen, Open-End-Spinnen oder andere Verfahren

Verzwirnen und Aufspulen der Garne

Betriebe, die diese Prozesse durchführen, müssen sich unter 13.10.0 klassifizieren, unabhängig von der verwendeten Faserart.

Abgrenzung zu anderen WZ-Codes

Die Klassifikation 13.10.0 endet, sobald das Garn produziert ist. Folgende Tätigkeiten sind explizit ausgeschlossen:

  • WZ-Code
  • Tätigkeit
  • Abgrenzung zu 13.10.0
  • 13.20.0
  • Weberei
  • Umfasst das Weben von Garnen zu Stoffen, nicht das Spinnen
  • 13.30.0
  • Veredlung von Textilien
  • Behandelt das Bleichen, Färben oder Ausrüsten von Textilien
  • 13.91.0
  • Herstellung von Wirk- und Strickwaren
  • Bezieht sich auf Strickerei, nicht auf Garnherstellung

Falls ein Betrieb sowohl Spinnerei als auch Weberei betreibt, sind beide Codes anzumelden. Eine Kombination ist nicht zulässig.

Hinweise zur Gewerbeanmeldung

Für die Anmeldung eines Spinnerei-Betriebs sind folgende Schritte relevant:

  • Anmeldung des Gewerbes beim örtlichen Gewerbeamt mit Nennung von WZ 13.10.0
  • Prüfung der Anforderungen nach Bundes-Immissionsschutzgesetz: Große Anlagen benötigen eine Genehmigung
  • Meldung bei der Berufsgenossenschaft für Textil und Bekleidung

Beachtung von Chemikalienverordnungen, wenn Faserhilfsmittel oder Synthesechemikalien eingesetzt werden

Kleinere Spinnereien ohne chemische Prozesse können oft ohne aufwendige Genehmigungen starten. Der Einsatz von Lösemitteln oder großen Anlagen löst jedoch zusätzliche Pflichten aus.

Typische Probleme und Einschränkungen

Betreiber von Spinnereien sollten folgende praktische Hürden kennen:

  • Die Klassifikation gilt nur für gewerbliche Tätigkeiten. Hobby-Spinner fallen nicht unter WZ 13.10.0.

Reine Garnhändler, die nicht selbst spinnen, müssen unter Groß- oder Einzelhandel klassifiziert werden.

Bei der Herstellung von synthetischen Fasern können Überschneidungen mit der Chemieindustrie (Abteilung 20) auftreten. Maßgeblich ist der textile Endzweck.

Für Mischbetriebe ist eine separate Anmeldung aller zutreffenden WZ-Codes erforderlich. Eine pauschale Zuordnung zu 13.10.0 ist nicht zulässig.

Häufig gestellte Fragen

Welche typischen Betriebe fallen unter WZ 13.10.0?

Unter diesen Code fallen Spinnereien, die Naturfasern wie Baumwolle, Wolle oder Flachs aufbereiten und zu Garn verspinnen, sowie Betriebe, die synthetische Filamente oder Spinnfasern herstellen.

Was grenzt den Code 13.10.0 von anderen Textilcodes ab?

13.10.0 umfasst nur die Aufbereitung von Spinnstoffen und das Spinnen zu Garn. Die Weberei (13.20.0), Strickerei (13.91.0) und Textilveredlung (13.30.0) sind separat klassifiziert.

Benötigt eine Spinnerei eine spezielle Gewerbeanmeldung?

Ja, die Anmeldung erfolgt standardmäßig beim Gewerbeamt. Je nach Betriebsgröße und verwendeten Chemikalien können zusätzliche Genehmigungen (z.B. Immissionsschutz) erforderlich sein.

Kontakt

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